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Demo in Dresden gegen Abschiebung - rund 100 Personen protestieren am Hauptbahnhof

Demo in Dresden gegen Abschiebung - rund 100 Personen protestieren am Hauptbahnhof

Rund 100 Personen haben am Dienstagabend am Dresdener Hauptbahnhof gegen die Abschiebung einer jungen Frau aus Zittau demonstriert. Die Demo-Teilnehmer hatten sich gegen 19.30 Uhr vor dem City Center an der Bayrischen Straße versammelt, um gegen die Ausweisung der Serbin in ihr Heimatland zu protestieren.

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Per Sitzblockade wollte ein Teil der Demonstranten die Abfahrt des Busses verhindern.

Quelle: Stephan Lohse

Mit Rufen wie „kein Mensch ist illegal“ prangerten sie zudem die deutsche Asyl-Praxis an.

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Die Polizei räumte die Straße jedoch rigoros. 21 Uhr bog der Bus in Richtung Autobahn ab.

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Nach Angaben von Ali Moradi, dem Geschäftsführer des Sächsischen Flüchtlingsrates sei der Asylantrag der Frau abgelehnt worden. Daher müsse sie gemeinsam mit ihrer kleinen Tochter zurück nach Serbien. Sie sei schon einmal in Deutschland gewesen, berichtet ein Begleiter. Schon im März 2011 sei ein erster Asylantrag abgelehnt worden, nach ihrer Rückkehr vor sieben Monaten werde sie jetzt zum zweiten Mal ausgewiesen. Vor Ort wirkte die Frau, die aus der Stadt Niš stammt und nur wenig deutsch spricht, hochgradig verängstigt. Zusammen mit ihrem Kind und ihren Begleitern wartete sie still zwischen ihren Koffern auf den Reisebus.

Sie gehe nun aber freiwillig, sagte Moradi gegenüber DNN-Online. Sie wolle nach Hause, da sie in Deutschland keine Chance bekommen habe. Viele der Demonstranten zweifelten diese Freiwilligkeit jedoch an. Sie versuchten zunächst, die Bayrische Straße zu besetzen, wurden von der Polizei jedoch wieder auf den Fußweg gedrängt.

Als der mit weiteren Abgeschobenen besetzte Reisebus mit etwa 30 Minuten Verspätung eintraf, versuchten sie zunächst, die Fahrzeugtür zu blockieren, anschließend setzten sich mehrere Personen vor und hinter den Bus, um die Abfahrt zu verhindern. Es kam zu heftigen Disputen und Schubsereien zwischen Polizisten und Demo-Teilnehmern. Die Polizei räumte die Straße jedoch rigoros und setzte dabei auch Reizspray ein. Mehrere der Demonstranten wurden leicht verletzt.

Stephan Lohse

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