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DNN-Barometer zur Lügenpresse: Fast jeder zweite Dresdner zweifelt an Journalisten

DNN-Barometer zur Lügenpresse: Fast jeder zweite Dresdner zweifelt an Journalisten

Dass das Image von Journalisten nicht mit dem von Ärzten mithalten kann, ist keine Neuigkeit. In den letzten Wochen setzten "Lügenpresse"-Vorwürfe der berichtenden Zunft weiter zu.

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54 Prozent der Dresdner halten Journalisten eher für vertrauensvoll, 46 Prozent sehen das anders.

Quelle: Grafik: Eylert

In einer repräsentativen Umfrage im Auftrag dieser Zeitung zeigt sich, dass es vielleicht nicht ganz so schlimm ist, die Einschätzungen aber auch in der Dresdner Bevölkerung durchwachsen sind. Eine knappe Mehrheit der Einwohner hält die Presse eher für vertrauenswürdig, die übrigen vertrauen den Journalisten eher nicht (37 Prozent) oder überhaupt nicht (9 Prozent). Das geht aus dem DNN-Barometer hervor, für das vom Institut für Kommunikationswissenschaft der TU Dresden in der ersten Februar-Hälfte 511 Einwohner befragt worden sind.

Vor allem bei Pegida-Demonstrationen waren immer wieder Vorwürfe gegen die Presse laut geworden, teilweise war von Systempresse die Rede, es wurde Meinungsfreiheit gefordert, obwohl diese schon in der Verfassung steht. Pegida war zu Beginn mit diffusen Ängsten vor einer Islamisierung des Abendlandes aufgetreten, nach einiger Zeit erweiterte die Organisation ihre Themen unter anderem auch auf den Widerstand gegen frauenfeindliche Ideologien und Forderungen nach sexueller Selbstbestimmung. In einem 19 Punkte umfassenden Forderungskatalog sprach sich Pegida auch für die Aufnahme von Kriegsflüchtlingen und politisch oder religiös Verfolgten aus, genauso wie für mehr Geld für die Polizei und mehr Bürgerentscheide. Nach einem Führungsstreit spaltete sich die Organisation Ende Januar/Anfang Februar in zwei Gruppen auf. Parallel dazu veränderte sich auch die Haltung der Dresdner zu den Pegida-Positionen. Anfang Dezember sprachen sich noch 60 Prozent dagegen aus, 12 Prozent teilten die Ziele, 14 Prozent teilten sie damals zumindest teilweise. Zwei Monate später teilen sieben Prozent der Dresdner die Ziele von Pegida, 48 Prozent teilen die Ziele teilweise. 45 Prozent teilen die Forderungen nicht.

Wo die Sympathien liegen, zeigt die Frage nach konkreten Positionen. So befürworten - allerdings wenig überraschend - 63 Prozent "voll und ganz" die Forderung nach mehr Mitteln für die Polizei. 57 Prozent unterstützen gleichermaßen die Hoffnung auf "Ausweisung von Islamisten und religiösen Fanatikern" und 50 Prozent stehen voll und ganz hinter dem Wunsch nach "mehr direkter Demokratie durch mehr Volksentscheide". Interessant ist, dass lediglich 19 Prozent ein Zuwanderungsgesetz unterstützen würden, bei dem überwiegend nur qualifizierte Fachkräfte nach Deutschland kommen dürfen. Eine Mehrheit von 58 Prozent befürwortet diese Position eher nicht.

Wie bereits berichtet, zeigt die Umfrage auch positive Haltungen gegenüber Flüchtlingen. Die Mehrheit der Dresdner findet es gut, wenn Stadt und Land Sachsen Geld ausgeben, um Flüchtlingen zu helfen (59 Prozent stimmen "voll und ganz" oder "eher" zu), 57 Prozent begrüßen es, wenn ausländische Fachkräfte nach Dresden kommen und jeder Zweite ist bereit, selbst etwas für Flüchtlinge zu tun, die in Not sind. 52 Prozent wollen in einer Gesellschaft mit Menschen aus vielen Kulturen, 48 Prozent mit Menschen der gleichen kulturellen Herkunft leben.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 28.02.2015

Ingolf Pleil

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