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Der Dresdner Uhrmacher Marco Heyne hat in Dubai die arabische Welt studiert

Dubai Watchweek Der Dresdner Uhrmacher Marco Heyne hat in Dubai die arabische Welt studiert

Im Fernsehsender "City 7TV" von Dubai wird er als "Master Watchmaker" vorgestellt. Der Dresdner Uhrmacher Marco Lang nahm vor wenigen Tagen an dem Höhepunkt der unabhängigen Uhrenhersteller-Szene teil - der "Dubai Watchweek".

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Dresdner Kultur im Emirat: Uhrmacher Marco Lang bei einem Vortrag auf der "Dubai Watch Week".

Quelle: PR

Dresden. Im Fernsehsender "City 7TV" von Dubai wird er als "Master Watchmaker" vorgestellt. Der Dresdner Uhrmacher Marco Lang nahm vor wenigen Tagen an dem Höhepunkt der unabhängigen Uhrenhersteller-Szene teil - der "Dubai Watchweek". "Ich habe die Angst verloren", sagt er mit Blick auf die Vorgänge in Dresden und Deutschland. Dubai sei ein Einwanderungsland, in dem Menschen verschiedenster Nationalitäten und Religionen friedlich miteinander leben würden. "Es funktioniert prächtig. Es gibt keine interkulturellen Probleme", hat Lang beobachtet.

Die Uhrenmanufaktur Lang & Heyne, 2012 Gewinner des DNN-Wirtschaftspreises, lebe von der Dresdner Geschichte, sagt der Geschäftsführer. "Diese Geschichte bringen wir in die Welt." Auf Einladung Ihrer Hoheit Sheikha Latifa Bint Mohammed Bin Rashid Al Maktoum, Mitglied der Königsfamilie, habe er in Dubai geweilt und auf der Internationalen Messe gemeinsam mit seinen Kollegen Peter Speak-Marin aus der Schweiz und Christiaan van der Klaauw aus Holland über 150 Interessenten gezeigt, wie eine Armbanduhr entsteht und warum sie so teuer ist. "Ich habe Handwerk vorgeführt." Neun Interessenten habe er pro Stunde einen Vortrag gehalten und sie dann an seiner Werkbank Platz nehmen lassen. "Sie konnten dabei sehen, wie hoch der Anteil an Handarbeit bei der Herstellung ist", erklärte Lang.

Dabei sei er mit den Bewohnern des Emirats nicht nur über edle Armbanduhren ins Gespräch gekommen, sondern auch über Politik. Dass es in Dresden eine islam- und asylfeindliche Bewegung namens Pegida gibt, habe sich noch nicht bis Dubai herumgesprochen. Die Politik von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) werde von Einwohnern sehr positiv aufgenommen. Während die Vereinigten Staaten von Amerika eher als säbelrasselnder Staat wahrgenommen würden, stünde Deutschland für Offenheit. "Wir werden als extrem reiches, fortschrittliches und soziales Land gesehen", so Lang.

Das Ansehen Deutschlands sei wichtig für ihn als Unternehmer, erklärt der Dresdner Uhrmacher. "Made in Germany hat sich auf der ganzen Welt in den Köpfen festgesetzt. Wir leben von dieser Qualitätsvorstellung." Das dürfe nicht von Volkswagen oder eben auch der Pegida-Bewegung kaputtgemacht werden. "Wir dürfen uns nicht zu viele Fehler leisten, wenn wir unseren guten Ruf bewahren wollen."

Dubai sei nicht die arabische Welt, zeige aber als Schmelztiegel, wie Internationalität funktionieren kann. "Dort gibt es keine Konflikte um Kopftücher oder Burkas. Da reden Frauen in westlicher Kleidung friedlich mit Frauen in traditionellen Gewändern", hat der Uhrmacher beobachtet. Menschen aus anderen Teilen der arabischen Welt und Europa würden gut integriert nebeneinander leben. Dubai sei eine Businesswelt, in der sich die meisten Menschen wenig Gedanken um den Fortbestand von Gesellschaft und Kultur machen würden. "Dort lebt man einfach, ohne Fragen zu stellen."

Er habe keine Berührungsängste mehr vor Menschen aus der arabischen Welt, sagt Lang, er sehe die Zuwanderung von Flüchtlingen nach Deutschland positiv. "Vielleicht werden Sachsen und Dresden dadurch in eine gewisse Internationalität hineingestoßen. Wir haben ja in Dresden noch nicht viele andere Kulturen." Er habe einige Deutsche getroffen, die in Dubai leben und von der Internationalität des Emirats profitieren würden.

Neben vielen Begegnungen mit den Einwohnern des Emirates habe die Teilnahme an der "Dubai Watch Week" sicher auch positiven Einfluss auf sein Unternehmen, glaubt der Uhrmacher. "Ich hoffe, dass wir gut angekommen sind. Gerade junges Publikum hat sich sehr interessiert gezeigt." Die Teilnahme im nächsten Jahr sei schon fest geplant, nun suche er auch einen Händler in Dubai für die edlen Uhren aus Dresden. "Bisher sind wir in dieser Region nur im Oman vertreten." Er sehe einen großen Markt mit vielen Chancen. "Das war der erste Schritt für uns. Ich denke, es war ein sehr erfolgreicher."

Thomas Baumann-Hartwig

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