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Der Immobilienmarkt brummt: Dresden rückt in die Riege der 14 deutschen B-Städte auf, was heißt: Alles wird noch teurer

Der Immobilienmarkt brummt: Dresden rückt in die Riege der 14 deutschen B-Städte auf, was heißt: Alles wird noch teurer

Berlin, Hamburg, München, Köln, Frankfurt/Main, Düsseldorf und Stuttgart – diese Städte liegen beim Thema Immobilienmarkt noch vor Dresden.

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4500 Euro pro Quadratmeter muss zahlen, wer im „Wasserwerk Saloppe“ wohnen will.

Quelle: Jürgen M. Schulter

Es handelt sich um die sogenannten A-Städte. Die Landeshauptstadt ist in den vergangenen Jahren zu einer B-Stadt aufgerückt. 14 davon gibt es in Deutschland, ihnen wird ein überdurchschnittliches Potenzial attestiert. Das hat der Gutachterausschuss für die Landeshauptstadt jetzt bekanntgegeben, teilte am Freitag Stadtsprecher Kai Schulz mit.

In einer B-Stadt zu wohnen ist für Mieter nicht unbedingt ein Segen, wie ein Blick auf die Preisentwicklung zeigt. Dabei muss man nicht die 500 Euro pro Quadratmeter Bauland am Weißen Hirsch zitieren, die im vergangenen Jahr beim Kauf eines Bauplatzes für ein Eigenheim gezahlt wurden. Der durchschnittliche Grundstückspreis für Geschosswohnungsbau als Wohneigentumsbau lag im vergangenen Jahr laut Schulz bei 265 Euro pro Quadratmeter. Das ist eine Preissteigerung von 43 Prozent zum Vorjahr und schlägt auch auf die Mieten durch: Auch jede Mietwohnung steht im Eigentum eines Besitzers.

Häuslebauer mussten in mittleren Lagen 160 Euro pro Quadratmeter auf den Tisch legen, das sind drei Prozent mehr als 2013. Ein Eigenheim mit 140 Quadratmetern Wohnfläche kostete im vergangenen Jahr im Neubau 435 000 Euro, was einer Steigerung von 36 Prozent entspricht. Im Weiterverkauf war ein gleichgroßes Haus älteren Baujahres für durchschnittlich 285 000 Euro zu haben. Höchster Kaufpreis für ein Häuschen waren 900 000 Euro, gezahlt für ein Bestandsgebäude mit großem Grundstück in Loschwitz.

Für eine 98 Quadratmeter große, neu gebaute Eigentumswohnung waren 2885 Euro pro Quadratmeter fällig, eine Steigerung gegenüber 2013 von acht Prozent. Sanierte Wohnungen waren den Angaben zufolge im Weiterverkauf für 1485 Euro pro Quadratmeter zu haben, was zwei Prozent mehr sind als im Vorjahr. Die Höchstpreise wurden laut den Gutachtern für Penthouse-Wohnungen in der Innenstadt mit 5000 Euro pro Quadratmeter gezahlt, nicht viel günstiger waren die Preise mit 4500 Euro am Standort „Wasserwerk Saloppe“.

B-Stadt bedeutet aber auch: Das Bauland wird knapp. Laut dem Ausschuss steht ein wachsendes Investoreninteresse einem knapper werdenden Angebot gegenüber. Ausweg: Die Investoren weichen auf bebaute Grundstücke aus und kaufen gleich Häuser, statt selbst welche zu bauen. Die meisten Grundstücke für Geschosswohnbauten gingen 2014 in Altstadt, Neustadt, Striesen sowie Friedrichstadt und Löbtau über den Ladentisch – Gebiete, in denen der Wohnungsbau gegenwärtig boomt.

Am Hochschulstandort Dresden haben laut dem Gutachterausschuss die Investoren aber auch die Zielgruppe der Studenten für sich entdeckt. Es würden ganz gezielt immer mehr Studentenwohnungen gebaut, hieß es. Kein Wunder: Mit Mama und Papa als Bürgen sind konstante Mietzahlungen garantiert.

Thomas Baumann-Hartwig

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