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Das Welterbebüro in Dresden koordiniert sachsenweit Projekte

Geburtshelfer fürs Weltkulturerbe Das Welterbebüro in Dresden koordiniert sachsenweit Projekte

„Wir müssen uns endlich vom Welterbetrauma erholen und das Thema in der Region wieder positiv besetzen“, fordert der sächsische Innenminister Markus Ulbig (CDU) auf seinem Ortsbesuch im Welterbebüro in Hellerau.

Das Innenministerium stellte im Dezember 2015 Mittel bereit, damit im Westflügel des Festspielhauses in der Karl-Liebknecht-Straße 56 eine bundesweit einmalige Koordinierungsstelle für alle Unesco-Bewerbungen des Freistaats um den begehrten Titel des Weltkulturerbes eingerichtet werden konnte.

Quelle: dpa

Dresden. „Wir müssen uns endlich vom Welterbetrauma erholen und das Thema in der Region wieder positiv besetzen“, fordert der sächsische Innenminister Markus Ulbig (CDU) auf seinem Ortsbesuch im Welterbebüro in Hellerau. „Wir können hoffentlich bald Erfolge vorweisen, denn Sachsen hat das Potenzial dafür!“

Das Innenministerium stellte im Dezember 2015 Mittel bereit, damit im Westflügel des Festspielhauses in der Karl-Liebknecht-Straße 56 eine bundesweit einmalige Koordinierungsstelle für alle Unesco-Bewerbungen des Freistaats um den begehrten Titel des Weltkulturerbes eingerichtet werden konnte.

Nachdem das Elbtal durch den Bau der Waldschlösschenbrücke seinen Status im Jahr 2009 verlor, konnte Sachsen nur noch ein Weltkulturerbe vorweisen: den Fürst-Pückler-Park in Bad Muskau. Das grenzüberschreitende Projekt unter polnischer Federführung wurde 2004 in die Weltkulturerbeliste aufgenommen.

Mittlerweile sammelte das Team um den Industriearchäologen, Professor Helmuth Albrecht, erste Erfahrungen. Dabei setzen sie auf Kooperation: Gemeinsam mit Tschechien bewirbt sich der Freistaat mit dem Projekt „Montane Kulturlandschaft Erzgebirge/Krušnohoří“. Nach einer ersten Prüfung und kleineren Überarbeitung des Antrags steht einer zweiten Bewerbung im Februar 2017 nichts im Weg. Auch bundesweit kooperiert das Büro mit Bayern, Sachsen-Anhalt und Thüringen mit einem Projekt zum Wirken Martin Luthers. Das Schloss Hartenfels in Torgau ist dabei der sächsische Beitrag.

Von der Expertise und den guten Kontakten zur Unesco profitieren die Weltkulturerbe-Kandidaten aus Dresden und Görlitz. Die Projekte „Görlitzer Hallenhäuser an der via regia“ und „Hellerau – Laboratorium einer neuen Menschheit“ werden gerade wissenschaftlich betreut, um die Anträge auf eine fundierte Basis zu stellen. „Der Gartenstadt wurde vom Unesco-Fachrat das Potenzial zum Welterbe bescheinigt. Wir peilen den September oder Oktober an, um in einer großen Veranstaltung die Weichen für die Bewerbung zu stellen“, beschreibt Albrecht die Pläne des Welterbebüros.

„Wenn man sich seiner tatsächlichen Tradition bewusst wird, erkennt man, das Sachsen nicht am Rande Deutschlands, sondern im Herzen Europas liegt“, beschreibt Ulbig die Bedeutung des Projekts. „Nur mit diesen lokalen Bezügen können wir der momentanen Unkultur und dem Unwissen entgegentreten!“

Paul-Felix Michaelis

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