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Das sind Dresdens spannendste Bauprojekte

Fertigstellung mehrerer Großprojekte steht bevor Das sind Dresdens spannendste Bauprojekte

In Dresden wird in diesem Jahr wieder tatkräftig gebaut. Viele mit Spannung erwartete Großprojekte werden fertiggestellt, wie das Kulturkraftwerk Mitte. Was aus den ursprünglichen Plänen von „Hafencity“ und „Marina Garden“ in der Leipziger Vorstadt wird, verhandeln Stadt und Investoren hinter verschlossenen Türen.

Imposant und spannend zugleich – das Kulturkraftwerk Mitte soll Dresdens neues Zentrum für Kunst und Schauspiel werden.

Quelle: Visualisierung: KI-Immobilien Dresden

Dresden. In Dresden wird in diesem Jahr wieder tatkräftig gebaut. Viele mit Spannung erwartete Großprojekte werden fertiggestellt, wie das Kulturkraftwerk Mitte. Die Stadt wird mit der Albertbrücke eine Elbquerung nach zweijähriger Sanierung fertigstellen und es steht die Erneuerung einer weiteren historischen Brücke in der Innenstadt an. Am Straßburger Platz entstehen ein Einkaufszentrum und ein moderner Schulcampus. Auch das Mammutprojekt der DVB, die „Stadtbahn 2020“, startet in diesem Jahr. Was aus den ursprünglichen Plänen von „Hafencity“ und „Marina Garden“ in der Leipziger Vorstadt wird, verhandeln Stadt und Investoren hinter verschlossenen Türen.

Dresdens Highlight – Das neue Kulturkraftwerk Mitte

Zweifellos ist das Kulturkraftwerk Mitte eines der spannendsten und größten Bauprojekte in der Stadt.  Während seit dem Baubeginn im April 2014 die teils beeindruckenden und denkmalgeschützten Industriebauten  saniert werden, lassen  gleichzeitig hochwertige Neubauten am Areal rund am Wettiner Platz ein neues Kulturzentrum entstehen. Mit der Staatsoperette Dresden und dem Theater Junge Generation sollen bereits Ende dieses Jahres zwei bedeutende Dresdner Kultureinrichtungen einziehen.

Das gemeinsame Projekt von Stadt, DREWAG und Kommunale Immobilien Dresden (KID) kostet insgesamt über 90 Millionen Euro. Während Fertigstellung und Bezugstermin in der Vergangenheit als sichere Sache galten, sorgen derzeit einige Ungereimtheiten für Probleme. Das Sächsische Innenministerium strich 3,2 Millionen Euro Fördermittel, wegen angeblicher Verstöße gegen das Vergaberecht (DNN berichteten).

Das fehlende Geld wird jetzt durch die Mehrerträge aus der Bettensteuer zur Verfügung gestellt. Zudem wackelt wohl möglich die gesamte Betriebserlaubnis für die Theaterneubauten. Grund sind fehlende Busparkplätze. Investor KID prüft nun die Möglichkeit, die Busse für die mobilitätseingeschränkten Besucher in der Anlieferzone der Bühnen auf der Ehrlichstraße halten und abfahren zu lassen. Der angepeilte Übergabetermin im August an die Nutzer steht aber nach wie vor. Die Einweihung ist für den 16. Dezember geplant. Dann will auch die Staatsoperette mit Vorführungen in der neuen Spielstätte beginnen.

24.000 Quadratmeter, 326 Wohnungen – Dresdens größte Baustelle „Gartenstadt Striesen“

Hier wird mächtig Wohnraum geschaffen. Die Dresdner Firma USD-Immobilien nimmt über 80 Millionen Euro in die Hand und schafft über 320 Wohnungen. 2017 soll das Areal komplett ausgebaut sein. Foto: Thomas Türpe

Hier wird mächtig Wohnraum geschaffen. Die Dresdner Firma USD-Immobilien nimmt über 80 Millionen Euro in die Hand und schafft über 320 Wohnungen. 2017 soll das Areal komplett ausgebaut sein. Foto: Thomas Türpe

Quelle:

Seit 2014 wird in Striesen auf Dresdens flächenmäßig größter Baustelle kräftig gebaut. Der Investor USD-Immobilien errichtet auf knapp 24.000 Quadratmetern 25 Häuser, in denen 326 Wohnungen entstehen. Ein Drittel davon sind bereits bezogen. Ein anderer Investor baut auf dem gleichen Areal ebenfalls sechs weitere Häuser, möchte aber unbekannt bleiben. „Wenn das Wetter mitspielt, werden Ende des dritten Quartals 2016 zwei Bauabschnitte fertig sein“, so USD-Sprecher Ulf Mehner.

