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Comarch baut Rechenzentrum in Dresden-Plauen

Comarch baut Rechenzentrum in Dresden-Plauen

Ein großer Kran ist derzeit an der Kreuzung von Chemnitzer und Nürnberger Straße im Dresdner Süden aufgebaut und kündet von einer größeren Technologieinvestition, die ein polnisches Softwareunternehmen beziehungsweise deren deutsche Tochter derzeit tätigt: "Comarch" investiert derzeit rund 15 Millionen Euro in Plauen.

Von Heiko Weckbrodt

Mit dem Geld errichtet die Firma ein neues Rechenzentrum und baut die Gründerzeit-Villa nebenan zu ihren neuen Deutschlandsitz um. Das teilte Gunnar Kind mit, der kaufmännische Direktor der Comarch AG.

Mit der Sanierung des Altbaus und durch den Neubau werden auch neue Jobs in der sächsischen Landeshauptstadt geschaffen: Derzeit hat die Comarch AG hier rund 80 Mitarbeiter, im Endausbau werden die Büroflächen an der Chemnitzer Straße dann Platz für bis zu 230 Beschäftigte bieten, erklärte Kind.

Die Tiefgarage unter dem Neubaukubus ist inzwischen bereits fertiggestellt. Mittlerweile haben die Arbeiter damit begonnen, das erste Obergeschoss zu setzen. Das gesamte Bauprojekt soll im September 2012 abgeschlossen werden.

"Unsere Kunden sind unter anderem große Telekommunikationsunternehmen wie E-Plus, die Telekom und Vodafone. Deren Daten dürfen aus rechtlichen Gründen nicht bei unserer Muttergesellschaft in Polen gespeichert werden, sondern nur in Deutschland", begründete der Finanzdirektor die Investition. "Schon von daher brauchen wir ein leistungsfähiges Rechenzentrum." Daher werden zwei der vier Etagen im Neubau-Kubus ausschließlich den Computern vorbehalten sein. Hier sollen insgesamt 100 Computerregale (sogenannte Server-Racks) eingebaut werden, in die jeweils bis zu 50 Rechnerplatinen gesteckt werden können. Damit lässt sich das Zentrum prinzipiell auf eine Kapazität von bis zu 40 000 Prozessorkerne - beziehungsweise entsprechende Speicherkapazitäten - aufrüsten. Eine Etage ist für Büros reserviert und eine weitere nimmt die aufwändige Kühltechnik auf, die solch ein Rechenzentrum heutzutage benötigt. "Mit der Abwärme, die durch die Rechner entsteht, könnte man ganz Plauen heizen", meint Kind.

Der Altbau daneben ist ein (inklusive Dachetage) vierstöckiges Gebäude, das ursprünglich um das Jahr 1897 herum errichtet wurde. Hier sollen nach der Sanierung vor allem Büros Platz finden. Ein Zwischentrakt wird Alt- und Neubau verbinden.

Eigentlich wollte die Comarch-Chefetage das Bauprojekt bereits im vergangenen Jahr realisieren, die Weltwirtschaftskrise verzögerte das Projekt jedoch. Dafür wird nun allerdings dreimal mehr investiert als zunächst vorgesehen, nämlich 15 statt ursprünglich geplanter vier bis fünf Millionen Euro. Wenn die Bauten fertig sind, will die Firma ihren bisherigen Sitz weiter südlich an der Chemnitzer Straße, der nur angemietet ist, aufgeben.

Weitere Informationen im Netz unter der Adresse computer-oiger.de

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 28.11.2011

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