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Deutschlands größte regionale Baumesse mit 600 Ausstellern in Dresden eröffnet

„Haus 2016“ im Ostragehege Deutschlands größte regionale Baumesse mit 600 Ausstellern in Dresden eröffnet

Pünktlich zum Beginn der Bausaison hat im Ostragehege Deutschlands größte regionale Baufachmesse ihre Pforten geöffnet. 600 Aussteller präsentieren auf der „Haus 2016“ im ausgebuchten Messegelände ihre Produkte und Dienstleistungen. Schwerpunktthemen sind Planen, Bauen, Sanieren und Einrichten.

Die Baufachmesse „Haus 2016“ ist bis zum 28. Februar Anlaufpunkt für alr Fragen umd Bauen , Wohnen, Renovieren, Einrichten und Sanieren.

Quelle: Anja Schneider

Dresden. Pünktlich zum Beginn der Bausaison hat im Ostragehege Deutschlands größte regionale Baufachmesse ihre Pforten geöffnet. 600 Aussteller präsentieren auf der „Haus 2016“ im ausgebuchten Messegelände ihre Produkte und Dienstleistungen. Schwerpunktthemen sind Planen, Bauen, Sanieren und Einrichten. Ganze Messebereiche widmen sich bei der mittlerweile 26. Auflage der Messe Themen wie Energie, Sicherheit, Bauen und Wohnen auf dem Lande und Smart Home (das vernetzte Haus). Aber es geht auch um aktuelle Probleme.

Der Schirmherr der Messe – Sachsens Innenminister Markus Ulbig (CDU) – ist im Kabinett nicht nur für das Thema Bauen, sondern vor allem für die Sicherheit zuständig. Beides gehöre zusammen, sagte er in seiner Eröffnungsrede und nannte schon einmal ein paar Zahlen aus der Kriminalitätsstatistik 2015 für den Freistaat, die er demnächst präsentieren wird: 4000 Wohnungseinbrüche in Sachsen bedeuten eine Steigerung um 300 (plus acht Prozent) gegenüber dem Jahr 2014. Ulbig begrüßte in diesem Zusammenhang, dass die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) seit November 2015 eine verbesserte Förderung für einbruchsichernde Maßnahmen im Programm hat. Und die lohnten sich, so der Minister, denn Studien zeigten, dass die meisten Einbrecher von ihrem Vorhaben ablassen, wenn es länger als fünf Minuten dauere, in das Gebäude einzudringen. Das Thema gehört traditionell zu den Schwerpunkten der Messe. Unter dem Motto „Sicherheit in Haus und Wohnung“ informieren Experten in Halle 2 über Möglichkeiten für Einbruchschutz, Eigentumssicherung und diesmal auch Kfz-Sicherung.

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Vom 25. bis 28. Februar präsentieren im Dresdner Ostragehege rund 600 Aussteller auf 25 000 Quadratmetern ihre Produkte und Dienstleistungen rund ums Bauen, Sanieren und Renovieren. Die „Haus“ findet bereits zum 26. Mal statt und ist inzwischen Deutschlands größte regionale Baufachmesse.

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Jürgen Felgner, Geschäftsführer einer Sicherheitstechnik-Firma verwies im Vorfeld der Messe darauf, dass es aktuell viele Anfragen zur Nachrüstung von Bestandsbauten gebe, aber nur wenige von Bauherren, die mit dem Neubau befasst sind. „Wer nachrüstet, zahlt doppelt“, warnt Felgner und rät Bauherren, Sicherheitstechnik schon bei der Planung zu berücksichtigen. Neben herkömmlichen Methoden wie der Verstärkung von Schlössern und Fensterriegeln seien Alarmanlagen inzwischen in einem Preissegment angekommen, das auch für Häuslebauer interessant ist. Und mit der wachsenden Akzeptanz für das Bezahlen per Handy rücke auch eine weitere sicherheitskritische Anwendung für das Mobiltelefon in den Fokus – schlüssellose Türöffnungssysteme, wie sie bislang allenfalls in Hotels üblich waren.

