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Die Foto-Fabrik in Dresden-Coschütz

Die Foto-Fabrik in Dresden-Coschütz

Peter Schubert hat sein Leben den Bildern verschrieben. Genauer gesagt der Fotografie. Nur wenige haben Dresden und die Sächsische Schweiz so oft fotografiert wie er.

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Der Fotograf und Unternehmer Peter Schubert hat in einer ehemaligen Stahlbauhalle im Gewerbegebiet Coschütz/Gittersee seine Werkstätten errichtet. Von hier werden die Bilder von Privatkunden und Profifotografen aus der ganzen Republik entwickelt. Einer seiner Kunden ist der Semper-Opernball.

Von Katrin Tominski

Peter Schubert hat sein Leben den Bildern verschrieben. Genauer gesagt der Fotografie. Nur wenige haben Dresden und die Sächsische Schweiz so oft fotografiert wie er. Viele haben heute seine Bilder im Wohnzimmer hängen. Schubert ist aber nicht nur ein passionierter Fotograf. Mit innovativen Ideen hat er es geschafft, seinen kleinen Laden zu einem Spezialanbieter auszubauen.

Nikon oder Canon? Diese Frage ist unter Fotografen das, was bei Computerfreaks der berühmte Satz "PC oder Mac?" bedeutet. Ein Statement, eine Statusmeldung, eine Art, die Dinge zu sehen, eine Methode zu arbeiten. Peter Schubert hat sie für sich längst beantwortet. "Nikon", sagt er wie aus der Pistole geschossen. "Nikon, Canon und jetzt wieder Nikon", fügt er hinzu. "Mittlerweile nehmen sich die beiden Anbieter nichts mehr", erklärt der Fotografenmeister, nimmt einen Schluck Kaffee und rutscht unruhig auf dem Stuhl herum. Reden ist nichts für den zweifachen Vater. Er will keine großen Worte verlieren, darüber, was in seinen vier Räumen - in einer ehemaligen Stahlbauhalle - entsteht. Schubert ist kein vorsichtiger Denker. Er ist ein Macher. Wenn er eine Idee hat, feuert er sie hinaus in die weite Welt, prüft die Bedingungen und nur wenige Wochen später ist sie Realität geworden. Erst neulich ist er kurz über Hamburg und Berlin geflogen. Bei Tag und Nacht. Die neuen Bücher "Hamburg von oben" und "Berlin von oben" sollen bald in seinem eigenen K4-Verlag erscheinen. "Dresden von oben" gibt es bereits zu kaufen. Schubert ist nicht nur Fotograf, sondern auch Pilot. In seiner eigens fürs Fotografieren ausgerüsteten Maschine erkundet er die Lande aus der Luft.

"Ideen habe ich so viele", erzählt Schubert und lächelt. Er schreibe sie sich immer in ein kleines Büchlein hinein. Das sei jedoch mittlerweile so voll, dass er sich nicht mehr sicher sei, ob er alles überhaupt bis zu seinem Ruhestand schaffen könne.

Doch lieber nicht so lange reden. Schubert möchte seine Werkhalle zeigen. Dort fließt sein Oeuvre zusammen. Sein Fotostudio Peter Schubert & Co., sein Verlag K4, sein Online-Geschäft Pixel-Foto-Express, seine Buchbinderei, die Rahmenwerkstatt und die Kalender-Binderei. Neu ist die große Maschine. Sie kann Motive bis zu einem Format von 2,50 mal 3 Meter auf alle denkbaren Materialien drucken. Das Projekt Schubert ist zum Komplex erwachsen. Hier geht es längst nicht mehr nur um Fotos im klassischen Sinne.

Vielmehr handelt es sich um ein großes Experiment, auf welchen Untergrund sich Motive drucken lassen. Bei Schuberts Online-Shop Pixel-Foto-Express ist alles möglich: Bilder auf Holz, Acryl, Glas, Metall. Schubert hat die Materialgrenze einfach aufgelöst. Und selbst das Papier gibt es bei ihm in Sonderausführung: Beschichtetes Metall-Papier für besonders satte und grelle Farben, grobkörniges Spezialpapier für Portraits. "Wir haben eine Nische entdeckt", erklärt Schubert. "Pixel-Foto-Express hat sich zum Anbieter für Profifotografen entwickelt." Viele Fotografen der Stadt schätzten die Technik, die Qualität und die Schnelligkeit. "Wir bearbeiten alle Bilder per Hand und liefern bis zum nächsten Tag", konstatiert Schubert. "Wer bis 16 Uhr bestellt, hat seine Bilder am nächsten Tag im Kasten." Zur Not würden seine Kolleginnen nach Feierabend auch noch einmal persönlich zur Post fahren.

Ja, es ist richtig. Peter Schubert hat außer zwei Männern an der neuen großen Maschine vor allem Frauen im Labor eingestellt. "Die können besser sehen", sagt er. Viele Männer seien farbenblind. Auch er habe eine Grün-Blau-Sehschwäche.

Der Fotograf hat sein Lebenswerk der Region gewidmet. Neben der Entwicklung von Fotos auf Materialien aller Art vertreibt er auch Bildbände und 16 verschiedene Kalender in verschiedenen Formaten. Dresdner Luftaufnahmen, Panorama-Bilder, Dresdner Nächte, Luftbilder der Sächsischen Schweiz - Schubert findet immer wieder neue Perspektiven, wenn es darum geht, seine Heimat zu zeigen. Und neue Materialien: Wenn alles klappt, druckt er die Frauenkirche schon bald auf Karton-Sitzmöbel.

Die Dresdner Neuesten Nachrichten verleihen mit dem Wirtschaftsministerium, der Ostsächsischen Sparkasse, der Handwerkskammer sowie der Industrie- und Handelskammer den Wirtschaftspreis "So geht's aufwärts" für besonders pfiffige und erfolgreiche Unternehmer. Die zehn Nominierten stellen wir im Sommer vor. Diesmal hat DNN-Redakteurin Katrin Tominski das Unternehmen "FotoCo+ GmbH" des Fotografen Peter Schubert in Coschütz-Gittersee besucht. Das Fachlabor produziert Fotografien auf Materialien aller Art und hat sich als Online-und Nischen-Anbieter durchgesetzt.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 21.08.2012

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