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Das erste Wächterhaus in Dresden eröffnet am Emerich-Ambros-Ufer und bietet Platz für verschiedene Projekte

Das erste Wächterhaus in Dresden eröffnet am Emerich-Ambros-Ufer und bietet Platz für verschiedene Projekte

Dresden hat sein erstes Wächterhaus. Auch wenn der Name eher einen militärischen Hintergrund vermuten lässt: Das Gebäude am Emerich-Ambros-Ufer 42 ist ein Paradebeispiel dafür, wie man dem zunehmenden Mangel an Räumen für Künstler, Initiativen und Vereine in Dresden begegnen könnte.

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Eric Plöthner (26) und Alexander Heber (29) vom HausHalten e.V. stehen vor dem neuen Wächterhaus.

Quelle: Hauke Heuer

Der HausHalten Dresden e.V. hat sich mit dem Eigentümer des heruntergekommenen Gebäudes geeinigt und bewirtschaftet das Haus und den Garten für die kommenden vier Jahre. Der Besitzer bekommt vom Verein die Nebenkosten, wie Heizkosten, Grundsteuer und Versicherungsabgaben, erstattet. Dafür können alle Interessenten, sofern sie ein Konzept vorweisen können, zum Preis von rund zwei Euro pro Quadratmeter einen Raum zur Zwischennutzung anmieten.

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Dresden bekommt sein erstes Wächterhaus am Emerich-Ambros-Ufer.

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Seit 2009 sind die Mitglieder des Vereins auf der Suche. Nun haben sie ein passendes Objekt gefunden. „Wir hatten viel Pech“, erinnert sich Manuela Jacobs (32) an die Raumsuche. Ein erster Interessent sprang ab, da er das Gebäude wegen hoher Verluste während der Finanzkrise verkaufen musste. Für ein anderes potenzielles Wächterhaus im Erzgebirge fehlten schlicht die Interessenten, die es braucht, um ein derartiges Projekt mit Leben zu füllen. „Auch wenn noch viel Arbeit vor uns liegt, dieses Objekt ist ideal für unsere Zwecke“, sagt Alexander Heber (29) vom Haushalten e.V. und bedankt sich beim Stadtplanungsamt, das erst den Kontakt zu dem Hausbesitzer hergestellt hat.

Der Schriftsteller und Fotograf Karol Kosmonaut (36) ist einer von vielen, die in den kommenden Woche im neuen Wächterhaus Quartier beziehen. Der selbst ernannte „Kunstsoldat“ sieht großes Potenzial in dem Projekt. „Nachdem in der jüngeren Vergangenheit die „Koje“ in Pieschen und das Proberaumhaus am Gasometer schließen mussten gibt es immer weniger Räumlichkeiten außerhalb des normales Wohnungsmarktes, die noch bezahlbar sind. Das Konzept des Wächterhauses könnte dieses Problem lösen und sorgt gleichzeitig dafür, dass sich in weniger attraktiven Stadtteilen die Lebensqualität und das kulturelle Angebot erhöht“, sagt der Künstler und hofft, dass sich, wie in vielen anderen Städten, noch mehr Objekte finden.

Hauke Heuer

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