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DNN-Barometer: Internet ist wichtig bei Fluthilfe-Koordination

DNN-Barometer: Internet ist wichtig bei Fluthilfe-Koordination

Das Internet kann auch Fluthilfe. Drei Viertel der Dresdner glauben, dass ohne die eingerichteten Fluthilfe-Plattformen auf Facebook - wie Fluthilfe Dresden oder Elbpegelstand - kaum eine so schnelle und wirksame Hilfe von offiziellen Einsatzkräften und Freiwilligen während des Juni-Hochwassers möglich gewesen wäre.

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Das zeigen die Ergebnisse des aktuellen DNN-Barometers. Im Auftrag der Dresdner Neuesten Nachrichten betrieben Studenten des Instituts für Kommunikationswissenschaft vom 5. bis zum 21. August Feldforschung und befragten repräsentativ für alle Dresdner 471 Personen.

Danach stimmen 35 Prozent der Befragten voll und ganz zu, dass ohne soziale Netzwerke keine effiziente und schnelle Hilfe möglich gewesen wäre. 34 Prozent der Befragten räumten einen überwiegenden Einfluss ein. 23 Prozent der Befragten maßen den selbstorganisierten Hilfen im Netz eine geringere und 8 Prozent überhaupt keine Bedeutung bei. Besonders netzaffin in Sachen Fluthilfe zeigten sich die 18- bis 24-Jährigen (86 Prozent). Nur 14 Prozent dieser Altersgruppe glaubten an eine geringe Bedeutung von Facebook und Co. Je höher der Bildungsgrad der Personen, um so mehr gingen sie davon aus, dass auch andere Informationsquellen bei der Fluthilfekoordination eine Rolle spielten - Interviewte mit Hauptschulabschluss 12 Prozent, mit Realschulabschluss 30 Prozent und mit Abitur 40 Prozent.

Auf die Frage, welches Medium für einen persönlich am wichtigsten war, wenn es darum ging, sich über Pegelstände, Aufräumarbeiten etc. zu informieren, kam das regionale Fernsehen an erster Stelle. Knapp ein Drittel aller Befragten hielten sich mit der TV-Berichterstattung auf dem neusten Stand. An zweiter Stelle, aber mit weitem Abstand folgte die offizielle Webseite der Stadt Dresden (www.dresden.de). Die Landeshauptstadt hatte während des Hochwassers eine Notfallseite ins Netz gestellt. Nur mit einem Prozentpunkt weniger kommt an dritter Stelle das soziale Netzwerk "Facebook". Mit Hilfe regionaler Radiosender hielten sich 14 Prozent der befragten Dresdner auf dem Laufenden, die hiesigen Tageszeitungen waren für zehn Prozent die Informationsquelle. Die Homepage des Freistaats (www.sachsen.de) wurde immerhin von vier Prozent der Interviewten angeklickt, das Kurznachrichtenportal Twitter nutzte ein Prozent.

40 Prozent aller Frauen, die an der Umfrage teilnahmen, gaben im Übrigen an, das Hochwasser im Regionalfernsehen verfolgt zu haben, aber nur 20 Prozent der Männer. Die Internetplattform Facebook war unter den 18- bis 24-Jährigen mit 63 Prozent die Informationsquelle schlechthin. Bei den 25- bis 44- und 45- bis 59-Jährigen spielte Facebook mit 19 bzw. 10 Prozent eine deutlich geringere Rolle. Über 60-Jährige konnten mit Facebook gar nichts mehr anfangen, keiner aus dieser Altersgruppe gab es als Quelle an.

Lob gab es für die Stadtverwaltung Dresden: 94 Prozent erklärten, dass das Krisenmanagement wesentlich besser funktioniert habe als bei früheren Hochwasserereignissen. Auch die Informationspolitik wurde für gut befunden (89 Prozent). Des Weiteren fanden 92 Prozent der Interviewten, dass sich die Hochwasserschutzmaßnahmen der letzten Jahre bezahlt gemacht haben. 37 Prozent meinten aber dennoch, dass in den Dresdner Hochwasserschutz in der Vergangenheit zu wenig investiert wurde.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 24.09.2013

Madeleine Arndt

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