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DRK in Dresden öffnet Kita mit einzigartigen Konzept - Richtfest in der Johannstadt nächste Woche

DRK in Dresden öffnet Kita mit einzigartigen Konzept - Richtfest in der Johannstadt nächste Woche

DNN: Herr Köhler, das DRK feiert nächste Woche Richtfest für eine neue Kita.Peter Köhler: Die Kita wird direkt in den Garten des Pflege- und Seniorenheims "Clara Zetkin" in der Johannstadt gebaut.

DNN: Herr Köhler, das DRK feiert nächste Woche Richtfest für eine neue Kita. Was ist an ihr besonders?

Peter Köhler: Die Kita wird direkt in den Garten des Pflege- und Seniorenheims "Clara Zetkin" in der Johannstadt gebaut. Wir verfolgen damit den Ansatz eines Mehrgenerationenhauses. Die neue Kita bringt Leben und weckt Interesse bei den älteren Menschen. Umgekehrt können auch die Kinder von den Senioren profitieren, die meist viel Zeit mitbringen und gern erzählen. Bislang ging die Kooperation zwischen Kitas und Altenheimen nie über Geburtstagsständchen hinaus. Das möchten wir ändern.

Sie sind sicher, dass dies funktioniert?

Peter Köhler: Ja. Für Dresden ist das Konzept einzigartig, in Riesa wurde es jedoch schon erprobt. Dort gibt es keine Schwierigkeiten. Natürlich wird es spannend, wie das Miteinander im Alltag gelebt wird, wir dürfen niemanden überfordern. Doch es könnte eine ganz tolle Sache werden, die Senioren jedenfalls freuen sich schon.

Lars Rohwer: Wir möchten das Pflegeheim anders erlebbar machen und erhoffen uns einen positiven Austausch zwischen beiden Seiten. Bei den Senioren werden Erinnerungen aktiviert, die Kleinen können sich über interessante Gesellschaft freuen.

Wie viele Kita-Plätze entstehen?

Peter Köhler: Insgesamt bieten wir 110 Kindergarten- und 32 Kinderkrippenplätze. Die Anmeldung dafür erfolgt über das E-Kita-System der Stadt. Eröffnet wird die neue Einrichtung mit zwei Etagen im nächsten Frühjahr. Der Neubau kostet 2,4 Millionen Euro. Vergangenes Jahr haben wir in der Marienallee 112 mit 310 Plätzen die größte Kita Sachsens eröffnet. Wir setzen auf unsere Erfahrung.

Lars Rohwer: Unser Konzept ist auch die Spezialisierung und indivi- duelle Förderung. Unsere pädagogischen Fachkräfte sind absolut fähige Personen. Diese Stärke wollen wir ausspielen.

Im Rettungswesen sind Sie indes nicht mehr stark. Sie betreiben den Rettungsdienst in Radeberg, den Dienst in Dresden haben Sie 2010 verloren.

Peter Köhler: Wir werden uns in diesem Jahr wieder für den Rettungsdienst in Dresden bewerben. Doch eines steht fest: Mit uns gibt es keinen Billig-Rettungsdienst. Wir sind tarifgebunden und bleiben es. Das Rettungsdienst-Unternehmen, welche die Dresdner Wachen heute betreibt, hatte die Ausschreibung damals über den niedrigen Preis gewonnen.

Lars Rohwer: In vielen Bereichen hat das Deutsche Rote Kreuz Standards gesetzt. Wir werden von dieser Qualität nicht abweichen.

Im 19. Jahrhundert war die Gründung der Hilfsorganisation legendär, heute gibt es viele Player auf dem "Markt". Wie wollen Sie sich behaupten?

Lars Rohwer: Ich spreche nicht so gern von behaupten. Das Deutsche Rote Kreuz ist die nationale Hilfsgemeinschaft. Wir sind unparteilich, neutral, unabhängig, auch von Religionen. Daneben gibt es die Johanniter und die Malteser als kirchliche Organisationen, die Arbeiterwohlfahrt, die Volkssolidarität und viele andere. Jeder hat seinen Bereich, wo er besonders aktiv ist. Wir arbeiten mit den Menschen zusammen, nicht gegen sie.

Wie sieht ihr Konzept für die Zukunft aus?

Peter Köhler: Unser Schwerpunkt wird weiter im Bereich der Kitas liegen, ebenso wie die Altenpflege eine der Hauptaufgabe bleibt. Diese wird in Zukunft jedoch eine große Herausforderung. Es muss Verbesserungen in der Pflege geben, sowohl für die Pflegekräfte als auch für den Arbeitsbereich. Zudem brauchen wir weitere ehrenamtliche Helfer, ohne sie wird die Pflege in Zukunft nicht zu bewältigen sein.

Lars Rohwer: Stationäre und ambulante Pflege sollten wieder gleichberechtigt nebeneinander betrachtet werden. Wir sagen zu schnell ambulant vor stationär. Es gibt leider auch Beispiele, bei denen Menschen zu spät in die stationäre Pflege gehen. Dann gehen sie wie ein Pflanze in kürzester Zeit ein, weil ihnen die Eingewöhnungszeit fehlt. Pflege ist immer eine individuelle Entscheidung, sie gehorcht keinen pauschalen Einordnungen.

Peter Köhler: Derzeit arbeiten etwa 90 Ehrenamtliche als Alltagsbegleiter für die Seniorenhilfe. Alle Menschen - besonders junge Rentner -, die uns in der Seniorenbetreuung helfen wollen, sind herzlich willkommen.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 08.05.2014

Katrin Tominski

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