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Designen 2.0: Das Dresdner Label Vary.Clothing produziert sich fast ausschließlich übers Internet

Designen 2.0: Das Dresdner Label Vary.Clothing produziert sich fast ausschließlich übers Internet

"Vary" für Variieren, "Clothing" für Kleidung. Damit ist das T-Shirt nicht nur ein T-Shirt, sondern das eine bestimmte. Kleine Brusttaschen stechen heraus und setzen Akzente.

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Mit kleinen Brusttaschen macht Philip Wagenknecht aus x-beliebigen T-Shirts einen echten Hingucker.

Quelle: Martin Förster

Ansonsten sind die Kleidungsstücke farblich eher schlicht gehalten. Blaue, schwarze und weiße Modelle gibt es momentan bei Vary.Clothing zu ergattern.

Je nach Farbe variieren auch die Brusttaschenmotive. Ob wild mit Leopardenmuster oder zart geblümt - tragbar sind die Shirts für Mädels und Jungs. Genau wie die Mützen, die sich "Beanies" nennen und von der Form einer Pudelmütze ohne Bommel ähneln. Gemein ist den Teilen auch das Labelschildchen. Zu Vary.Clothing formen sich die Buchstaben auf dem weißen Untergrund.

Philip Wagenknecht ist der junge Mann, der das Label mit allem Drumherum zur Welt gebracht hat. Seit einem halben Jahr schwirrte ihm die Idee dazu im Kopf herum, bevor er sie am 8. September endgültig real werden ließ. "Aus Interesse an Kleidung und Mode habe ich das kleine Projekt umgesetzt. Also ohne dabei jemals an eine größere Gewinnaussicht zu denken", sagt Philip. Wie viele junge Designer hat auch der 23-Jährige mit T-Shirts begonnen. Zwar sei der Markt an Shirtmarken schon sehr groß und auch Taschen seien keine Seltenheit, stächen dafür aber heraus. "Die Beanies sind nur eine kleine Beilage. Gerade an Mädels gefallen die mir echt gut", verrät Philip. Als Kopf des Labels, das er momentan ganz allein betreibt, sieht Philip seine Aufgabe in der Koordination. Eine Fertigkeit zum Nähen besitze er nämlich nicht. Der erste Schritt zum eigenen Label bestand darin, eine Geldquelle zu finden. "Ich habe Mami und Papi von meiner Idee erzählt und sie wollten mich dabei unterstützen.

Einen Versuch war es wert und wenn es schief gehen sollte ist das auch nicht schlimm", erzählt Philip, der gerade eine Weiterbildung zum Fremdsprachenkorrespondenten macht. Weiter gings vor dem Computer. Shirts raussuchen, Stoffe auswählen und die Labels nähen lassen, die er zuvor entworfen hat. Sobald alles da war, hat er eine Schneiderin damit beauftragt, die Stoffe auf Mützen und Shirts zu befestigen. Der endgültige Fertigungsprozess habe dann nochmals zwei Wochen gedauert. Herausgekommen sind 50 Shirts und 30 Mützen.

Die schwarzen Mützchen seien alle schon verkauft. Vorwiegend an Mädchen aus dem Freundeskreis. Drei blaue und fünf rote Exemplare sind noch zu haben. Für Leute, die Philip nicht persönlich kennen, gibt es seit ein paar Wochen auch einen Online-Shop. "Den habe ich über Big-Cartel eingerichtet. Da kann jeder sein Zeug hochladen. Vor allem für kleine Labels und Bands ist das super", sagt Philip. Die Seite habe er dann aber individuell gestaltet. 25 Euro kostet ein T-Shirt, für zehn Euro ist die Kopfbedeckung zu haben.

Er selbst informiert sich oft und gerne auf amerikanischen Mode-Blogs über aktuelle Trends. Die Sachen, die jetzt in den USA hip sind, würden bei uns erst in zwei Jahren ankommen. So hat es Philip zum Beispiel schon mit Hawaii-Hemden erlebt. "Immer wieder habe ich meinen Kumpels gesagt: "Ey, die sind diesen Sommer voll im Trend", und immer wieder haben die darüber gelacht, bis es dann sogar bei New Yorker Hawaii-Hemden zu kaufen gab."

Ganz bald gibt es auch die nächste Kollektion. Eine etwas wärmere mit dicken Pullis. Und diesmal mit Frontprints. "Die Pullover entstehen in Zusammenarbeit mit der Corner Gang, einer Art Szenekollektiv bestehend aus Djs, Künstlern und meinem kleinen Label", erklärt Philip.

Finanzieren will er die nächsten Sachen mit den Einnahmen seiner ersten Kollektion. Und an ein paar weibliche Models habe er für die nächsten Fotos auch schon gedacht, denn: "Sex sells."

Info: varyclothing.bigcartel.com

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 19.10.2012

Laura Thiele

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