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DNN-Barometer: Mehrheit der Dresdner lehnt Bau der Hafencity ab

DNN-Barometer: Mehrheit der Dresdner lehnt Bau der Hafencity ab

56 % der Dresdner lehnen den Bau der Hafencity am Neustädter Hafen ab, 29 % votieren für den Bau. Das ist ein Ergebnis des DNN-Barometers des Instituts für Kommunikationswissenschaft der TU Dresden.

Dafür wurden im August 471 repräsentativ ausgewählte Einwohner der Elbestadt befragt.

Doch hat die Hafencity bei den Dresdnern tatsächlich keine Chance? Immerhin haben 27 % der Befragten von der Hafencity und der heißen Diskussion, die es um dieses Bauprojekt der Dresdner USD Immobilien GmbH gibt, noch gar nichts gehört. Und 15 % der Dresdner, die mit dem Vorhaben Hafencity etwas anfangen konnten, wollten sich bei der Befragung (noch) nicht zu einem Ja oder einem Nein durchringen. Interessant sind auch folgende Zahlen: 80 % derjenigen, die prinzipiell von dem Bauprojekt Hafencity wissen, haben sich tatsächlich auch schon mal die Pläne angesehen oder etwas über die geplante Gestaltung gelesen. Aber 20 % eben nicht.

Die Überraschung: 51 %, derjenigen, die sich schon mal näher mit den Plänen befasst haben, gefällt die Gestaltung „sehr gut“ (10 %) oder „eher gut“ (41 %), demzufolge 49 % „eher nicht gut“ (17 %) bzw. „gar nicht gut“ (32 %). Die meisten, die dem, was die USD am Neustädter Hafen plant, eher positiv gegenüber stehen, kommen aus der Altersgruppe der 18- bis 24-Jährigen. Hier votierten 91 % für „eher gut“ und nur 9  % für „eher nicht gut“. Bei den anderen Altersgruppen (25–44 Jahre, 45–59 Jahre und 60 J.+) ist das Verhältnis zwischen Zustimmung und Ablehnung ausgewogener. Bei den über 60-Jährigen überwiegt mit „sehr gut“ und „eher gut“ die Zustimmung (56 %), bei den anderen mit „eher nicht gut“ bzw. „gar nicht gut“ die Ablehnung (25–44 Jahre: 54 %; 45–59 Jahre; 57 %).

Im Rahmen der Befragung für das DNN-Barometer wurden des Weiteren all jene, die vom geplanten Bau der Hafencity schon gehört haben, gebeten, ihr Votum zu verschiedenen inhaltlichen Fragestellungen abzugeben. Entscheiden mussten sich die Befragten, ob sie „voll und ganz“ bzw. „eher“ oder „eher nicht“ bzw. „überhaupt nicht“ zustimmen oder unentschlossen sind („weiß nicht“). Das Fazit: Die meisten (85 %) finden, dass das Gelände bei Hochwasser zu unsicher ist. Dass sich mit den flutbaren Tiefgaragen die Aufnahmekapazität bei Hochwasser erhöht, glauben nur 28 %, 55 % dagegen (eher) nicht. Dass die geplanten Acht- und der Zehngeschosser am Neustädter Hafen nicht ins Stadtbild passen, finden immerhin 67 %, nur 21 % haben mit Hochhäusern an dieser Stelle offensichtlich kein Problem.

Die Mehrheit (57 %) fürchtet zudem, dass Streit mit den dort existierenden Gewerbebetrieben vorprogrammiert ist. 73 % der Befragten sind überzeugt, dass die im neuen Stadtteil entstehenden Wohnungen ohnehin nur etwas für Reiche sind. 41 % der Dresdner glauben, dass die Hafencity Dresden insgesamt bereichern würde. Doch die Mehrheit (55 %) sieht das nicht so. Trotz allem gibt es kein eindeutiges Votum der Dresdner, aus dem man schließen könnte, dass die Bebauung und Neugestaltung des Areals zwischen Leipziger Straße und Neustädter Hafen kategorisch abgelehnt wird. Denn zwar sind 42 % generell gegen eine Bebauung – unabhängig vom USD-Projekt Hafencity. Aber 40 % sind dafür. Den restlichen 18 % ist es egal.

Catrin Steinbach

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