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Die FPD will mit einem Autobahnschild Dresdens Rolle von `89 würdigen

Die FPD will mit einem Autobahnschild Dresdens Rolle von `89 würdigen

Zwei mal drei Meter groß gewinnen sie für einen Bruchteil von Sekunden die Aufmerksamkeit der Autofahrer mit Piktogrammen deutscher Landschaften und für eine Gegend typischer Details.

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Die FDP-Politiker Holger Zastrow und Jens Genschmar stellen ihren Entwurf für ein Autobahnschild zur Erinnerung an die friedliche Revolution 1989 vor.

Quelle: Christian Juppe

Auch rund um Dresden wurden zu Beginn des Jahres vier dieser an deutschen Autobahnen inzwischen verbreiteten Tafeln errichtet, um mehr Reisende zu einem Abstecher in die Elbstadt zu motivieren. Die in charakteristischem braun gehaltenen "touristischen Unterrichtungstafeln" - so die offizielle Vokabel - sollen nun Zuwachs im Dresdner Raum bekommen. Jedenfalls wenn es nach dem sächsischen FDP-Vorsitzenden Holger Zastrow geht. Anders als seine Vorgänger soll das neue Schild nun nicht mehr wie seine Vorgänger mit dem Schriftzug "Dresden" und der elbflorentinischen Silhouette für einen Besuch der Stadt werben. Die FDP schlägt vor, eine Tafel aufzustellen, die auf die Rolle Dresdens während der friedlichen Revolution 1989 verweist. Gestern präsentierte der FDP-Landesvorsitzende Zastrow einen Entwurf mit der Aufschrift "Dresden - friedliche Revolution 1989"- der laut Zastrow jedoch ausschließlich als Anregung für das Projekt gedacht sei.

Wer von Leipzig nach München fährt, dem begegnet an der A9 bereits seit 2012 ein solches Schild, dass der friedlichen Revolution in der Messestadt gedenkt. Und auch an der A72 wird in Kürze die Stadt Plauen auf ihre Bedeutung während der damaligen Ereignisse aufmerksam machen. "Dresden muss unbedingt nachziehen", erklärte Holger Zastrow. Zwischen dem 3. und dem 8. Oktober 1989 kam es in Dresden zu teilweise gewaltsamen Auseinandersetzung zwischen Staatsmacht und Demonstranten, am 4. Oktober fanden am hiesigen Hauptbahnhof die heftigsten der gesamten friedlichen Revolution statt. Diese Eskalation der Ereignisse und die am 8. Oktober darauffolgende Gründung der "Gruppe der 20" gelten als wesentliche Ursache dafür, dass die anschließenden Proteste überall in der DDR friedlich verliefen. Die Rolle Dresdens im Wendeherbst sei deshalb nicht hoch genug einzuschätzen und unbedingt mit einem Hinweisschild zu würdigen, so Zastrow.

Ob der FDP-Vorschlag allerdings umgesetzt wird, muss die Stadt entscheiden. Ein Platz für eine neue Tafel sei laut FDP bereits nahe des Dreiecks Dresden-Nord reserviert. Das Aufstellen würde etwa 4000 Euro kosten.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 08.10.2014

Susann Schädlich

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