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Das Dresdner Pharmaunternehmen Apogepha lud zum Rundgang

Blick ins Labor und Verluste vor Augen Das Dresdner Pharmaunternehmen Apogepha lud zum Rundgang

Am Mittwoch besuchte die Sächsische Sozialministerin Barbara Klepsch (CDU) das Dresdner Pharmaunternehmen Apogepha. "Ich wollte schon immer Einblick hinter die Kulissen der Arzneimittelherstellung gewinnen", erklärte die Ministerin.

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Geschäftsführer Markus Bauer (l.) und Eigentümerin Henriette Starke (r.) erklären Sozialministerin Barbara Klepsch (Mitte) die Herstellung von Mictonorm.

Quelle: D. Flechtner

Dresden. Am Mittwoch besuchte die Sächsische Sozialministerin Barbara Klepsch (CDU) das Dresdner Pharmaunternehmen Apogepha. "Ich wollte schon immer Einblick hinter die Kulissen der Arzneimittelherstellung gewinnen", erklärte die Ministerin. Die Apogepha wurde 1882 in Dresden gegründet und wird bis heute als Familienunternehmen geführt. Dem Hauptsitz auf der Kyffhäuserstraße folgte 1996 ein großer Produktionsstandort auf der Dohnaer Straße in Lockwitz.

"Wir beschäftigen derzeit knapp über 200 Mitarbeiter an beiden Standorten. Die Produktion befindet sich mittlerweile komplett in Lockwitz", erklärt Geschäftsführer Markus Bauer. Auch in Sachen Ausbildung bietet der Betrieb gute Perspektiven. "Wir haben insgesamt 14 Lehrstellen, vom Pharmakologen über Lagerlogistik, bis hin zu kaufmännischen Ausbildungen. In der Regel versuchen wir auch die Auszubildenden zu übernehmen", sagt Bauer.

In einem einstündigen Rundgang zeigte Produktionsleiterin Barbara Faustmann der Ministerin alle Abläufe vom Wareneingang über das Mischen von Zutaten bis hin zur Herstellung der Pillen. Die Apogepha ist auf den urologischen Bereich spezialisiert. Das Spitzenprodukt des Pharmaunternehmens ist Mictonorm und wird zur Behandlung von Blasenschwäche eingesetzt. Die Firma ist zwar wirtschaftlich gut aufgestellt, kämpft aber derzeit mit vielen politischen Hürden. So ist beispielsweise das Patent von Mictonorm 2004 ausgelaufen. "Seit 2010 gibt es binärische Konkurrenzprodukte auf dem Markt", erklärt Henriette Starke. Sie ist Teil der neunköpfigen Eigentümerfamilie und Geschäftsführerin der übergeordneten Gesellschaft. Um weiter konkurrenzfähig zu bleiben, entwickelte das Unternehmen das Nachfolgeprodukt Mictonorm Uno, welches sich durch eine bessere Dosierung des Wirkstoffes und weniger Nebenwirkungen auszeichnet.

Doch durch die gedeckelten Preise der Krankenkassen ist der Gewinn beim neuen Produkt sogar noch niedriger als beim alten. Machte die Apogepha 2014 noch rund 36 Millionen Euro Umsatz, rechnet man für 2015 mit einem Umsatzverlust im Millionenbereich. "Immerhin hat die Entwicklung über 20 Millionen Euro gekostet", erklärt Entwicklungsleiter Dirk Pamperin.

Auch die schrittweise Weiterentwicklung von bestehenden Medikamenten werde laut Starke vom Staat nur unzureichend gefördert und belaste vor allem mittelständische Unternehmen wie die Apogepha. "Wir können uns es nicht leisten, ständig neue Wirkstoffe zu entwickeln. Nur einer von 10 000 wird letztendlich zugelassen. Deshalb entwickeln wir unsere bestehenden Produkte weiter", erklärt Starke.

Sebastian Burkhardt

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