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Der Ingenieur 2.0 konstruiert vernetzt

TU Dresden Der Ingenieur 2.0 konstruiert vernetzt

Angehende Kältetechnik-Ingenieure der TU Dresden und der Purdue-Uni Indiana in den USA können seit kurzem gemeinsam in einer neuen Sommerschule studieren. Die Studenten lernen dabei von namhaften Kryo-Experten den neuesten technischen Stand kennen und üben transatlantische Technikentwicklung per Skype und andere Internetkanäle.

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Deutsche und US-Studenten experimentierten gemeinsam an der TU Dresden

Quelle: Christiane Thomas

Dresden. Anspruchsvolle Maschinentechnik wird heute nicht mehr vom einsamen Genie konstruiert, sondern oft von großen Entwicklungsteams, die über den ganzen Erdball hinweg per Internet kooperieren. Angehende Kältetechnik-Ingenieure aus Sachsen und den USA sollen daher schon im Studium internationale Kontakte knüpfen und sich an globale Projektarbeit gewöhnen. Um dies zu üben, haben die Technische Universität Dresden (TUD) und die Purdue University aus West Lafayette im US-Bundesstaat Indiana nun eine gemeinsame „Summer School“ (Sommerschule) eingerichtet. „Die Studenten waren hellauf begeistert“, berichtet Organisatorin Dr. Christiane Thomas von der Bitzer-Professur für Kälte-, Kryo- und Kompressorentechnik der TUD über die Premiere im Mai.

Das Prinzip in diesem „International Refrigeration and Compressor Course“: Je acht ausgewählte Studenten und Studentinnen aus Dresden und aus West Lafayette hören sich abwechselnd in Deutschland und in den USA zusammen Vorlesungen von führenden Kältetechnik-Experten an, unternehmen Experimente und Exkursionen und lösen in gemischten Arbeitsgruppen ingenieurtechnische Aufgaben. Außerhalb der gemeinsamen Präsenz-Veranstaltungen halten sie Kontakt per Skype-Videokonferenz und andere Internet-Kanäle, arbeiten so quer über den Atlantik weiter an den gemeinsamen Studienaufgaben.

„Damit lernen sie beizeiten, wie technische Entwicklungen heutzutage meist funktionieren“, erklärt Dr. Christiane Thomas. “Nämlich oft in internationalen Teams, die über die ganze Welt verstreut sind.“ Und weil die Referenten alle Vorlesungen auf Englisch halten, gewöhnen sich die Studenten auch rasch an die international üblichen Fachbegriffe.

Ihr Debüt hatte die neue Kältetechnik-Sommerschule dieser Tage in Dresden. Dafür waren acht Maschinenbau-Studentinnen und -Studenten aus den USA extra nach Deutschland gereist. Im August fliegen dann die Dresdner Master- und Diplom-Studenten in die USA, um mit ihren amerikanischen Kollegen die Projektergebnisse zu präsentieren und „Credit“-Leistungspunkte zu angeln.

Einen großen Teil der Kosten für die deutschen Teilnehmer hat die „The Schaufler Foundation übernommen. „Unsere neue Summer School soll künftig jährlich stattfinden“, kündigte Dr. Christiane Thomas an. “Die ersten fünf Jahre sind durchfinanziert.“

Seit dem Jahr 2010 leitet Prof. Ullrich Hesse die renommierten Professur für Kälte-, Kryo- und Kompressorentechnik an der TUD. Seitdem ist der Belegschaft von neun auf nun 26 Mitarbeiter gewachsen. Mehr Informationen im Netz: tinyurl.com/h4ffva7

Von Heiko Weckbrodt

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