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Der erste Stein: Vor 20 Jahren startete der Wiederaufbau der Dresdner Frauenkirche

Der erste Stein: Vor 20 Jahren startete der Wiederaufbau der Dresdner Frauenkirche

Dresden ohne Frauenkirche ist heute undenkbar. Dem Stadtbild würde der Mittelpunkt fehlen. Und was wäre aus dem Neumarkt geworden, der gern als Fassung für das Juwel Barockkirche gesehen wird? Touristen kämen sicher auch, aber längst nicht so viele.

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Die Frauenkirche in Dresden.

Quelle: Dominik Brüggemann

Das Zentrum der Versöhnung, der zentrale Ort geistlichen und musikalischen Lebens würde vielen fehlen.

Am Dienstag vor 20 Jahren begann nach dem Abschluss der archäologischen Enttrümmerung der eigentliche Wiederaufbau mit der Versetzung des ersten Steins. Eine Grundsteinlegung konnte nicht stattfinden, weil der Grundstein der George-Bähr-Kirche seit dem 26. August 1726 im Fundament des Choranbaus liegt, der dem Feuersturm als Ruine widerstanden hatte. Dieser erste verbaute, schwarz gefärbte Altstein bildet die Basis des rechten Türgewändes am Eingang A.

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Die traditionellen Christvespern locken wie hier im vergangenen Jahr stets Tausende von Menschen an.

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In einer festlichen Zeremonie wurde dahinter eine Kassette mit Tageszeitungen, Münzen, dem „Ruf aus Dresden“ und der Chronik der Enttrümmerung versenkt, begleitet von den damaligen Vertretern der Stifter: Landesbischof Volker Kreß, Ministerpräsident Kurt Biedenkopf und Oberbürgermeister Herbert Wagner (beide CDU). Zahlreiche Dresdner verfolgten am 27. Mai 1994 das Ereignis. Es war der Auftakt für das Wiedererstehen des Dresdner Wahrzeichens.

Der 27. Mai ist in der Geschichte der Frauenkirche ein besonderes Datum. Grit Jandura, Referentin für Öffentlichkeitsarbeit der „Stiftung Frauenkirche“, hat herausgefunden, dass schon Ratszimmermeister George Bähr exakt an jenem Tag des Jahres 1726 offiziell mit der Bauaufsicht und Direktion des gigantischen Bauvorhabens betraut worden ist. Am 27. Mai 1743 war das Meisterwerk dann vollendet. 250 Jahre später – am 27. Mai 1993 – konnte die Baugenehmigung für den Wiederaufbau übergeben werden und im Jahr darauf ging es am gleichen Tag tatsächlich los.

– Nach fünf Monaten Bergung, Kennzeichnung, Messung und Beschreibung der einzelnen Trümmersteine wurde in der Ruine das beschädigte Turmkreuz mit Knauf gefunden.

– Am 26. August 1996 konnte in den ehemaligen Katakomben die Unterkirche geweiht werden.

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Die aktuelle Bebauung am Dresdner Neumarkt rund um die Frauenkirche.

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– 1998 begann der Einbau des als großer Block vorhandenen Westgiebels und die letzten Trümmersteine wurden beräumt.

– Am 30. Juli 2004 fielen die letzten Außengerüste.

– Rund 45 Prozent der neuen Frauenkirche bestehen aus historischem Material; so wurden für die Außenfassade von den Außentreppen bis zur Laterne 7110 Altsteine verwendet.

– Aus 1642 Bruchstücken entstand der Altar wieder.

– Die Frauenkirche ist mit dem Turmkreuz 91,23 Meter hoch, ihre innere Kuppel wölbt sich in 24 Metern Höhe.

– Das Gotteshaus besitzt acht Glocken.

Genia Bleier

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