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Coca-Cola schließt Logistikstandort Dresden

20 Jobs fallen weg Coca-Cola schließt Logistikstandort Dresden

Weil immer weniger Märkte direkt bei Coca-Cola bestellen, sinkt die Auslastung der „Roten Flotte“ seit Jahren. Nun fallen im März nächsten Jahres auch 20 Jobs in Dresden weg. Das Unternehmen schließt seinen Logistikstandort auf der Scharfenberger Straße in Übigau.

Nicht mehr ausgelastet: Die „rote Flotte“ von Coca-Cola kommt in Deutschland nicht mehr hinreichend zum Zuge. Jetzt schließen überall Logistikstandorte – auch Dresden ist betroffen.

Quelle: dpa

Dresden. Coca-Cola macht seinen Logistikstandort in Dresden dicht. Gut ein Jahr nach dem Umzug aus Radeberg in das deutlich kleinere Lager auf der Scharfenberger Staße in Dresden-Übigau muss das größte deutsche Getränkeunternehmen einer Entwicklung Tribut zollen, die die Warenströme in Deutschland zunehmend verändert. „Immer mehr Supermarktketten übernehmen die Belieferung ihrer Filialen selbst oder arbeiten mit eigenen Partnern zusammen“, erklärt Firmensprecherin Ulrike Meier gegenüber DNN. Auch im so genannten „Außer-Haus-Markt“ – sprich in Gaststätten oder Hotels – würden Kunden verstärkt auf die Belieferung aus einer Hand setzen. Im Zuge dessen, so Meier, sinke die Auslastung der „roten Flotte“ ständig weiter. Seit 2014 habe man in der Region 25 Prozent weniger Produkte ausgeliefert.

Die Entwicklung hatte sich bereits angebahnt, als sich der Erfrischungsgetränkehersteller im Juli 2015 von seinem 123 000 Quadratmeter großen Vertriebszentrum in Radeberg an der Christoph-Seydel-Straße verabschiedete. 14 Jahre zuvor hatte er hier die Produktion eingestellt, sich von vielen der 270 Mitarbeiter getrennt und nur noch Flaschen abgefüllt. Kurz vor dem Umzug in die Landeshauptstadt schließlich waren noch 110 Mitarbeiter beschäftigt – die Hälfte allerdings schon als Außendienstler.

Gegenwärtig stehen bei Coca-Cola in Dresden 67 Männer und Frauen in Lohn und Brot. Für die 47 von ihnen, die noch im Außendienst unterwegs sind, wird sich mit dem Ende des Logistikstandortes nichts ändern – „sie werden lediglich einem anderen Standort zugeordnet“, erklärt Ulrike Meier.

Für die 20 Mitarbeiter, deren Jobs nun wegfallen, stehe als Ziel, betriebsbedingte Kündigungen zu vermeiden: durch alternative Stellen an anderen Standorten und durch einvernehmliche Lösungen. Coca-Cola biete „ein finanziell attraktives Leistungspaket an“, so Meier.

„Wir haben alle Optionen sorgfältig geprüft und dieser Entschluss ist uns nicht leicht gefallen. Um langfristig wettbewerbsfähig zu bleiben, müssen wir aber der Marktentwicklung und den Wünschen unserer Kunden Rechnung tragen“, sagt Mario Hochheim, Geschäftsleiter Coca-Cola Ost. „Uns ist es sehr wichtig, dass wir die geplante Veränderung transparent und sozial verantwortungsvoll umsetzen. Dazu haben wir gemeinsam mit den Arbeitnehmervertretern einen klaren und fairen Prozess definiert.“

Doch ehe das alles zum Tragen kommt, werden noch ein paar Wochen vergehen. Denn nun stehen erstmal die Gespräche mit den Arbeitnehmervertretern an.

Von Barbara Stock

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