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DNN-Barometer: Dresdner fühlen sich wohl in ihrer Stadt aber wollen mehr Grün

DNN-Barometer: Dresdner fühlen sich wohl in ihrer Stadt aber wollen mehr Grün

Die sächsische Landeshauptstadt ist voller Wohlgefühl, voller Bürger, die sehr zufrieden mit ihrer Residenzstadt sind, generell jedenfalls. Das geht aus dem aktuellen DNN-Barometer hervor.

Von Ralf Redemund

Im Auftrag der DNN hat das Institut für Kommunikationswissenschaft der Technischen Universität (TU) Dresden wieder fast 500 Bürger repräsentativ ausgewählt und telefonisch befragt. Mit einem überwältigenden Ergebnis: 96 Prozent der Befragten fühlen sich an ihrem Wohnort Dresden "Eher wohl" oder "Sehr wohl". Das dürfte Dresdens Stadtspitze und die Parteien freuen und vielleicht für mehr Gelassenheit beim Umgang mit dem Aufstellen des nächsten Doppelhaushaltes sorgen.

Eine verschwindend kleine Minderheit von lediglich drei Prozent der Einwohner fühlt sich in Dresden "Eher nicht wohl", gar nur ein Prozent antwortete "Gar nicht wohl". Zum Glück machen die Dresdner ihr Wohlgefühl aber nicht vom mangelnden Grün in der Dresdner Innenstadt abhängig. Dann würde die Umfrage wohl anders aussehen. Indiz dafür ist die Frage danach, ob Dresdens City in den vergangenen drei Jahren grüner geworden ist, ob viele neue Bäume und Grünanlagen gepflanzt wurden. Mehr als jeder zweite Befragte hat darauf eine klare Antwort: "Nein!" Im Umkehrschluss heißt das, dass es hier für Planer und Politiker noch viel zu tun gibt.

Dabei rauschte erst 2009 eine kleine Protestwelle durch die Stadt, hagelte es monatelang verbale Schelte für die trostlosen, grauen steinernen Plätze im Dresdner Zentrum. Möglicher Auslöser der damaligen Unmutswelle war das Blümchen-Protest-Klo. Ein Scherzkeks hatte am 1. April auf dem Postplatz eine Klo-Schüssel mit Stiefmütterchen und ein Schild installiert, auf dem draufstand: "Scheiße gebaut, Stadt versaut."

Hernach entdeckten Oberbürgermeisterin Helma Orosz (CDU) und die Parteien ihre Liebe für das Grün und hatten eine Abneigung gegen die Steinwüsten. OB Orosz machte gar aus dem damaligen Konjunkturpaket 50 000 Euro locker, ließ für drei Jahre sechs Pflanzbeete auf dem Postplatz aufstellen, auf rund 500 Quadratmetern gab es Stauden, Gräser, Gehölze, Tulpen, Lilien und Dahlien.

Mehr noch: Die Stadt stellte auch an der Westseite vom Altmarkt Pflanzkübel mit Oleander auf, und der Neumarkt erhielt erste Bäume. Doch diese Aktivitäten hinterließen im öffentlichen Bewusstsein der Dresdner offensichtlich nur bei einer Minderheit Spuren. Aber immerhin noch ein Drittel der Befragten ist im aktuellen DNN-Barometer der Ansicht, dass Dresden in der Innenstadt grüner geworden ist. Bleibt als Fazit festzuhalten, dass sich die Dresdner in ihrer Mehrheit ohne Zweifel mehr Grün ins Grau der Innenstadt wünschen.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 26.11.2012

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