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DNN-Wirtschaftspreis: Das Dresdner Unternehmen Eberhard Rink profiliert sich als Dienstleister mit 24-Stunden-Service

DNN-Wirtschaftspreis: Das Dresdner Unternehmen Eberhard Rink profiliert sich als Dienstleister mit 24-Stunden-Service

Preisverdächtiges Handwerk? Das klingt wie ein Slogan aus der Werbung. Zumal dann, wenn sich eine Firma so bodenständig klingenden Geschäften widmet wie dem Einbau und der Wartung von Heizungs-, Sanitär-, Elektro- und Klimatechnik.

Dresden.

Schließlich hat sich doch wohl seit Erfindung des Handwerks an den Grundprämissen "Qualität und Service" nichts geändert...

Die Firma Eberhard Rink hat ein paar Joker im Ärmel, die das Hinsehen lohnen. Sie ist als Traditionsunternehmen seit 1977 in Dresden am Markt, ist auf ihrem Sektor zu einem der großen Arbeitgeber gewachsen, pflegt ein sehr transparentes und modernes Kundenmanagement, hat sinnvoll in eine neue Markenstrategie investiert und: Sie bietet, was wenige schaffen: einen 24-Stunden-Service.

Dass nach dem plötzlichen Tod des Firmengründers im Jahr 2011 inzwischen 74 Mitarbeiter einen sicheren Job haben, verdanken sie auch dem schlagkräftigen Duo, das der weitsichtige Eberhard Rink schon zu Lebzeiten per Testament für die Spitze seines Unternehmens vorgesehen hatte. "Wir wissen, was wir wollen und was wir tun", sagt die kaufmännische Chefin Sylvia Börner, die gemeinsam mit Mirko Leubert das Erbe angetreten hat.

Beide sind seit 1996 im Betrieb, haben hier gelernt, sind aufgestiegen. "Er war früher die rechte Hand vom Chef, ich die linke. Wir kannten das Unternehmen aus dem Effeff", erzählt Sylvia Börner. Trotzdem war es ein Sprung ins kalte Wasser, von heute auf morgen die Fäden in die Hand zu nehmen und alles am Laufen zu halten. "Wenn wir mal nicht wissen, wo uns der Kopf steht, denken wir an den Dezember 2011 und wissen: schlimmer als damals kann es nicht kommen. Wir können alles schaffen."

Und so halten es die beiden noch heute: Mirko Leubert managt die technische Seite der Geschäfte, sie Personal und Finanzen. Entscheidungen treffen sie gemeinsam.

Eberhard Rink würde gefallen, was er heute an Ergebnissen zu sehen bekäme. Denn seine Erben kümmern sich nicht nur bestens ums Gewerbe, dessen Umsatz inzwischen stabil bei gut fünf Millionen Euro liegt. Sie denken auch an ihre Mitarbeiter. "Jeden Montag gibt's eine Obsttüte für die Handwerker oder einen Obstkorb für die Kollegen im Büro", sagt Sylvia Börner. Einmal im Vierteljahr hat jeder Anspruch auf eine Massage. Die Firma Rink bezuschusst die betriebliche Altersvorsorge, denkt an Geburtstage, Jubiläen, Nachwuchs. "Vertrauen ist wichtig", fasst Sylvia Börner zusammen. Das heiße eben auch, sich umeinander zu kümmern und das Unternehmen voranzubringen - ganz im Sinne des Firmengründers.

Der hatte nämlich nach einer USA-Reise mit seiner Frau Dagmar die Weichen gestellt für jenen umfassenden Service, der heute in und um Dresden schwer zu toppen ist. "Der Service - das ist die Zukunft", hatte er damals gesagt und begonnen, die Geschäfte mehr und mehr wegzulenken von großen Bauvorhaben (damals 80 Prozent aller Aufträge) hin zu breiter gefächerten Aufträgen. "Wir haben lieber zehn kleinere Kunden als nur einen großen", sagt Sylvia Börner mit Blick auf die alte Marktregel: Wer zu sehr auf Großkunden baut, geht im Zweifel mit ihnen unter.

Der Umfang, in dem die Firma Rink ihren 24-Stunden-Service anbietet, könne fast als Alleinstellungsmerkmal durchgehen, erklärt die Co-Chefin, "es fahren nicht viele Firmen Weihnachten draußen rum, um Heizungen zu reparieren".

Genau dieser Rund-um-Service sei es, der das Unternehmen besonders attraktiv mache. Und natürlich - "hoffentlich immer aufs Neue" - auch die Qualität. "Wir wollen, dass sich die Kunden noch drei Jahre nach unserem Besuch beim nächsten Problem an uns erinnern und wieder anrufen", sagt die kaufmännische Chefin.

Zu den Großkunden von Rink, die künftig nur noch etwa die Hälfte des 5,5-Millionen-Umsatzes einspielen sollen, gehören neben der Gagfah das Festspielhaus Hellerau, weitere Wohnungsgenossenschaften und etliche Hausverwaltungen. Auch die Sächsische Staatskanzlei und das Universitätsklinikum Dresden haben die Leistungen des Handwerksbetriebes schon in Anspruch genommen, langjährige Geschäftsbeziehungen gibt es zur Drewag, zur Dr. Quendt KG und zum Landeskriminalamt. Um solche großen und nicht selten langfristigen Aufträge kümmern sich die sieben Meister im Unternehmen mehrheitlich selbstständig, ebenso wie um die Neuakquise, erklärt Sylvia Börner und lobt das Zusammenspiel der Führungsriege. Viele seien schon mehr als 15 Jahre da, wissen, worum es geht und stehen voll hinter dem Unternehmen.

Bekannter kann man nicht werden? Irrtum. Viele neue Aufträge hat der 2013 rundum erneuerte Markenauftritt gebracht, in den das Unternehmen insgesamt gut 120 000 Euro investierte. "Am Anfang war uns gar nicht klar, was da alles dranhängt", so Sylvia Börner. Vom Web-Auftritt über die Autoaufkleber, die Azubi-Werbung, bis hin zu Briefpapier und Stempeln: Alles bekam neue Logos und/oder frisch aufbereitete Inhalte. Doch das hat sich ausgezahlt.

In diesem Jahr stecken die beiden Firmenlenker frisches Geld in neue Software. "Ein Handwerkerprogramm, das uns in ein paar Jahren die digitale Auftragsannahme ermöglichen soll", beschreibt Sylvia Börner den "schon recht extremen Einschnitt in die bisher üblichen Abläufe". Da werde wohl noch einiges an Überzeugungsarbeit nötig sein. Doch das Führungsduo glaubt an die Zukunftsfähigkeit des Programms. Derzeit liefen die Schulungen, scharfer Start für die Umstellung ist im September.

Am Angebot wird sich vorerst nichts ändern. Vom Badeinbau über energieeffiziente Modernisierung bis hin zum Facility-Management können die Rink-Leute alles, sind von der Planung über die Umsetzung bis zur Wartung am Ball und sicher, dass die Weichen für die nächsten Jahre richtig gestellt sind.

Irgendwie doch preisverdächtig.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 25.08.2015

Barbara Stock

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