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DRK fragt und antwortet zur Zeltstadt - Verantwortliche fürchten „ständige Medienkarawane“

DRK fragt und antwortet zur Zeltstadt - Verantwortliche fürchten „ständige Medienkarawane“

Das DRK geht in die Offensive. Auf seiner Website hat der DRK-Landesverband Sachsen Erklärungen zum Asylprozedere und dem Leben in der Zeltstadt an der Bremer Straße veröffentlicht.

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Quelle: DRK Landesverband Sachsen e.V.

Es handelt sich um gefilterte Informationen, keine unabhängig geprüften Details aus dem Leben auf dem Gelände in der Friedrichstadt. Auch Fotos veröffentlichte das DRK. Sie zeigen Details aus der Zeltstadt, zumeist ohne dass darauf auch Flüchtlinge zu sehen sind.

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Einblicke in das Leben in der Zeltstadt in der Dresdner Friedrichstadt

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Es solle vermieden werden, dass „eine ständige Medienkarawane fotografierend, filmend und auf der Suche nach Interviewpartnern durch die Einrichtung zieht“, erklärt DRK-Pressereferent Torsten Wieland, weshalb Medien seit der Eröffnung der Zeltstadt im Juli bisher nur drei Mal auf das Gelände durften. Außerdem sei die Zeltstadt zur Zeit der einzige Rückzugsraum der Asylbewerber „nach oft langer und beschwerlicher Reise“. So bleibt es seit Tagen bei den vom DRK und der Landesdirektion Sachsen (LDS) gefilterten Infos über die Zeltstadt. Wie der stellvertretende LDS-Sprecher Ingolf Ulrich auf DNN-Anfrage berichtete, bereitet der Regen der vergangenen Tage dort keine Probleme. Das Wasser versickere im aufgeschütteten Boden, sagte Ulrich.

An heißen Tagen böten die speziell für solche Temperaturen konzipierten Unterkunftszelte Schutz vor der Sonne, erklärt Torsten Wieland. „Durch die zwei Giebeleingänge können die Zelte effektiv durchlüftet werden.“ Außerdem gebe es für alle Menschen in der Zeltstadt so viel Wasser, wie sie trinken möchten und gegenüber auf dem ehemaligen Friedhof einen schattigen Rückzugsort.

Laut dem DRK-Landesverband stammen die Flüchtlinge in der Zeltstadt aus mehr als 20 Nationen. An der Spitze der Statistik stehen Syrer, gefolgt von Menschen aus Afghanistan, Albanien, Pakistan und dem Irak. „Es wird versucht, einen Großteil der Frauen und Kinder direkt in feste Unterkünfte zu bringen bzw. schnell in diese weiterzuvermitteln“, so Wieland.

Aus dem Lager an der Bremer Straße soll jüngsten Plänen zufolge ein Containerstandort werden. Möglich sei auch dass dort das so genannte IKEA-Haus genutzt wird (DNN berichteten).

Parallel zu solchen Überlegungen wurde die medizinische Versorgung verbessert, die mehrfach Anlass für harsche Kritik war. Wieland räumt ein, dass in der Zeltstadt drei Verdachtsfälle auf TBC registriert wurden, 20 Krätze-Fälle und zehn Durchfallerkrankungen. Keiner der TBC-Fälle hat sich bestätigt.

Christoph Springer

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