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DNN-Barometer Dresdner sind sich bei Energiewende uneins

DNN-Barometer Dresdner sind sich bei Energiewende uneins

Der von der Bundesregierung beschlossene Ausstieg Deutschlands aus der Kernenergie spaltet die Dresdner. Im aktuellen DNN-Barometer sprechen sich 57 Prozent für längere Laufzeiten von Kernkraftwerken aus, damit die Kosten für den Atomausstieg nicht weiter den Stromkunden in Form höherer Preise aufgebürdet werden.

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Von christoph stephan

Genau das passiert Anfang nächsten Jahres. Die Drewag macht den Strom in der sächsischen Landeshauptstadt um durchschnittlich zehn Prozent teurer. Hintergrund ist der Anstieg der Umlage zur Förderung erneuerbarer Energien auf den Rekordwert von rund 5,3 Cent pro Kilowattstunde (DNN berichteten). Dagegen finden 43 Prozent der befragten Dresdner diese Art der Beteiligung vernünftig. Getreu dem Motto, "der Ausstieg aus der Kernenergie kostet nun mal Geld". Für das aktuelle DNN-Barometer befragten Mitarbeiter des Instituts für Kommunikationswissenschaft der TU Dresden knapp 500 Personen. Die Erhebung ist damit repräsentativ.

Interessant wird es bei einem genaueren Blick auf die einzelnen Bevölkerungsschichten. Denn dabei zeigt sich, nur wer genug Geld übrig hat, ist auch bereit, mehr für die Förderung der erneuerbaren Energien zu zahlen. In der Gruppe der Befragten, die ihre eigene wirtschaftliche Lage sehr gut einschätzen, begrüßen 67 Prozent die Zusatzabgabe für den Ausstieg aus der Atomkraft. Wie zu erwarten sehen das die Dresdner anders, denen es wirtschaftlich nach eigenem Ermessen sehr schlecht geht. In dieser Gruppe fordern 75 Prozent stabile Preise und würden dafür auch längere Laufzeiten von Atommeilern in Kauf nehmen.

Bei den jungen Dresdnern im Alter zwischen 18 und 24 Jahren ergibt sich das gleiche Bild, auch die meisten der Über-60-Jährigen wollen nicht wegen einer politisch bestimmten Energiewende für Strom tiefer in die Tasche greifen müssen. In der Altersgruppe der 25- bis 44-Jährigen sind derweil 58 Prozent bereit, für eine sichere und saubere Umwelt monatlich mehr zu zahlen.

Innerhalb des Strompreises der Drewag macht die entsprechende EEG-Umlage - EEG steht für Erneuerbare-Energien-Gesetz ­- inzwischen fast ein Drittel aus und ist damit der größte Posten. Mit dieser Abgabe fördern die Stromkunden den Ausbau der erneuerbaren Energien in Deutschland, also zum Beispiel Wasser- und Windkraft. Zum Vergleich: Die Kosten für den reinen Strombezug machen nur 20 Prozent des Preises aus. Auch der Transport des Stroms inklusive der Netznutzungsentgelte ist nicht so teuer wie die EEG-Umlage.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 18.12.2012

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