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Der AIAS Dresden e.V. wirbt für Stammzellenspenden

Ehrung auf der José-Carreras-Gala Der AIAS Dresden e.V. wirbt für Stammzellenspenden

Wenn Ernst Peter Richter für den AIAS Dresden e.V. auf die Straße geht und für Stammzellenspenden wirbt, dann weiß er, wovon er redet. Denn der heute 25-Jährige war selbst an Leukämie erkrankt. Mit 17 bekam er die Diagnose, nachdem er sich schwach und müde fühlte.

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Ernst Peter Richter war selbst an Leukämie erkrankt. Jetzt setzt er sich dafür ein, dass sich mehr Studenten bei der DKMS registrieren lassen.

Quelle: Dietrich Flechtner

Dresden. Wenn Ernst Peter Richter für den AIAS Dresden e.V. auf die Straße geht und für Stammzellenspenden wirbt, dann weiß er, wovon er redet. Denn der heute 25-Jährige war selbst an Leukämie erkrankt. Mit 17 bekam er die Diagnose, nachdem er sich schwach und müde fühlte. Es folgten eineinhalb Jahre, in denen Richter nur auf Krankenhauswände blicken konnte. Zunächst auf der Kinderstation in Halle, dann während einer Reha in Kreischa.

Ernst Peter Richter hat sich aufgerappelt, sein Abitur nachgeholt und ein Studium der Psychologie an der TU Dresden begonnen. Mittlerweile gilt er als geheilt, auch wenn er noch immer Probleme beim Laufen hat. Die aggressiven Strahlen, die den Krebszellen zu Leibe gerückt sind, haben auch Nerven an seinem Fuß verletzt. Das Thema Blutkrebs lässt ihn dennoch nicht los. Er selbst benötigte keine Stammzellenspende, viele Erkrankte aber sind darauf angewiesen.

Deshalb hat der Student gemeinsam mit 14 Mitstreitern in diesem Jahr den AIAS Dresden e.V. gegründet. Das Vorbild kommt aus München, dort gibt es den Verein seit 2013. Das Ziel: Möglichst viele Studenten dazu zu bringen, sich bei der DKMS Deutsche Knochenmarkspenderdatei registrieren zu lassen. "Studenten sind die ideale Zielgruppe. Sie sind jung und alle auf einem Fleck", sagt der 25-Jährige. Aber nur ein Prozent ist registriert.

Das will der AIAS Dresden e.V. ändern, informiert deshalb regelmäßig über die Erkrankung und räumt auch mit Vorurteilen über die Stammzellenspende auf. Zum Beispiel: "Nur in 15 Prozent der Fälle wird eine Knochenmarkspende und damit eine Punktion des Beckenkamms in Narkose nötig. Die restlichen spenden Stammzellen, das dauert vier Stunden und läuft wie eine Plasmaspende ab", erklärt Richter. 150 Registrierungen in Dresden sind so schon zusammen gekommen.

Eine der Aktionen hat den Verein jetzt sogar überregional bekannt gemacht. Bei einem Straßenfest im Sommer hat der AIAS Dresden e.V. Spenden für die José-Carreras-Stiftung gesammelt und 350 Menschen auf der Straße dazu gebracht, ein Selfie gegen Blutkrebs zu machen - so viele wie kein anderer der mittlerweile zwölf AIAS-Vereine in ganz Deutschland. Der Lohn: Ernst Peter Richter und sein Team wurden zum 20. Jubiläum der José-Carreras-Gala nach Berlin eingeladen und für ihr Engagement geehrt.

Beim Informieren über das Thema Blutkrebs soll es allerdings nicht bleiben. Der AIAS Dresden e.V. plant eine Registrierungsaktion und ist deshalb bereits im Gespräch mit TU-Rektor Hans Müller-Steinhagen. Im Mai feiert die DKMS ihr 25-jähriges Bestehen. Für Ernst Peter Richter der richtige Rahmen für solch eine Aktion.

www.aias-helden.de/dresden

Christin Grödel

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