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DDR-Stahl rostet nicht

Fahnenmasten am Dresdner Kulturpalast trotzen Wind und Wetter DDR-Stahl rostet nicht

Die Stadt saniert für 2,33 Millionen Euro die Außenanlagen rund um den Kulturpalast. Überraschende Entdeckung: Die 1968 installierten, 30 Meter hohen Fahnenmasten weisen nahezu keinen Verschleiß auf. Dafür neigt sich der mittlere Mast um fünf Zentimeter nach Norden.

So soll der Platz vor dem Kulturpalast aussehen.
 

Quelle: Stadtverwaltung

Dresden.  Wenn der Kulturpalast am 27. April 2017 eingeweiht wird, dann sollen die Gäste nicht über eine Baustelle stapfen. „Wir hoffen, dass wir am 30 März fertig sind“, erklärte Reinhart Koettnitz, Leiter des Straßen- und Tiefbauamtes. Er ist für die Gestaltung der Außenanlagen zuständig, die sich die Stadt rund 2,33 Millionen Euro kosten lässt.

Neue städtebauliche Impulse sind dabei nicht zu erwarten, die Gestaltung orientiert sich am ursprünglichen Erscheinungsbild. Auf dem Vorplatz werden hellgraue, rote und anthrazitfarbene Granitplatten verwendet, das ursprüngliche Maß der früheren Betonplatten von 1,04 mal 1,04 Metern wird beibehalten. Die drei quadratischen Wasserbecken entstehen auch wieder, gegenwärtig verlegen Mitarbeiter der Dresdner Stadtwerke die Technik für die Springbrunnen.

Unter einem der Brunnendeckel liegt ein Tiefbrunnen, der laut Koettnitz dafür verantwortlich ist, dass der Kulturpalast und auch die Neumarktquartiere mit Fernkälte beliefern werden können. Der Grundwasserbrunnnen speist eine Kälteanlage, die an warmen Sommertagen für das richtige Klima sorgen kann.

Die drei 30 Meter großen Fahnenmasten vor dem Kulturpalast bleiben stehen. Sie sind laut dem Amtsleiter aus bestem Stahl gefertigt. „Wir hatten jede Menge Rost erwartet. Aber von 15 Millimetern Stärke sind noch 14,6 Millimeter erhalten.“ Manchmal gab es auch in der DDR Qualität, immerhin wurden die Masten 1968 installiert. Der mittlere von ihnen steht besonders schief – er neigt sich fünf Zentimeter nach Norden. Statisch sei das aber kein Problem. Damit beim Hochziehen von mehrere Hundert Kilogramm schweren Fahnen nichts schiefgeht, wird Seilzugtechnik für 150 000 Euro installiert, so Koettnitz.

Ein Tunnel verbindet die Tiefgarage Altmarkt mit dem Untergeschoss des Kulturpalastes, für behinderte Besucher des Hauses entstehen an der Galeriestraße zwei Parkplätze. Dort sind auch drei Taxistellplätze geplant, bei größeren Veranstaltungen würden die Fahrer mit den gelben Wagen aber auch wieder auf dem Vorplatz auf Kundschaft warten dürfen, erklärte der Amtsleiter.

Der pünktliche Fortgang der Arbeiten sei an zwei Bedingungen geknüpft: Zum einen dürfe es keinen strengen Winter geben. Zum anderen müssten aber auch die Arbeiten im Inneren des Gebäudes pünktlich abgeschlossen werden, so Koettnitz. „Wenn die Container an der Schloßstraße wegen Verzögerungen stehen bleiben müssen, kommen wir auch nicht weiter und sind dann daran Schuld, wenn zur Übergabe nicht alles fertig ist.“

Diese Sorge kann Thomas Puls, Projektleiter für den Umbau des Kulturpalastes bei der Kommunalen Immobilien Dresden, dem Amtsleiter etwas nehmen. „Wir liegen im Plan.“ Gegenwärtig werde das Parkett im Festsaal verlegt und mit Hochdruck an den Räumen der Städtischen Bibliotheken gearbeitet. Im Januar sollen die Möbel aufgebaut werden, bis dahin muss alles fertig sein. „An uns werden die Arbeiten an den Außenanlagen nicht scheitern“, so Puls.

Von Thomas Baumann-Hartwig

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