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Clausnitz Thema bei Ernennung von Polizeiabsolventen in Dresden

„Wir dürfen uns nicht verunsichern lassen“ Clausnitz Thema bei Ernennung von Polizeiabsolventen in Dresden

Die Sächsische Polizei hat am Freitag 202 neue Polizisten offiziell in den Dienst gestellt. Bei der Veranstaltung im Dresdner Staatsschauspiel waren auch die Ereignisse in Clausnitz und die generellen Herausforderungen der Polizei im Bezug auf die Flüchtlingskrise ein Thema.

Insgesamt erhält Sachsen 202 neue Polizisten. Sie werden nun als Polizeimeister ihre weitere Karriere anstreben.

Quelle: Dietrich Flechtner

Dresden. Sachsen hat 202 neue Polizisten. Am Freitag wurden die Absolventen der Polizeifachschulen Chemnitz und Leipzig im Staatsschauspiel Dresden offiziell zu Polizeimeistern ernannt. Vor den Anwärtern sprach der Inspekteur der Sächsischen Polizei Dieter Hanitsch über die Aufgaben der jungen Polizisten und ihre Verantwortung in der Zukunft. Dabei fand er in Bezug auf die Ereignisse in Clausnitz auch deutliche Worte. „Wir dürfen uns nicht verunsichern lassen. Gerade jetzt ist es wichtig, Haltung zu zeigen. Polizisten haben das Recht und die Pflicht, Gewalt anzuwenden, um das Wohl der Menschen zu schützen“, so der Inspekteur.

Laut Hanitsch war der Einsatz der Polizei in Clausnitz absolut regelkonform und notwendig. „Bilder von einfachem, unmittelbaren Zwang können niemals schön aussehen, sind aber in gewissen Situationen notwendig“, so der Inspekteur. Gleichzeitig sprach er bei der Ernennung der Polizeiabsolventen von einem „schönen Tag für die Polizei“. „202 Absolventen sind eine sehr gute Zahl. Damit werden wir die Sächsische Polizei weiter verstärken können“, sagte Hanitsch. Er wies aber ebenfalls darauf hin, dass aufgrund der Flüchtlingsproblematik und der damit einhergehenden Unmenge an Demonstrationen, Veranstaltungen und sonstigen Belastungen,die Zahl der Polizeianwärter weiter erhöht werden muss.

„Für 2016 wollen wir 500 Beamte in die Ausbildung bringen – wir müssen und brauchen das“, so der Inspekteur. Von den 202 am Freitag ernannten Polizeimeistern werden acht an die Polizeidirektion Dresden überstellt, 39 gehen nach Leipzig. Die Polizeidirektionen Görlitz, Zwickau und Chemnitz erhalten ebenfalls einige neue Kollegen. Über die Hälfte der Anwärter wird der Sächsischen Bereitschaftspolizei überstellt. Der Leiter des Präsidiums der Bereitschaftspolizei, Horst Kretzschmar, richtete ebenfalls einen Appell an die jungen Polizisten, die nach 30-monatiger Ausbildung nun offiziell in den Dienst treten werden. „Die Aufgabe der Polizei ist es, neutral, angemessen und verhältnismäßig aufzutreten. Wir sind ein wichtiges Bindeglied, um die gespaltene Gesellschaft wieder zusammenzuführen“, so Kretzschmar.

Für die junge Absolventin Kristina Friedrich geht es zunächst als Streifenpolizistin nach Leipzig. „Ich möchte im Anschluss entweder weiter studieren oder fest bei der Verkehrspolizei einsteigen. Für den Beruf der Polizistin habe ich mich entschieden, da es abwechslungsreich ist und ich weiter viel Sport treiben kann“, so die 24-Jährige. Die aktuell schwierige und belastende Situation ist für sie eher ein Ansporn, um bei der Polizei zu arbeiten. „Gerade jetzt kann man Menschen helfen und Haltung zeigen“, so frisch gebackene Polizeimeisterin. Ein neuer Kollege für Dresden ist der 33-jährige Robert Mende. Er war zunächst zwölf Jahre Berufssoldat, bevor er sich für eine Laufbahn als Polizist entschied. „Das ist schon seit der Kindheit mein Traumberuf“, so Mende. Er wird zunächst in der Abteilung „Inspektion zentrale Dienste“ eingesetzt.

Dennoch hat die mediale Berichterstattung in Folge der Ereignisse in Clausnitz auch Spuren bei den Polizeianwärtern hinterlassen. Nahezu alle Absolventen verweigerten gegenüber der DNN ein Interview und wollten keinerlei Fragen beantworten.

Von Sebastian Burkhardt

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