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DNN-Barometer: Zwei Drittel der Dresdner sind für das NPD-Verbot

DNN-Barometer: Zwei Drittel der Dresdner sind für das NPD-Verbot

Die Morde der rechtsextremistischen Terrorzelle "Nationalsozialistischer Untergrund" (NSU) lösten Betroffenheit und Bestürzung in ganz Deutschland aus.

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Von Thomas Baumann-Hartwig

Über Jahre hinweg lebte das Thüringer Trio Uwe Böhnhardt, Uwe Mundlos und Beate Zschäpe unbehelligt in Zwickau im Untergrund und konnte von dort aus Morde und andere Gewaltverbrechen planen und begehen. Die rechtsextremen Mörder müssen Unterstützer gehabt haben, nach denen jetzt die Bundesanwaltschaft in Karlsruhe fahndet. Im Visier der Ermittler ist auch ein NPD-Funktionär aus Thüringen. Spätestens als diese Tatsache bekannt wurde, setzte eine Debatte über ein neuerliches Verbot der rechtsextremen Partei ein, die in Sachsen im Landtag sitzt und in Dresden zwei Stadträte stellt.

94 Prozent der Dresdner haben nach dem aktuellen DNN-Barometer, für das das Institut für Kommunikationswissenschaft der Technischen Universität Dresden 524 repräsentativ ausgewählte Dresdner befragte, von den Morden des NSU gehört. 99 Prozent der befragten Männer waren über die rechtsextreme Terrorzelle informiert, aber nur 89 Prozent der Frauen. In der Altersgruppe der 45- bis 59-Jährigen wussten ebenso 99 Prozent der Befragten über die rechtsextremistischen Verbrechen Bescheid, während es bei den 18- bis 24-Jährigen lediglich 83 Prozent waren.

Bei der Debatte über ein NPD-Verbot gaben 69 Prozent und damit mehr als zwei Drittel der befragten Dresdner an, dass sie ein Verbotsverfahren befürworten würden. 23 Prozent sind gegen ein neues Verfahren, acht Prozent beantworteten die Frage der Meinungsforscher mit "Weiß nicht".

Frauen sprechen sich sehr deutlich für ein Verbot der rechtsextremen Partei aus - 78 Prozent bejahten die Frage, bei den Männern waren es dagegen nur 60 Prozent. 30 Prozent der Männer können einem Verbotsverfahren nichts abgewinnen, aber nur 16 Prozent der Frauen.

Besonders hoch ist die Ablehnung der NPD bei den 45- bis 59-Jährigen mit 75 Prozent und bei den über 60-Jährigen mit 76 Prozent, während nur 57 Prozent der 18- bis 24-Jährigen und 66 Prozent der 25- bis 44-Jährigen ein Verbotsverfahren begrüßen. 62 Prozent der Befragten mit Hauptschulabschluss, 75 Prozent mit Realschulabschluss und 68 Prozent mit Abitur halten ein Verfahren gegen die NPD für angemessen.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 14.12.2011

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