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Die Dresdner Elbe Flugzeugwerke liegen gut im Rennen um den Reparaturauftrag für den Riesen-Airbus A380

Die Dresdner Elbe Flugzeugwerke liegen gut im Rennen um den Reparaturauftrag für den Riesen-Airbus A380

Von 2013 an könnten nach DNN-Informationen bei den Dresdner Elbe Flugzeugwerken (EFW) mehrere A 380 gewartet werden. Hintergrund sind Haarrisse in den Tragflächen der Riesenvögel, die bereits zu Schadenersatzrufen der Airlines geführt haben und derzeit noch "ambulant" behoben werden.

Dresden . Die Dresdner bewerben sich um den von Airbus weltweit ausgeschriebenen Reparatur-Auftrag und hoffen auf den Zuschlag.

Die EADS-Tochter Airbus arbeitet fieberhaft daran, die Probleme mit dem weltweit größten Passagierflugzeug, dem A380, zu beheben. Noch werden dafür Spezialisten quer durch die Welt geschickt, doch in naher Zukunft soll es feste Standorte für die Reparatur der Riesenjumbos geben. Die EADS-Tochter in Dresden, die seit Jahresbeginn mit ST Aerospace aus Singapur einen der ganz Großen im Wartungsgeschäft als Anteilseigner im Unternehmen hat, hofft nach DNN-Informationen, wie rund 20 andere Mitbe- werber weltweit, auf den Zuschlag für einen Teil des Reparaturgeschäfts. Bestätigen wollte das EFW-Chef Andreas Sperl indes nicht: "Da ist noch überhaupt gar nichts entschieden", erklärte er auf Nachfrage, "die Gespräche laufen noch".

Zu sehen ist auf dem EFW-Gelände in Klotzsche jedoch bereits, dass in der Umgebung von Halle 285, die einst für die Umrüstung der amerikanischen Tanker errichtet worden war, Bauarbeiten stattfinden. Käme der Auftrag, müsste sie so umgebaut werden, dass der A380 hineinpasst.

Wenigstens neun Maschinen sollen nach DNN-Informationen in Dresden gewartet werden. Der erste A380 könnte schon im März in Klotzsche eintreffen und innerhalb von etwa acht Wochen repariert werden. Dem Vernehmen nach müssen Rippen in den Flügeln der Riesenmaschinen getauscht werden. Diese Rippen bestehen aus einem Kunststoff-Aluminium-Mix, an dem offenbar die Haarrisse entstehen. Sie sollen durch Metallrippen ersetzt werden.

Allein die Fluggesellschaft Emirates aus Dubai verfügt über mehr als 20 Maschinen des Typs A380. Die Airline rechnet durch die Probleme mit der Flügelkonstruktion an diesen Maschinen mit einer monatlichen Belastung von 30 Millionen Dollar, zitierte das Internetportal Aviationweek.com bereits im Juni Emirates-Geschäftsführer Tim Clark. Emirates hat 90 Maschinen bei Airbus bestellt und ist damit der größte A380-Kunde. Clark zufolge muss sich Airbus mit Regressforderungen in Millionenhöhe auseinandersetzen.

Schon ohne Schadensersatzforderungen kosten die Probleme an den Tragflächen die EADS-Tochter mindestens einen dreistelligen Millionenbetrag. Im vergangenen Jahr hatte Airbus dafür 105 Millionen Euro bereitgestellt, um die Herstellergarantie zu erfüllen. Für das laufende Jahr hatte der Vorstand im Sommer die Belastung mit 260 Millionen Euro beziffert.

Für den Rippentausch an den A380-Maschinen sollen mehrere Standorte im Gespräch sein - neben Dresden auch Toulouse, Frankfurt am Main, Hamburg und zwei englische Orte.

Bisher ist in Dresden nur einmal eine Maschine des Typs A380 gelandet. Im Rahmen von Flugtrainings steuerte Anfang Juni 2010 ein A380 der Lufthansa den Flughafen in Klotzsche an.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 22.11.2012

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