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Die Kinderstuben der Zootiere

Die Kinderstuben der Zootiere

Dieser Tage gewähren viele Zootiere einen Blick in ihre Kinderstuben. Und eins steht fest: Die Babys an der Tiergartenstraße verbringen wie die Artgenossen in freier Wildbahn ihre Kindheit auf ganz verschiedene Weise: Das am Donnerstag geborene Eselkind namens Sora beispielsweise muss sofort auf den Beinen sein, der Buntmarder-Nachwuchs hingegen wird wochenlang von Muttern im Bau versorgt.

Von Katrin Richter

Und die Krokodilschwanzhöckerechsen-Babys müssen aufpassen, dass sie nicht von ihren eigenen Eltern gefressen werden. DNN ließen sich erklären, warum das so ist.

Die Nestflüchter

Das vorgestern geborene Eselchen Sora hat wie alle Nestflüchter unmittelbar nach der Geburt schon die Augen geöffnet und ist aufgestanden. Mutter Susi wird es einige Monate säugen, doch schon bald dürfte es parallel dazu Gras fressen. Zoo-Volontär Thomas Brockmann erklärt am Beispiel der Zebras: "Wie alle Huftiere haben Zebras keinen schützenden Bau. Die Mutter bringt ihr Junges daher irgendwo in der Wildnis am Rande der großen Herde zur Welt." Wenn das Kleine nicht von einem Raubtier gefressen werden soll, müsse es sofort mit der Herde mitlaufen können.

Die Nesthocker

Obwohl sie ganz offensichtlich seit Wochen erneut Eltern geworden sind, sieht man von den Jungen der beiden Buntmarder Helena und Brehm aus dem Zoo bislang weit und breit nichts. "Wie fast alle Raubtiere sind sie noch sehr unselbstständig und werden von ihrer Mutter quasi im Bau großgezogen", sagt der Zoo-Mitarbeiter. Nesthocker wie beispielsweise auch die Schneeleoparden lernen erst nach und nach von ihren Eltern, wie man Beute macht und der Kehlbiss richtig ausgeführt wird.

Die Traglinge

Weil sie sich sehr lange von ihren Müttern oder anderen Verwandten umhertragen lassen, nennt man die Babys sämtlicher Affen und Halbaffen Traglinge. "Die kleinen Kattas, die Guerezas und auch die Kaiserschnurrbarttamarine krallen sich im Fell der Mutter fest", erzählt Brockmann. Später klettern sie dann zwar allein umher, flüchten aber sofort auf den Rücken der Mutter, wenn Gefahr im Verzug scheint. Wie die Nestflüchter haben auch die Traglinge keinen Bau zur Verfügung.

Die Schutzlosen

Für Krokodilschwanzhöckerechsen ist alles, was sich bewegt, eine potenzielle Beute - und also auch der eigene Nachwuchs. Deshalb päppeln die Pfleger die sechs bis acht lebenden Jungen, die das Weibchen nach einem Dreivierteljahr Tragezeit im Wasser zur Welt bringt, getrennt von den Eltern auf. Die Kleinen bekommen nackte Mini-Mäuschen oder auch großen Grillen vorgesetzt. In freier Natur bleiben diese Echsen gleich nach der Geburt sich selbst überlassen.

Die lange Kindheit

Eine sehr lange Kindheit haben die beiden Orang-Utan-Jungen Dodi (geboren 2010) und Duran (2011) im Zoo. "Die brauchen die vergleichsweise intelligenten Tiere auch, müssen sie doch in dieser Zeit unglaublich viel von ihren Eltern und sonstigen Verwandten lernen - beispielsweise wie man am besten an Nahrung kommt", erklärt der Zoo-Volontär. Erst mit zwölf Jahren werden Orangs geschlechtsreif. Bis zu 60 Jahre alt können sie in menschlicher Obhut werden.

Die kurze Kindheit

Obwohl Zebra-Hengst Akin etwa zur selben Zeit wie Orang-Knabe Dodi zur Welt kam, wird er Brockmann zufolge schon bald den drei Zebra-Weibchen Kirby, Elena und Zyta zu Nachwuchs verhelfen. Allerdings dürfte Akin wie alle Zebras nicht älter als 25 Jahre werden.

Pfingsten im Zoo : Musical "Peter Pan - Fliege deinen Traum" der ML Musical Company auf der Freilichtbühne, Pfingstsonntag und -montag, jeweils 14 Uhr; Zoo lädt außerdem jeweils ab 10 Uhr zum Entdeckerwochenende mit Mitmachexperimenten, Kletterparcour und Zookasper (Vorstellungen jeweils 11, 13, 14, 15, 16 und 17 Uhr) ein

Öffnungszeiten : 8.30 bis 18.30 Uhr, Kassenschluss: 45 Minuten vor Schließung

Eintrittspreise : Erwachsene 10 Euro, Kinder (3 bis 16 Jahre) 4 Euro, ermäßigt 7,50 Euro, Familienkarte (zwei Erwachsene mit bis zu vier Kindern) 24 Euro

Jahreskarte : Erwachsene 29 Euro, Kinder 18 Euro, ermäßigt 18 Euro

www.zoo-dresden.de

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 26.05.2012

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