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Crowdfunding: Wächterhaus Dresden sammelt Geld für nötige Baumaßnahmen

Crowdfunding: Wächterhaus Dresden sammelt Geld für nötige Baumaßnahmen

Das Dresdner Wächterhaus am Emerich-Ambros-Ufer sammelt Geld für dringend notwendige Baumaßnahmen. Die 4300 Euro sollen in einer Crowdfunding-Aktion zusammenkommen – auf deutsch: Sympathisanten der Wächterhaus-Idee können einen beliebigen Betrag spenden.

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Eric Plöthner (26) und Alexander Heber (29) vom HausHalten e.V. stehen vor dem neuen Wächterhaus.

Quelle: Hauke Heuer

Noch bis Ende Mai läuft die Kampagne auf dem Internetportal startnext.de.

Etwa die Hälfte der 4300 Euro wird benötigt, um das frühere Wohnhaus so umzubauen, dass alle Brandschutzauflagen erfüllt sind. Dazu müssen beispielsweise Feuerlöscher gekauft sowie Brandschutzmelder und selbstschließende Türen eingebaut werden, die die einzelnen Gebäudebereiche rauchdicht vom Hausflur abtrennen. Mit dem übrigen Geld sollen die Bearbeitungsgebühren der Bauaufsichtsbehörde beglichen – immerhin ein dreistelliger Betrag – und der Architekt für seine Planungsleistungen bezahlt werden, erklärt Thomas Prestel, Vereinsvorsitzender des HausHalten Dresden e.V. „Der Architekt Alexander Heber ist selbst Vereinsmitglied und hat die Planungen für uns zu einem günstigen Preis erstellt.“

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Zahlreiche Künstler und Kreative haben im Wächterhaus günstigen Raum zum Arbeiten gefunden.

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Sollten bis Ende Mai nicht die benötigten 4300 Euro zusammenkommen, erhalten die Spender ihr Geld zurück. „Das wäre für uns natürlich fatal“, sagt Prestel, „dann müssten wir das Geld auf anderen Wegen zusammensuchen.“ Das sei jedoch sehr schwierig, denn „die Leute sind nicht umsonst im Wächterhaus, die haben alle wenig Geld. Wenn das Wächterhaus nicht weiterbestehen kann, wäre das ein weiterer Tiefschlag in der Raumproblematik für Dresdens Kreative. Deshalb brauchen wir die Unterstützung der Dresdner.“

Die Spender belohnen die Wächterhaus-Nutzer mit kleinen oder größeren Dankeschöns – vom Anstecker bis zum Ölgemälde des Hauses, von Workshops über Wohnzimmer-Lesungen bis zum Gemüsekorb aus dem Wächtergarten.

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Dresden bekommt sein erstes Wächterhaus am Emerich-Ambros-Ufer.

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Zwischennutzung schafft Räume für Dresdens Kreative

Der Verein muss das Haus umbauen, weil es nicht mehr zum Wohnen, sondern zur  „gewerblichen Nutzung“ verwendet wird, wie es im Amtsdeutsch heißt: In dem dreistöckigen Gebäude am Emerich-Ambros-Ufer 42 lebten etwa seit den 1930er Jahren mehrere Mietparteien. Nach jahrelangem Leerstand kümmert sich seit 2013 der HausHalten-Verein um die Immobilie, indem er sie „zwischennutzt“: Meist junge, kreative Menschen ziehen ein und gehen in den Räumen ihren Projekten nach. Für die Ateliers und Arbeitsräume zahlen sie keine normale Miete, sondern nur die Kosten für Strom, Wasser, Versicherung und Grundsteuer. Damit erhalten Dresdens Kreative bezahlbaren Arbeitsraum, der in der Landeshauptstadt sonst kaum zu finden ist. Von der Zwischennutzung profitiert auch der Immobilieneigentümer, denn er kann sicher sein, dass immer jemand vor Ort ist und eventuelle Schäden am Haus schnell bemerkt und behebt. Der Umnutzungsantrag ist genehmigt, nun sollen die Arbeiten auch umgesetzt werden – am besten noch in diesem Jahr.

Rund 30 Nutzer beleben seit Frühsommer 2013 das erste Dresdner Wächterhaus, darunter Kunststudenten, ein Fotograf, zwei Instrumentenbauer, Mode- und Lampendesignerinnen, die Jugendinitiative Demokratie sowie Gruppen wie das Netzwerk AsylMigrationFlucht, die Migranten ihren Aufenthalt in Dresden erleichtern möchten. Neben dem Haus bauen Dresdner Hobbygärtner im „Wächtergarten“ gemeinschaftlich Obst und Gemüse an.

Crowdfunding-Aktion Wächterhaus: www.startnext.de/erhalt-waechterhaus-dresden

ttr

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