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Der kleinste Singvogel der Welt - Eine Exkursion im Flächennaturdenkmal "Olterteich"

Der kleinste Singvogel der Welt - Eine Exkursion im Flächennaturdenkmal "Olterteich"

Kaum zu glauben: Nur knapp 100 Meter von der in Höhe Wilschdorf hochfrequentierten A4 entfernt, nistet der kleinste Singvogel der Welt - ein ganze 6 Gramm wiegender Winzling, das Sommergoldhähnchen.

Wwilschdorf.

Die DNN waren mit dabei, waren Ohrenzeuge, als der kleine Kerl in den frühen Abendstunden sein Lied im Flächennaturdenkmal (FND) "Olterteich" erklingen ließ. Ihn auch zu sehen, gar zu fotografieren, das erwies sich im dichten grünen Laubwerk aber als chancenlos.

Zur Begehung des FND und seines direkten Nachbarn, des FND "Oltersteine" hatte Matthias Schrack, der Kreisnaturschutzbeauftragte, gebeten. Anlass war die örtliche Einweisung der für beide FND ab sofort ehrenamtlich tätigen Flächenbetreuerin Maria Siebecke. Ihre Aufgabe wird es sein, durch Begehung, Beobachtung und Pflege einen wirksamen Beitrag zur Erhaltung beider Flächennaturdenkmale zu leisten. Erfahrungsgemäß beugt bereits die gelegentliche Anwesenheit des Betreuers beispielsweise der wilden Entsorgung von Müll und Abfällen spürbar vor.

Die 31-jährige Mutter eines kleinen Sohnes befindet sich in einer Weiterbildung: "Ich freue mich auf diese Aufgabe, sie ist für mich auch machbar. Ich bin in zehn Minuten von Pieschen, wo wir wohnen, mit dem Bus hier. Den Kleinen nehme ich mit." Von Schrack erhält sie gezielte Hinweise. Er empfiehlt die Aufstellung einer Infor- mationstafel für Besucher an den Oltersteinen. Wer weiß schon, dass die beiden Tertiär-Quarzitblöcke ein örtlich bedeutsames geologisches Naturdenkmal sind, dass beide Blöcke als Geschiebe mit der Elster-Kaltzeit aus der Niederlausitz hierher kamen? Der Sage nach handelt es sich um Opfersteine.

Die Exkursion macht noch mehr aus Flora und Fauna im 1,6 Hektar großen FND "Olteteich" erlebbar - das Rotkehlchen, die Weidenmeise, den Grauen Schnäpper, im Teich ein Molch. Neben schützenswerten Gewächsen wie der gelbblühenden Wasserschwertlilie finden die Teilnehmer aber auch invasive, also unerwünscht eindringende Arten, wie den Staudenknöterich und die Späte Traubenkirche. Deren Zuwachs zu verhindern, das gehört ab sofort auch zu Maria Siebekes Aufgaben.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 06.07.2015

Peter Weckbrodt

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