Christian Micksch, Geschäftsführer der Sächsischen Energieagentur (SAENA), spürt eine gewisse Verunsicherung bei Bauherren und Eigenheimbesitzern wegen des anhaltend niedrigen Ölpreises. Es sei aber falsch, warnt Micksch, deshalb den Übergang zu erneuerbaren Energien in Frage zu stellen und erst einmal weiter auf Öl zu setzen. Zwar gelte die Verschärfung der Energieeinsparverordnung (EnEV) seit 1. Januar 2016 erst einmal nur für Neubauten. Aber Häuser würden für 50 Jahre geplant. In diesem Zeithorizont sei der Ölpreisverfall eine temporäre Erscheinung und auch viele Bestandsbauten hätten einen geplanten Nutzungszeitraum, der das Jahr 2050 erreiche, in dem der Energiebedarf komplett über erneuerbare Energien gedeckt werden soll. „Nehmen Sie das beim Öl ungeplant gesparte Geld und investieren Sie es in eine Hybrid-Heizung“, rät er. Denn auch die Regelungen des Gesetzes zur Förderung erneuerbarer Energien im Wärmebereich (EEWärmeG) setzen Häuslebauer beim Neubau unter Druck. Da Primärenergie nur noch anteilmäßig zur Wärmeerzeugung genutzt werden darf, komme es darauf an, die jeweils geeignete Kombination von Dämmung, Gas-Brennwertkessel, Photovoltaik- oder Solarthermieanlage und Wärmepumpe zu finden. Die SAENA hat dafür ein interaktives Hausmodell entwickelt. An einer Art Puppenstube können Häuslebauer auf der Messe 270 verschiedene Szenarien durchspielen.

Micksch riet den Bauherren in seinem Grußwort zum Messestart noch, Planung, Bauausführung und Baukontrolle an voneinander unabhängige Experten zu vergeben. Das wollte Handwerkskammerpräsident Jörg Dittrich nicht so stehen lassen. Schon bei der Planung müsse das Handwerk mit eingebunden werden, forderte er. Planungs- und Ingenieurleistungen nähmen bei den Baukosten inzwischen eine Größenordnung ein, dass für die Handwerker nur noch Dumpinglöhne blieben. Und auch Planungszeiträume von 50 Jahren stellte er in Frage, mahnte mehr Flexibilität bei Nutzung und Umnutzung von Gebäuden an.

Hausbesitzer und Häuslebauer können sich bis Sonntag an den Messeständen und in Fachvorträgen selbst ein Bild machen. Mathias Wachs, der Vizepräsident des Sächsischen Baugewerbeverbandes, rät ihnen „bei der Fülle der Angebote und Lösungen, immer vom eigenen Budget aus rückwärts zu denken“, und den Ausstellern zu einer Beratung, die die individuellen Möglichkeiten des potenziellen Kunden von vornherein berücksichtigt.

Messe „Haus 2016“

Deutschlands größte regionale Baufachmesse

Ort: Messe Dresden, Ostragehege

Geöffnet: bis 28. Februar, täglich 10 bis 18 Uhr

600 Aussteller zu den Themen Planen, Bauen Sanieren, Einrichten, Förderprogramme, Energie und Sicherheit auf 25 000 Quadratmetern Ausstellungsfläche

Fachprogramm mit über 150 Vorträgen (Bauherrenberatung, Sachverständige, Energieexperten, Architekten, Ingenieure, Handwerker)

Eintritt : 10 Euro (Schüler, Studenten, Rentner 8 Euro, Kinder bis 15 Jahre frei)

www.baumesse-haus.de

Von Holger Grigutsch

Messering, Dresden 51.068788769887 13.717336228064
Messering, Dresden
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