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Die Dresdner Kapelle Banda Internationale ist heiß begehrt

Von der Protestband zur Integrationsinitiative Die Dresdner Kapelle Banda Internationale ist heiß begehrt

Der Mai war ein überaus erfolgreicher Monat für das Dresdner Bandprojekt Banda Internationale. Und die 22 Musiker aus aller Welt sind nicht nur gut gebucht: Am Dienstag erhielt die Bläsercombo gleich zwei Preise für ihr Engagement und ihre Bemühungen um die Integration von Asylbewerbern.

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Aus der Banda Comunale wurde die Banda Internationale. Die 22 Musiker gehören jetzt auch zu den 100 ausgewählten preiswürdigen Projekten im „Land der Ideen 2016“.

Quelle: Ralf Jakubski

Dresden.  

Der Mai war ein überaus erfolgreicher Monat für das Dresdner Bandprojekt Banda Internationale. Und die 22 Musiker aus aller Welt sind nicht nur gut gebucht: Gestern erhielt die Bläsercombo gleich zwei Preise für ihr Engagement und ihre Bemühungen um die Integration von Asylbewerbern. Zum einen bekamen die Musiker den Sächsischen Preis für Soziokulturelles Engagement. Zum anderem sind sie nun offizieller Preisträger der Kampagne „Deutschland – Land der Ideen“.

Gegründet wurde die Band im Jahr 2001, damals noch unter dem Namen Banda Comunale. Ziel war es, den Protest der Dresdner gegen die Neonaziaufmärsche am 13. Februar musikalisch zu verstärken. Im September nahmen die Dresdner Blasmusiker mehrere Flüchtlinge auf, ergänzten so ihr musikalisches Repertoire um orientalische Klänge und Instrumente. Damit entwickelte sich das Projekt von einer Protestband hin zu einer Integrationsinitiative.

Aus Comunale wurde Internationale. Für diesen Schritt verlieh die Kulturstiftung den Musikern am Dienstag einen mit 5000 Euro dotierten Preis. Der Sächsische Preis für Soziokulturelles Engagement würdigt die vielfältigen Aktionen der 22 Akteure: „Laut gegen Nazis“ in Freital, den Gepida-Demonstrationen, dem Pirnaischen „Markt der Kulturen“ oder beim internationalen Tag der Musik. Auch im gemeinsamen Alltag stehen die deutschen Musiker ihren ausländischen Kollegen helfend zur Seite, egal ob bei der Wohnungssuche, bei Asylanträgen oder auf Behördengängen. Für Thabet Azzawi wurde die Band zu mehr als einem Hobby. Der Syrer fand in der Banda Internationale eine zweite Familie. „Wir zeigen mit unserer Musik, dass Dresden keine Pegida-Stadt ist, sondern eine Toleranzstadt“, erklärte Azzawi auf der gestrigen Preisverleihung in der Johannstadthalle.

Ebenfalls am Dienstag gab die Kampagne „Deutschland – Land der Ideen“ unter dem Motto „Nachbar schafft Innovation“ die diesjährigen 100 Preisträger bekannt, welche die besten Konzepte zu den Themen Mobilität, Migration und erneuerbare Energien liefern. Unter diesen finden sich auch die Dresdener Musiker. Die Kampagne würdigt damit das Bemühen der Band, mit ihrer Musik Flüchtlinge zu integrieren und gegen Vorurteile anzukämpfen. Ab dem 6. September findet ein einmonatiges Online-Voting statt, mit dem das beste Projekt Deutschlands gekürt wird.

Bereits am 21. Mai verlieh die Staatsministerin Monika Grütters (CDU) ebenfalls an die 22-köpfige Musikgruppe einen Sonderpreis zur kulturellen Teilhabe von Flüchtlingen. Für ihr Engagement erhielten die Dresdner im Deutschen Historischen Museum in Berlin die mit 10 000 Euro dotierte Auszeichnung. „Die Banda Communale hat sich für die Musiker unter den Flüchtlingen geöffnet und sich dadurch musikalisch erweitert“, erklärte hierzu Sachsens Wissenschafts- und Kunstministerin Eva-Maria Stange (SPD).

Von Paul Felix Michaelis

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