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Dementi und Verwirrung um eine 40000-Euro-Rechnung der DTG

Dementi und Verwirrung um eine 40000-Euro-Rechnung der DTG

Das hatten die meisten im Tourismusverband Dresden (TVD) nicht gewusst: Drei Monate nach Ende der finanziell desaströsen Zwingerfestspiele präsentierte die TVD-Veranstalterfirma Dresden Event GmbH (DEG) der TVD-Tochter Dresden Tourismus GmbH (DTG) eine Rechnung über 40 000 Euro für angebliche Werbeleistungen, wie Noch-TVD-Chef Jeffrey Pötzsch und Immer-Noch-DTG-Chef Ralph Sander in einer nicht öffentlichen Sitzung Stadträten mitteilten.

Noch im Januar hatte das Duo bestritten, dass es derartige Kostenübernahmen durch die DTG gegeben hatte. Stadträte äußerten Unverständnis für die Zahlung, die Wedel für Werbeaktivitäten im Radio, bei Fernsehgesprächen und Messe-Auftritten erhalten haben sollte (DNN berichteten am 10./11. März).

Inzwischen hat sich der Regisseur eingeschaltet und für Klarheit gesorgt. Die 40 000 Euro waren nicht für ihn allein, sondern für "Leistungen für die DTG durch Herrn Dr. Dieter Wedel, die Schauspieler der Zwingerfestspiele und das Management der DEG im Zeitraum 01.11.2009 bis 31.12.2011". Also habe er auch nicht "abgesahnt", wie Wedel über seine Anwälte beanstanden ließ. Eine vor der Öffentlichkeit lange geheim gehaltene Präsentationsfolie bestätigt Wedels Angaben: Das Geld war nicht nur für ihn gedacht. Das war - nicht nur Dieter Wedel, sondern auch der Transparenz zuliebe - an dieser Stelle zu berichtigen.

Doch hier endet die Transparenz. Der Regisseur wollte partout nicht sagen, wie hoch sein Anteil an dem 40 000-Euro-Betrag tatsächlich war und wie viel Geld auf "die Schauspieler" und "das Management der DEG" entfiel.

Halbe Transparenz ist besser als keine, möchte man meinen. Allerdings sorgt hier eine Präsentationsfolie - an sich eine transparente Sache - für mehr Fragen, als sie beantwortet. Wir stellen sie: Gibt es überhaupt einen Vertrag zu der 40 000 Euro-Rechnung? Welche Leistungen sind genau darin fixiert? Wurden sie erbracht? Und: Wieso erhält das "DEG-Management" (Chef: Sander) von der DTG (Chef: Sander) zusätzlich Geld dafür, dass es für die Zwingerfestspiele geworben hat? Gehört das nicht sowieso zu den Aufgaben von Sander? Überweist Herr Sander (auch) Herrn Sander also Extra-Geld dafür, dass er seinen Job macht? Und: Trifft es zu, dass Sander nach wie vor nicht nur für die DTG, sondern auch für die DEG ein Gehalt erhält, und zwar von der DTG und nicht vom neuen DEG-Besitzer Thomas Bohn (Saxoprint)? Und: Welcher Schauspieler hat für welchen Auftritt welche Werbegage erhalten?

Auf DNN-Nachfrage zeigten sich einige Schauspieler der Zwingerfestspiele verwirrt ob der obskuren Geschehnisse in Dresden, wollten aber auf keinen Fall in diesem Zusammenhang genannt werden. Auch die neue DTG-Mitgesellschafterin Angelika Bettenhausen will sich erst nach der vorgezogenen Neuwahl des Noch-TVD-Vorstandes um Jeffrey Pötzsch im Mai öffentlich äußern, erklärte sie gegenüber DNN. Alles neu macht der Mai, sagt man. Dann wird der Nachfolger des glücklosen Pötzsch gewählt. Eine Ablösung für DTG-Chef Sander steht indes nicht zur Debatte - noch nicht. Ralf Redemund

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 07.04.2012

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