Ende 2017 soll das Projekt dann gänzlich abgeschlossen sein. Insgesamt arbeiten rund 250 Bauarbeiter und Handwerker von über 40 Firmen an dem Riesenprojekt. Obwohl die Fünfgeschosser recht nah bei einander stehen, sollen Hecken und Wiesen in der „Gartenstadt Striesen“ für mehr Grün sorgen. Zudem entsteht eine riesige unterirdische Parkgarage mit knapp 300 Stellplätzen. Die USD investiert über 80 Millionen Euro in das Projekt. Neun Häuser sind schon an einen globalen Investor verkauft, welcher die Vermietung der Zwei- bis Fünf-Raum-Wohnungen mit Flächen von 65 bis 195 Quadratmetern übernimmt.

Und was wird an der Elbe? Die USD steht mit der Hafencity in den Startlöchern

So könnte das "Elbviertel" aussehen. Das geht aber nicht ohne Regine Töberich, die ihr Bauprojekt "Marina Garden" nicht verwirklichen durfte. Visualisierung: Stadt Dresden

So könnte das "Elbviertel" aussehen. Das geht aber nicht ohne Regine Töberich, die ihr Bauprojekt "Marina Garden" nicht verwirklichen durfte. Visualisierung: Stadt Dresden

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Wie es zukünftig an der Elbe in der Leipziger Vorstadt aussehen soll, ist derzeit noch unklarer als vor einigen Monaten. Hafencity und Marina Garden  galten in Vergangenheit bereits als fester Bestandteil der Planungen, jetzt werden die Karten neu gemischt. Die USD entwickelte zwar auf Grundlage des alten Masterplanes bereits ein Konzept für die Hafencity, doch muss dieses im Zuge des neuen Masterplanes in Zusammenarbeit mit dem Rathaus nun anpassen.

„Wir arbeiten gemeinsam an einem neuen Bebauungsplan. Wenn es nach uns geht, soll so schnell wie möglich mit dem Bau begonnen werden. Noch können wir der Öffentlichkeit nichts präsentieren“, erklärt USD-Sprecher Ulf Mehner. Der neue Masterplan beinhaltet Hochwasser-, Denkmal- und Artenschutz. Fakt ist, die Häuser der Hafencity müssen angehoben werden – anders als ursprünglich gedacht. Nachdem die Stadt im vergangenen Jahr den Plänen von „Marina Garden“  einen Riegel vorschob, beerdigte Investorin Regine Töberich ihr Projekt mit den Worten „Game over“. Jetzt verklagt sie die Stadt  auf drei Millionen Euro Schadenersatz.

Die Stadtplaner stellten bereits ein neues Konzept mit dem Titel „Elbviertel“ vor. Doch ohne die Zustimmung von Töberich ist das Projekt nicht realisierbar – ihr gehört ein Teil des Areals. Ob es deshalb in diesem Jahr noch zum Baustart an der Elbe kommt, ist mehr als offen.

Prager Carrée

Foto: Norbert Neumann

Quelle:

Das „Wiener Loch“ war einst Dresdens größter Schandfleck. Die Grube verschlang jahrelang Hunderttausende Euro Unterhalt, bevor im September 2014 die Bauarbeiten zum „Prager Carée“ begannen. Bis zum August sollen 241 Wohnungen und etliche Laden- und Gewerbefläche bezugsfertig sein. Um das „Wiener Loch“ in einen modernen Wohn- und Gewerbekomplex mit vielen Grünflächen zu verwandeln, investierte die Revitalis AG etwa 70 Millionen Euro.

Albertbrücke

Foto: Dietrich Flechtner

Quelle:

Seit nun knapp zwei Jahren wird die Albertbrücke von Grund auf saniert. Mit etwa 20.000 Autos, zwei Straßenbahnlinien, unzähligen Fußgängern und Radfahren, welche die Brücke täglich querten und zukünftig wieder queren sollen, gehört die Elbbrücke zu den verkehrsstärksten der Stadt. Insgesamt wird die Brücke um 3,6 Meter auf nun 22,2 Meter verbreitert, um so mehr Spielraum für Gleisbett sowie Fuß- Radwege zu bieten. Das lässt sich die Stadt etwa 30 Millionen Euro kosten. Ob die Brücke wie vom Rathaus versprochen bis Juni fertig sein wird, ist aber noch offen.

