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Der Dresdner Zoo hilft sich selbst: Rekordjahr sichert Investition

Besucheransturm Der Dresdner Zoo hilft sich selbst: Rekordjahr sichert Investition

Der Dresdner Zoo baut bis zum Herbst 2016 sein Afrikahaus um. Die Arbeiten liegen laut Zoodirektor Karl-Heinz Ukena im Zeitplan. "Wir denken, dass wir auch den Kostenrahmen halten können", so der Direktor.

Großbaustelle: Oben in der Bildmitte ist das Ausmaß der Arbeiten am Afrikahaus deutlich zu erkennen. Die Finanzierung ist nun gesichert.

Quelle: Schulter

Dresden. 7,5 Millionen Euro wird das sanierte und umgebaute Afrikahaus kosten. Die Finanzierung war jedoch lange Zeit nicht gesichert. Die Landeshauptstadt Dresden hat im Doppelhaushalt 2015/2016 lediglich fünf Millionen Euro eingeplant. Eine weitere Million steuerte der Zoo bei, indem er im eigenen Investitionsetat umschichtete und andere Projekte verschob. Blieb aber immer noch ein Loch von 1,5 Milionen Euro, das bald geschlossen werden kann - vorausgesetzt, der Stadtrat stimmt einem aktuellen Vorschlag der Verwaltung zu.

Der Zoo hat sich gewissermaßen selbst geholfen, indem er im vergangenen Jahr ein sehr gutes Betriebsergebnis erzielt hat. Das lag an einem Besucheransturm: 887 667 Gäste konnte Ukena 2014 begrüßen, 161 036 mehr als 2013. Das bedeutete ungeplante Umsätze von 738 000 Euro durch den Kartenverkauf. Außerdem erhielt der Zoo im vergangenen Jahr aus Spenden und Erbschaften die Rekordsumme von 1,198 Millionen Euro - das sind 369 000 Euro mehr als geplant.

Die Folge: Der Zoo musste den jährlichen Zuschuss der Landeshauptstadt Dresden in Höhe von 2,295 Millionen Euro nicht vollständig in Anspruch nehmen, sondern es blieben 1,019 Millionen Euro übrig. Dieses Geld soll laut einem Vorschlag der Stadtverwaltung im Zoo bleiben und "die Finanzierungslücke erheblich verringern". Der Stadtrat soll auf seiner Sitzung am 10. Dezember entscheiden, der Zoodirektor hofft auf ein positives Votum.

Zumal mit dem zusätzlichen Geld die Gesamtinvestition immer noch nicht vollständig gedeckt ist. Ukena ist aber guter Dinge: "Wir haben jetzt November und können absehen, dass 2015 ein ähnliches tolles Jahr wird wie 2014. Wir haben zurzeit einen Lauf", freut sich der Zoodirektor. Dieser Lauf könnte dazu führen, dass der Zuschuss der Stadt auch dieses Jahr nicht komplett verbraucht werden muss und so das restliche Geld für die Finanzierung des Afrikahauses fließen kann. "Falls dann noch etwas übrig bleibt, könnten wir es als Anschubfinanzierung für das Pinguincafé nutzen, das wir neu bauen wollen", schlägt Ukena vor. Das sei aber noch Zukunftsmusik. "Für das Café steht die Finanzierung noch nicht."

Thomas Baumann-Hartwig

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