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DNN-Barometer: Dresden soll Wohnungsnot bekämpfen

DNN-Barometer: Dresden soll Wohnungsnot bekämpfen

Freud' und Leid liegen in Dresden nahe beieinander. Seit 2005 schießen die Geburtenzahlen in der sächsischen Landeshauptstadt in die Höhe. Die gravierenden Folgen: Kita- und Schulplätze werden rar, aber auch Wohnungen.

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Schätzungen von Experten gehen davon aus, dass in einem Jahrzehnt rund 20 000 Wohneinheiten fehlen könnten. Seitdem die Stadt ihren kommunalen Wohnungsbestand verkauft hat, ist sie zwar frei von Schulden, aber ohne eigene Angebote. Das soll sich jetzt ändern. Jeder zweite Befragte im aktuellen DNN-Barometer fordert von der Stadt, dass sie selbst Wohnraum schafft.

Die Wohnraum-Frage wird zunehmend für Zündstoff im Politik-Geschäft der Landeshauptstadt sorgen. Allerdings ist die Bürgerschaft gespalten. Zwar drängen 55 Prozent der befragten Bürger auf eine aktive Rolle der Stadt, aber immerhin 34 Prozent wollen, dass das Rathaus lediglich finanziell unterstützend eingreift und nicht selbst baut. Die restlichen elf Prozent halten es für das Beste, wenn sich die Verwaltung komplett raushält und den Bau von Wohnungen dem Markt überlässt.

Das zumindest sind die Ergebnisse einer Umfrage des Instituts für Kommunikationswissenschaft der TU Dresden. Im Auftrag der DNN haben die Forscher 342 repräsentativ ausgewählte Bürger telefonisch befragt, die zur Miete wohnen. Schlüsselt man die erhobenen Umfrage-Daten nach Altersgruppen, Bildung und Geschlecht auf, ergeben sich einige bemerkenswerte Tendenzen: Je älter der Bürger, desto eher der Ruf nach dem Staat bzw. der Stadt. So sind 70 Prozent der über 60-Jährigen der Meinung, die Stadt müsse selbst neuen Wohnraum schaffen, während jeweils ein Viertel der 18- bis 24-Jährigen denkt, die Stadt soll höchstens finanzielle Unterstützung leisten bzw. sich ganz heraushalten.

Eine ähnlich krasse Diskrepanz ergibt sich beim Blick auf den Bildungsstand. 70 Prozent der Bürger mit Hauptschulabschluss sind für ein bauliches Engagement der Stadt, aber nur 46 Prozent mit Abitur und höher. Männer sind tendenziell (60 Prozent) für einen städtischen Beitrag, aber nur 48 Prozent der Frauen.

Immerhin 71 aller beim aktuellen DNN-Barometer erfassten 525 Dresdner wohnt in einer Mietwohnung. Ein Viertel dieser Mietbewohner ereilte in diesem Jahr bereits eine Erhöhung der Kaltmiete, mehr als ein Fünftel weiß schon oder rechnet damit, dass es im Jahr 2012 eine Miet-erhöhung geben wird.Ralf Redemund

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 27.12.2011

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