„Jüdenhof“

Foto: Archiv

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Kräftig gebaut wird nach wie vor am Neumarkt. Langsam schließen sich auch die letzten Reihen und lassen das Areal um die Frauenkirche wieder in barocken Flair erstrahlen. Die Bauarbeiten zum „Jüdenhof“ (Quartier VII) begannen nach archäologischen Grabungen im Februar 2015 durch die Kimmerle Unternehmensgruppe. „Dieses Projekt ist eine Lebensaufgabe für uns“, so beschreibt der Kimmerle-Dresden-Chef, Michael Kimmerle, das 30-Millionen Projekt. Ende diesen Jahres sollen die Baugerüste fallen und das Objekt fertig gestellt sein. Die Dresdner Firma USD-Immobilien plant derzeit den Neubau des Quartier VI nebenan.

Einkaufszentrum am Straßburger Platz

Foto: Dietrich Flechtner

Quelle:

In den letzten Monaten ist gegenüber der gläsernen Manufaktur ein beeindruckendes Einkaufszentrum entstanden. Die Rohbauarbeiten sind abgeschlossen, derzeit wird der Innenbereich hergerichtet. „Nach aktuellem Stand können die Läden im Mai eröffnen“, erklärt Markus Engelmann, Vorstand der zuständigen Dietz AG. Der größte Teil der Ladenflächen sind bereits an Händler wie Rewe, Deichmann, Alnatura, Fleischerei Richter oder Mäc Geiz vermietet. Auch Ärzte und Firmen sollen in das Zentrum einziehen. Zudem bietet das neu errichtete Parkhaus 293 Stellplätze auf zwei Etagen. Die Dietz AG investierte etwa 25 Millionen Euro in das Projekt.

Neuer Campus am Straßburger Platz

Visualisierung: IPROconsult GmbH

Quelle:

Die letzte Lücke am Straßburger Platz schließt ein neuer Bildungskomplex. Am 9. März begannen die offiziellen Bauarbeiten. In den 20 Millionen Euro teuren Campus sollen bereits ab August des kommenden Jahres die Schüler der Akademie für Wirtschaft und Verwaltung, der Akademie für Berufliche Bildung und der Fachhochschule Dresden einziehen. Auf insgesamt 12.000 Quadratmetern werden dutzende Hörsaale, eine Mensa, eine Bibliothek und sogar ein hauseigenes Fitness-Studio entstehen.

Augustusbrücke

Foto: Dietrich Flechtner

Quelle:

Nach der Albertbrücke soll nun auch die Augustusbrücke fit für die nächsten Jahrzehnte gemacht werden. Losgebaut wird im Herbst dieses Jahres. Nach Abschluss der umfangreichen Sanierung soll die Brücke aussehen wie nach dem Neubau 1910. Das wird die Stadt etwa 25 Millionen Euro kosten. Die Straßenbahn wird mindestens ein Jahr nicht fahren können, weil ein Brückenbogen auf der Altstadtseite abgebrochen werden muss. Für Autofahrer wird nach der Sanierung kein Weg mehr über die Augustusbrücke führen. Zusätzlich entschied der Stadtrat in seiner letzten Sitzung die Sanierung der Neustädter Brückenrampe. Der Neustädter Ortsbeirat fordert zudem eine barrierefreie und radfahrerfreundliche Anbindung der östlichen Brückenauffahrt.

Platz vor dem „Kulti“

Visualisierung: KI-Dresden

Quelle:

Die Landeshauptstadt wird im nächsten Jahr einen historischen Platz mehr zu bieten haben. Nachdem die Sanierung des Kulturpalastes weiter voranschreitet, soll nämlich auch der Platz vor dem „Kulti“ nach altem Vorbild erneuert werden. Ab September will die Stadt wie einst 1969 Brunnen und Fahnenmasten errichten. Ebenso wird der Platz wie früher in schwarz, grau und rot gepflastert werden. Das fordert die Stadtkasse mit insgesamt 3,6 Millionen Euro. Die Sanierungsarbeiten des Platzes sollen bis Ende des Frühjahres 2017 abgeschlossen ein. Das teilte Stefan Szuggatt, Leiter des Stadtplanungsamtes, mit.

„Stadtbahn 2020“

Visualisierung: DVB

Quelle:

Im ersten Abschnitt des Zukunftsprojektes „Stadtbahn 2020“ wollen die DVB die hochfrequentierte Busstrecke zwischen Löbtau und Strehlen in eine effizientere Straßenbahnstrecke umwandeln. Dazu soll zunächst der Haltepunkt Tharandter Straße zu einem modernen und PKW-freien Knotenpunkt ausgebaut werden. Die Arbeiten dazu beginnen Ende des Jahres. In drei weiteren Abschnitten werden unter anderem Nossener Brücke, Zellescher Weg und Oskarstraße ausgebaut. Eine neue Linie 14 soll die Buslinie 61 vollständig ersetzen. Die vier Abschnitte sollen 200 Millionen Euro kosten.

DNN

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