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Deutscher Sparkassentag in Dresden beginnt: Institute sehen sich gut gerüstet

Deutscher Sparkassentag in Dresden beginnt: Institute sehen sich gut gerüstet

In finanzpolitisch durchaus unruhigen Zeiten für Europa beginnt heute in Dresden der 24. Deutsche Sparkassentag. Insgesamt 2600 Teilnehmer der Sparkassen und Landesbanken, aus Wirtschaft und Politik werden im Dresdner Congresscentrum erwartet.

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Georg Fahrenschon, Chef des Deutschen Sparkassen- und Giroverbandes, und Joachim Hoof, Vorstandsvorsitzender der Ostsächsischen Sparkasse Dresden, haben zum 24. Sparkassentag an die Elbe geladen.

Quelle: Christian Juppe

Morgen wird zum Abschluss Bundeskanzlerin Angela Merkel sprechen.

Schon gestern in einem Vorgespräch gab es von Georg Fahrenschon, Präsident des Deutschen Sparkassen- und Giroverbands (DSGV) und damit Veranstalter des Sparkassentages, Lob für die Politik der morgigen Gastrednerin. "Wir müssen der überbordenden Staatsverschuldung erfolgreich den Kampf ansagen." Man unterstütze alle europäischen Regierungen, "die jetzt entsprechende Maßnahmen

ergreifen". Ebenso gehe es darum, Wettbewerbsfähigkeit und Strukturreformen in den europäischen Ländern durchzusetzen. Die anhaltende Niedrigzinspolitik sieht er indes als Problem: Damit kaufe man sich nur Zeit - wenn dann "die Hausaufgaben nicht erledigt" würden, werde der Sparer in Mitleidenschaft gezogen.

Die Sparkassen sind aus seiner Sicht eher nicht die Verlierer dauerhafter Niedrigzinsen. "Ich sehe eher, dass die Sparer die Verlierer sind." Die Kunden würden in der Krisenbewältigung ungefragt zu einem eigenen Solidarbeitrag herangezogen. Die Sparkassen selbst kämen "aus einer Position der Stärke", sagte Fahrenschon. "Wir hatten 2012 ein phänomenales Jahr." Er verwies dabei auf die Bilanz von insgesamt 130 Milliarden Euro mehr Einlagen als Darlehensauslagen.

Allein für die Ostsächsische Sparkasse Dresden (OSD) konnte Vorstandsvorsitzender Joachim Hoof, dessen Haus den Sparkassentag in Dresden mitorganisiert, ergänzen, dass die Kundeneinlagen pro Jahr um 600 bis 800 Millionen Euro zunehmen. "Sie sehen mich sozusagen auf der Sonnenseite sitzen", sagte Hoof - was nicht zuletzt daran liege, dass Dresden "Boomtown" und der Großraum eine sehr prosperierende Region sei. In ihrer jeweiligen Region verwurzelt zu sein, darin sehen Fahrenschon und Hoof auch die wesentliche Grundlage für das Erfolgsmodell Sparkasse. Das Geld komme aus der Region und fließe zurück in die heimische Wirtschaft - "immer getragen von der Idee: Kein Cent verlässt die Region".

Fahrenschon wandte sich auch ausdrücklich gegen Meldungen, die Sparkassen wollten ihr Lebensversicherungsangebot neu ordnen. "Am Produkt LV wird nicht gebastelt", bestätigte Hoof. Das bedeute aber nicht, dass nicht auch neue Produkte auf den Markt kommen könnten. Auch über eine engere Zusammenarbeit zwischen den Sparkassenversicherungen mit dem Ziel schlankerer Strukturen werde nachzudenken sein.

Der Dresdner Sparkassentag markiert den Beginn eines "Bürgerdialogs online", den die Sparkassen auf den Weg bringen und bis Ende des Jahres bundesweit anbieten wollen. Es geht um die stärkere Positionierung der Sparkassen in sozialen Netzwerken wie Twitter und facebook. Beim Sparkassentag heute und morgen wird es erstmals eine online-Redaktion geben, Interessierte können den Kongress im Internet verfolgen und sich über eine online-Redaktion mit Fragen und Beiträgen an den Themen beteiligen.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 24.04.2013

Bernd Hempelmann

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