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Das Zschonergrundbad öffnet Ende Mai nach 27 Jahren wieder seine Pforten

Das Zschonergrundbad öffnet Ende Mai nach 27 Jahren wieder seine Pforten

Es war ein langer, steiniger und sehr beschwerlicher Weg: Doch mit viel Geduld und Engagement hat es der Verein NaturKulturBad Zschonergrund geschafft: Denn ab 31. Mai können nach 27 Jahren der Stille wieder Kinder, Eltern und Großeltern in dem Freibad schwimmen, toben und entspannen.

Doch ganz so still war es in dem Bad an der Merbitzer Straße natürlich nie. Im Jahre 1927 eröffnet, musste es 1988 auf Grund von baulichen Mängeln schließen. Als bekannt wurde, dass wegen fehlender finanzieller Mittel das Freibad als solches vom Flächennutzungsplan gestrichen werden sollte, protestierte die Interessengemeinschaft Briesnitz und initiierte eine große Unterschriftenkampagne. Die dabei gesammelten 5000 Stimmen brachten das Bad wieder zurück auf den Flächennutzungsplan. Mit dem Ziel, ihm neues Leben einzuhauchen, gründeten engagierte Bürger 1996 zudem den Luftbad Zschonergrund e.V. (jetzt NaturKulturBad Zschonergrund e.V.). Nur drei Jahre später konnte der Verein mit der Stadt Dresden einen Erbpachtvertrag aushandeln. Doch mit finanzieller Unterstützung seitens der Stadt konnten die Naturbadfreunde nicht rechnen.

Aber immerhin: Über Spenden war es zumindest bis 2005 möglich, erste Arbeiten an dem Grundstück vorzunehmen. Doch dann war das Geld alle und der Verein stand erneut vor einem finanziellen Dilemma. "Schließlich trafen wir Ludwig Güttler, der uns erzählte, wie er den Wiederaufbau der Frauenkirche stemmte", erinnert sich der derzeitige Vereinsvorsitzende Jürgen von Pistor. Also begann der Verein jedes Jahr ein Benefizkonzert zu organisieren. Zu den prominenten Gästen gehörten neben Ludwig Güttler, der das erste Konzert bestritt, unter anderem Olaf Böhme, Olaf Schubert, die Blue Wonder Jazzband und Gunter Emmerlich.

Ein absolutes Glücksjahr hatte der Verein 2009. Damals konnten die engagierten Bürger den Bauantrag bei der Stadt Dresden einreichen und erhielten gleichzeitig einen völlig unerwarteten Geldsegen: "Ein Anwohner, Christoph Brückner, starb in diesem Jahr. Allerdings hatte er keine Erben und vermachte unserem Verein stolze 167 000 Euro", berichtet von Pistor. Außerdem ließ sich wenig später auch der Dresdner Stadtrat von dem Vorhaben der Zschoneraner begeistern und stellte dem Verein sowohl 2013 als auch 2014 jeweils 130 000 Euro zur Verfügung. Damit konnte das Team um Jürgen von Pistor endlich die letzten Arbeiten fertigstellen.

Nun wartet ab dem 31. Mai ein völlig saniertes Freiluftbad auf zahlreiche Besucher. Ihnen stehen 750 Quadratmeter Wasserfläche, Liegeflächen und ein Spielplatz zur Verfügung. Als Betreiber wird künftig die Lebenshilfe Dresden agieren. "Aber auch wir als Verein werden das Bad unterstützen. Traditionsreiche Veranstaltungen wie das Osterfeuer oder auch die Benefizveranstaltungen werden weiterhin stattfinden", so der Vereinsvorsitzende.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 07.05.2015

Nadine Steinmann

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