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DNN-Gartentelefon: Heidelbeersträucher brauchen leicht sauren Boden

DNN-Gartentelefon: Heidelbeersträucher brauchen leicht sauren Boden

Was man tun muss, damit Heidelbeeren gut anwachsen und üppig fruchten, ob man Basilikum überwintern kann und wann man Oleander schneiden muss  - auf diese und viele weitere Fragen der DNN-Leser antwortet Gärtnermeister Sigurd Lux, Inhaber des Planzenmarktes Lux in Dresden-Niedersedlitz.

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Eine Rose mit Schäden am Blatt.

Quelle: G.

 

Es notierte:   Catrin Steinbach  

Frau Taubmann: Der Birnbaum in unserem Garten trug jedes Jahr viele Früchte. Auch in diesem Jahr hat der Baum wieder gut ausgetrieben und üppig geblüht. Doch leider sind die Früchte verkümmert. Da seit einiger Zeit in der Nähe Koniferen stehen, frage ich mich, ob es da vielleicht einen Zusammenhang gibt?  

Sigurd Lux: Durchaus. Denn Koniferen brauchen auch viel Wasser. Da kann es sein, dass Ihr Birnbaum zu kurz gekommen ist und nicht genügend Kraft hatte, die Früchte richtig auszubilden. Hinzu kommt, dass es im vergangenen Herbst, im Winter und auch im zurückliegenden Frühling sehr trocken war und die Pflanzen ohnehin zu wenig Wasser hatten. Zu schaffen macht Birnbäumen auch der Birnengitterrost. Dabei handelt es sich um eine Pilzkrankheit, die auf einigen Wacholderarten im Winter überdauert. Von dort fliegen die Pilzsporen auf die Birnbäume. Eine Infektion erkennt man an unregelmäßigen orange-roten Flecken auf den Blättern. Die Behandlung eines befallenen Baumes ist aussichtslos. Man kann nur den Befall minimieren, indem die Wirtspflanzen - also der Wacholder - entfernt werden. Anfällig für den Rostpilz ist übrigens nur der Chinesische Wacholder (Juniperus chinensis). Der Gemeine Wacholder (Juniperus communis) ist kein Problem.  

Frau Kirsten: Ich möchte im Garten gern Kulturheidelbeeren pflanzen. Muss man dabei etwas beachten? Sollten die Pflanzen in große Kübel oder gleich in die Erde gepflanzt werden?  

Heidelbeersträucher brauchen einen humosen, leicht sauren Boden. Am günstigsten ist es, die Sträucher in Humuserde mit Torfanteil oder Laubhumus zu pflanzen. Die neue Erde muss man mit der im Garten vorhandenen Erde mischen. Sie können aber auch für teures Geld spezielle Rhododendronerde verwenden. Prinzipiell ist es günstiger, die Kulturheidelbeeren im Garten auszupflanzen. Man kann sie aber auch im Topf kultivieren. Allerdings sollte der wenigstens 30 Liter fassen. Im Topf verdunstet die Feuchtigkeit schneller, weshalb man dort mit dem Gießen sehr hinterher sein muss. Auch im Winter sollte man gießen, wenn der Boden frostfrei ist.  

Frau Schplitz: Vor zwei Jahren bekam ich ein Wandelröschen geschenkt. Leider hat es dieses Jahr gar nicht so schön geblüht wie das Jahr zuvor. Außerdem ist es ziemlich sperrig gewachsen. Kann ich die Zweige etwas einkürzen oder schadet das der Pflanze?  

Nein, das schadet der Pflanze nicht. Im Gegenteil. Ein Rückschnitt fördert die Blüte. Kürzen Sie die Zweige jetzt um die Hälfte und im kommenden Frühjahr noch mal bis auf zehn Zentimeter an den Stamm heran. Vielleicht braucht das Wandelröschen auch mal neue Erde. Zudem sollten Sie im Frühjahr das Düngen nicht vergessen. Nehmen Sie am besten einen Flüssigdünger.  

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Verkrüppelte Triebspitzen einer Rose

Quelle: G.

Frau Pschenitzka: Viele meiner Rosen haben in diesem Jahr verkrüppelte Triebspitzen. Davon betroffen sind verschiedene Sorten. Ich habe dieses Schadbild das erste Mal in meinem Garten und bin ratlos. Insekten oder Raupen konnte ich übrigens nicht feststellen.  

Nach Ihren Fotos könnte es sich um den Falschen Mehltau handeln, der sich bei feuchter Witterung entwickeln kann. Da der Pilz auf dem Laub überwintert, sollten Sie im Herbst das gesamte alte Rosenlaub vernichten. Vorbeugend kann auch mit einem Pilzmittel gespritzt werden – allerdings erst im nächsten Frühjahr.  

Frau Kandler: Endlich ist ein gekauftes Basilikum mal nicht gleich eingegangen. Es ist eine Sorte mit rötlichen Blättern. Könnte man die Pflanze vielleicht überwintern?  

Es gibt einjährige und mehrjährige Basilikumsorten. Was Sie jetzt gekauft haben, vermag ich aus der Ferne nicht zu beurteilen. Es könnte sich um das rot-blättrige Strauchbasilikum ‚African Blue‘ handeln. Das ist auf alle Fälle mehrjährig und überwintert im Kübel oder Topf. Es sollte entweder warm und sonnig stehen und mäßig gegossen werden. Oder man stellt es in einen Raum bei Temperaturen zwischen 5 und 12 Grad Celsius. In diesem Fall sollte das Basilikum aber recht trocken stehen. Bei Staunässe würden die Wurzeln schnell faulen. Ganz austrocknen darf der Wurzelballen aber auch nicht. Erst im Frühjahr bei wärmeren Temperaturen wird wieder kräftiger gegossen und auch gedüngt. 

