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Dialysezentrum des Dresdner Uniklinikums feiert 20-jähriges Bestehen und lädt zum Tag der offenen Tür

Dialysezentrum des Dresdner Uniklinikums feiert 20-jähriges Bestehen und lädt zum Tag der offenen Tür

Wenn die Nieren versagen, bleibt den Erkrankten nur eine langfristige Lösung: eine Organverpflanzung. Doch wenn man erst einmal auf der Warteliste für eine Nierentransplantation steht, dauert es im Schnitt zwischen fünf und sechs Jahre, bis die erlösende Operation durchgeführt werden kann.

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Prof. Christian Hugo (links), Leiter des Dialysezentrums am Uniklinikum, betreut den 77-jährigen Lothar Eichler.

Quelle: Christian Juppe

In dieser Zeit müssen sich Patienten einer Blutwäsche, der Hämodialyse, unterziehen.

Seit der Zusammenarbeit des Dresdner Uniklinikums und des Kuratoriums für Dialyse und Nierentransplantationen (KfH) 1994 hat sich die Zahl der Dialysebehandlungen in Dresden verzehnfacht. "Die Kooperation mit der KfH trägt an unserer Klinik entscheidend dazu bei, dass der Bedarf an lebenserhaltenden Nierenersatztherapien auf neuestem Forschungsstand in solch hohem Umfang gedeckt werden kann. Vor diesem Hintergrund freuen wir uns auf eine ebenso erfolgreiche gemeinsame Zukunft", sagt Prof. Christian Hugo, Leiter der Nephrologie der Medizinischen Klinik und Poliklinik III am Uniklinikum.Am Sonnabend jährt sich die Kooperation beider Institutionen nun zum zwanzigsten Mal.

Nierenerkrankungen werden durch Diabetes, Bluthochdruck oder Fehlbildungen begünstigt. In Deutschland leben aktuell knapp 70 000 Dialysepatienten, in Dresden etwa 500, von denen circa 125 im Dialysezentrum des Uniklinikums behandelt werden. Insgesamt werden dort jährlich 22 600 Blutwäschen vorgenommen, im Vergleich dazu waren es vor 20 Jahren lediglich 2300 Behandlungen. Dreimal in der Woche werden die Erkrankten für vier bis fünf Stunden an die Blutwäsche-Maschine gehangen. Das beste Nierenersatzverfahren sei allerdings die Transplantation, erklärt Prof. Hugo. Insgesamt werden am Dresdner Uniklinikum 70 Nierentransplantationen im Jahr verzeichnet, darunter auch Fälle, in denen Angehörige für Erkrankte auf eins ihrer gesunden Organe verzichten. Diese so genannte Lebendspende gewinnt immer mehr an Bedeutung, da die Anzahl der Menschen, die eine Niere brauchen, viermal so hoch ist wie das Angebot an Spenderorganen.

Lothar Eichler ist bereits seit 1993, also seit 21 Jahren, Dialysepatient am Uniklinikum. Im Alter von 57 Jahren wurde bei ihm eine Schrumpfniere diagnostiziert, seine Niere ist also zu klein, um selbstständig zu arbeiten. Vor seiner Erkrankung arbeitete Eichler als Hausmeister an einer Dresdner Schule, musste den Beruf jedoch aufgeben. Vor einigen Jahren hatte der heute 77-Jährige eine Spenderniere in Aussicht, doch durch eine Bauchfellentzündung wurde der Eingriff unmöglich. Der Rentner hat sich mittlerweile gegen eine Transplantation entschieden. "Ich habe mich danach nicht mehr auf die Warteliste setzen lassen und werde einfach mit der Blutwäsche weitermachen", erklärt der Patient.

Anlässlich der 20-jährigen Zusammenarbeit mit dem KfH lädt das Dialysezentrum am Uniklinikum am kommenden Sonnabend ab 9.30 Uhr zu Seminaren für Patienten und Pfleger. Erkrankte, die noch vor ihrer Dialyse stehen, sollen dabei auf die Behandlung vorbereitet werden und im besten Fall wird ihnen die Angst vor der Blutwäsche genommen. Bei mehreren Vorträgen und Fallvorstellungen können sich Patienten ein Bild von der modernen Dialyse machen. Am Nachmittag gibt es im Rahmen des Tages der offenen Tür die Möglichkeit, die Dialyse- und Ambulanzräume zu besichtigen. Abgerundet wird der Abend mit einem Grillfest.

Um eine Anmeldung für Veranstaltung wird telefonisch unter 4 58 42 33 gebeten.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 03.07.2014

Juliane Weigt

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