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DNN-Barometer: Dresdens Partnerstädte sind in der Bevölkerung weitgehend unbekannt

DNN-Barometer: Dresdens Partnerstädte sind in der Bevölkerung weitgehend unbekannt

Fast jeder zweite Dresdner hat keinen blassen Schimmer, welche Städte Dresdens offizielle Partnerstädte sind. Das zumindest ist ein Ergebnis des aktuellen DNN-Barometers, für das das Institut für Kommunikationswissenschaft der TU Dresden 514 repräsentativ ausgewählte Einwohner der Elbestadt befragte.

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Quelle: Grafik: Eylert

Die Pflege dieser Netzwerke kostet jährlich 120 000 Euro.

"Ich finde, das ist ein sehr erfreuliches Ergebnis", meint Rathaussprecher Kai Schulz. "Schließlich spielen Städtepartnerschaften im Alltag der Menschen keine wesentliche Rolle und dass über 50 Prozent der Dresdner mindestens eine Partnerstadt richtig benannt haben zeigt, dass das Thema in der Bevölkerung durchaus verankert ist."

Die mit Abstand bekanntesten Partnerstädte sind Coventry in England (29 Prozent) und Hamburg (28 Prozent). Vor allem die Verbindung mit Coventry stand während des Wiederaufbaus der Frauenkirche als Symbol für Versöhnung und Frieden immer wieder im Fokus - auch medial. Auf dem Altar des Gotteshauses steht heute noch ein Nagelkreuz aus Coventry.

Die übrigen elf Partnerstädte kennt dagegen kaum ein Dresdner. Der Bekanntheitsgrad von Rotterdam, Hang-zhou, Skopje, Salzburg und Brazzaville liegt bei nur einem Prozent, der von Straßburg und Columbus in Ohio bei zwei Prozent. Selbst von der eigentlich naheliegenden Verbindung zwischen "Elbflorenz" und dem Zentrum der Medici in der Toskana wussten nur zwei Prozent der Befragten.

Am schlechtesten schnitt die Altersgruppe der 18- bis 24-Jährigen ab. Hier konnten 88 Prozent keine einzige Partnerstadt korrekt benennen. Weit weniger ratlos waren dagegen die 45- bis 59-Jährigen, 75 Prozent von ihnen gaben mindestens eine richtige Antwort. Aus diesen Werten sollte man allerdings nicht schließen, dass die Dresdner Städtepartnerschaften per se für unnützen Blödsinn halten. Im Gegenteil. Zwei Drittel empfinden solche offiziellen Beziehungen zwischen Kommunen als eine wichtige Angelegenheit. In der Altersgruppe der Über-60-Jährigen sind es sogar drei Viertel der Befragten. Nur jeder Zehnte würde das dafür benötigte Geld lieber anders investieren.

Bei der Frage, warum die Stadt Dresden überhaupt partnerschaftliche Beziehungen pflegt, welche Ziele damit verfolgt werden, sind kultureller Austausch und Völkerverständigung die meistgenannten Antworten. Auch wirtschaftliche Kooperationen sind für die Dresdner ein naheliegendes Motiv, ebenso politische Ansätze im Sinne einer "strategischen Partnerschaft".

Die krassen Unterschiede beim Bekanntheitsgrad der einzelnen Partnerstädte sind für Kai Schulz Ausdruck der jeweiligen inhaltlichen Verankerung.

"Natürlich kann man immer mehr machen, etwa bei der Zusammenarbeit mit Skopje oder Columbus. Andererseits erfahren die meisten Dresdner von manchen Projekten überhaupt nichts, weil diese in der Partnerstadt vor Ort stattfinden und in den hiesigen Medien darüber nicht berichtet wird", betont der Stadtsprecher.

Christoph Stephan

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