Frau Kriebusch: Wird der Oleander jetzt geschnitten?  

Nein, es sei denn, er ist derart gewachsen, dass er nicht ins Winterquartier passt. Geschnitten wird in der Regel im Frühling. Da kann man ruhig drastisch zu Werke gehen. Unterhalb der Schnittstelle sollten allerdings mindestens vier Augen verbleiben, aus denen der Oleander dann wieder austreiben kann.  

Frau Ermlich: Mein Hamelbaum hat wunderbar getragen. Nach dem vielen Regen jetzt ist aber plötzlich aus den Ästen eine bräunliche harzartige Masse ausgetreten. Inzwischen ist sie zwar eingetrocknet und nicht mehr zu sehen. Aber ich frage mich trotzdem besorgt, was dafür wohl die Ursache war und ob das dem Hamelbaum schadet.  

Pfirsichbäume als Sämling (=Hameln) oder Veredlungen, wo die Unterlage ein Pfirsichsämling ist, wollen auf durchlässigen, leichten oder sandigen Boden stehen. Geschnitten werden Pfirsiche (wie auch Aprikosen) zum einen nach dem Fruchtansatz und bevor das Laub abgefallen ist. Dann vernarben die Schnittstellen besser. Gummifluss ist eine häufige „Krankheit“. Sie entsteht an Schnittstellen oder anderen Verletzungen sowie Frostrissen. Wenn der Baum zu viele Früchte hat und die Äste zu schwer werden, weil kein Rückschnitt oder keine Auslichtung der Fruchtansätze erfolgt ist, kann es durchaus zu Rissen im Rindengewebe gekommen sein, wo Gummifluss entstehen kann. Ich empfehle in diesem Fall einen fachgerechten Rückschnitt.  

Herr Gemende: Die frisch gepflanzten jungen Pampasgräser in meinem Garten entwickeln sich prächtig. Nur Wedel gebildet haben sie nicht.  

Kein Grund zur Sorge. Die Gräser brauchen - wenn sie sehr jung gekauft wurden, der Topf also einen Durchmesser um die 10 cm hatte - eine Zeit, bis sie blühen. Düngen Sie die Gräser im kommenden Frühjahr vor oder nach dem Austrieb.  

Frau Reichmann: Vor über einem Jahr habe ich einen Walnussbaum der Sorte „Rote Donau“ gepflanzt. Weil im Nachbargrundstück jetzt ziemlich nah zwei große Linden gepflanzt wurden, möchte ich den Nussbaum umsetzen. Wann ist dafür der richtige Zeitpunkt?  

Im Spätherbst, wenn der Baum alle Blätter verloren hat. Aber das wird sicher ein Kraftakt, denn Walnussbäume bilden eine Pfahlwurzel. Ein einjähriger Sämling kann in einem Jahr bis zu 50 Zentimeter tief wurzeln! Wichtig ist, dass beim Umsetzen so wenig Seitenwurzeln wie möglich in Mitleidenschaft gezogen werden. Stechen Sie deshalb den Wurzelballen weiträumig aus. Die Pfahlwurzel werden Sie wahrscheinlich nicht vollständig herausbekommen. Am neuen Standort den Baum mit viel Wasser einschlämmen, damit keine Hohlräume bleiben. Vielleicht sollten Sie sogar die Krone etwas zurückschneiden, damit der Baum nicht so viel Wasser verdunstet, wenn er mit Einwachsen beschäftigt ist.  

Herr Hühniger: Ich habe im Stamm meines Nussbaumes, an der Abzweigung eines dicken Astes, ein etwa 20 cm tiefes großes Loch entdeckt. Den Schlamm, der sich darin befand, habe ich entfernt. Wie kann ich das Loch jetzt verschließen bzw. womit kann ich es ausfüllen?  

Früher hat man solche Löcher mit Beton gefüllt. Das Problem ist aber damit nicht behoben, weil am Rand immer noch Feuchtigkeit eindringt. Einige bohren auch von unten schräg ein Loch in den Stamm, damit das Wasser abfließen kann. Doch damit fügt man dem Baum wieder eine neue Verletzungsstelle zu.  

Frau Richter: Kann ich den Rasen jetzt noch vertikutieren?  

Gerade bei verfestigtem, verfilzten und vermoostem Rasen habe ich die Erfahrung gemacht, dass es günstig ist, nicht nur im Frühling, sondern auch im Herbst - und bei Bedarf auch im Sommer - zu vertikutieren. Allerdings nicht tiefer als einen Zentimeter, um die Rasenwurzeln nicht zu verletzen. Auch Rasen aussäen kann man jetzt noch, solange die Temperatur über 10 Grad Celsius bleibt.  

Frau Hauffe: Ich möchte Silvester vierblättrigen Sauerklee verschenken. Wann muss ich die Wurzelknollen einpflanzen, damit sie austreiben und sich rechtzeitig bis Silvester Pflanzen gebildet haben?  

Jetzt. Aber lassen Sie die Pflänzchen im Haus austreiben, draußen ist es jetzt schon zu kalt. Sobald Oxalis austreibt, braucht er aber sehr viel Licht. Suchen Sie deshalb für die Pflanztöpfe einen wirklich hellen Platz, und zwar möglichst nicht in der Nähe eines Heizkörpers. Die Erde sollte nicht austrocknen. Zudem empfehle ich mit Beginn des Austriebes eine Düngergabe.

DNN

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