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Dialog und Dresdner Neujahrsputz: Widerstand gegen Pegida-Demo am Montag formiert sich

Dialog und Dresdner Neujahrsputz: Widerstand gegen Pegida-Demo am Montag formiert sich

In Dresden formiert sich erneut breiter Widerstand gegen die Pegida-Demonstrationen am Montagabend. Das Bündnis „Dresden für alle“ ruft derweil zum Dialog auf.

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Pegida-Demo in Dresden. (Archiv)

Quelle: dpa

Organisiert von "Dresden für Alle" wollen ein Vertreter des Islamischen Zentrums und Politiker von SPD, LINKE und Bündnis90/Die Grünen am Straßburger Platz nahe der Pegida-Demonstration mit Interessierten ins Gespräch kommen.

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Tausende Menschen protestierten am Montagabend erneut in Dresden: Auf der einen Seite die Islam- und Systemkritiker von "Pegida". Ihnen stellten sich tausende in den Weg, die für Toleranz und Menschlichkeit demonstrierten.

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Das Bündnis ruft zum Dialog über die „politischen Probleme in Dresden“ auf. „Wir wollen über das verloren gegangene Vertrauen reden, aber auch aufzeigen, dass Gestalten heißt, sich aktiv einzubringen. Ziel ist es, aufzuklären, Ressentiments abzubauen und zusammenzuführen, was sich zusammenführen lässt. Wir wollen ehrlich sein und die Dinge beim Namen nennen. Wir wollen damit auch etwas dagegen unternehmen, dass in der aktuellen politischen Debatte der Populismus dominiert“, heißt es bei Facebook.  „Dresden für alle“ lädt Interessierte um 17.30 Uhr an den Straßburger Platz ein.

Banda Communale und Yellow Umbrella laden zum Dresdner Neujahrsputz ein und setzen auf einen musikalischen Protest. „Werft euch in Warnwesten und packt eure Besen! Wir fegen nach der Demonstration von PEGIDA den Platz der Abschlusskundgebung“, rufen die Veranstalter bei Facebook auf. Die Veranstalter drücken ihre Besorgnis aus, dass es am Montag „nach gegenwärtigem Stand erstmals seit Wochen keinen in der bisherigen Form organisierten Protest gegen PEGIDA geben. Ein fatales Bild von Dresden! Denn diese Stadt, die 25 Jahre nach der politischen Wende selbst so viel auf ihre bürgerliche Zivilgesellschaft gibt, ist bisher nicht in der Lage, ein eindeutiges Zeichen ihres weltoffenen und menschenfreundlichen Geistes zu setzen“, heißt es.

Die Facebook-Veranstaltung, an der Stand Sonntagabend rund 1900 Menschen teilnehmen wollen, ruft dazu auf, sich gegen die antiislamischen Pegida-Thesen zu positionieren und mit Vorurteilen und Parolen aufzuräumen. „Weltoffenheit und Menschenfreundlichkeit sind unsere Zukunft!“, so die Veranstalter. Gemeinsamer Start ist um 20 Uhr am Postplatz.

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Zuvor hatten sich mehr als 9000 Teilnehmer an der Pegida-Kundgebung beteiligt.

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Indes hat die sächsische Union Vorwürfe von Grünen-Chef Cem Özdemir in der Asyldebatte zurückgewiesen. „Die beste Methode, um den extremistischen Dumpfbacken den Boden zu entziehen, auf dem sie derzeit mit den Ängsten der Menschen spielen, ist die konsequente Anwendung der Gesetze“, sagte CDU-Generalsekretär Michael Kretschmer am Sonntag der Deutschen Presse-Agentur.

„Die Grünen sollen vor ihrer eigenen Tür kehren. Mit dem proklamierten „Multikulti“ wurde lange Zeit eine echte Integration verhindert.“ Voraussetzung für die Aufnahme von Flüchtlingen und Asylsuchenden sei eine konsequente Abschiebung abgelehnter Personen, unterstrich Kretschmer. Auch hier behinderten Grünen-Politiker die Durchsetzung des Rechts. Özdemir hatte Sachsens Regierung wegen der Anti-Islam-Aufmärsche von Pegida eine verharmlosende Sprache vorgeworfen.

Die Konzentration der Bewegung in Dresden sei ein „hausgemachtes sächsisches Problem“, sagte er in einem Interview. Pegida steht für „Patriotische Europäer gegen die Islamisierung des Abendlandes“ und demonstriert seit Wochen in Dresden gegen eine angebliche Überfremdung. Laut Kretschmer arbeitet Sachsen an einem Konzept, „das für die berechtigten Schutzsuchenden eine vollständige Integration ermöglicht und zügig die Voraussetzungen schafft, dass sich die neuen Sachsen ihren Lebensunterhalt selbst erarbeiten können“. Dazu soll es passgenaue Angebote für jeden Einzelnen geben.

jv/dpa

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