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City-Streife überwacht künftig Geschäfte in Dresden

Händler-Selbsthilfe City-Streife überwacht künftig Geschäfte in Dresden

Dunkelblaue Jacke, Funkgerät, gelbes Logo mit einem wachsamen Auge: Eine sogenannte City-Streife soll ab 1. Dezember für mehr Sicherheit in den Innenstadt-Geschäften sorgen. Einzelhändler haben sich zusammengetan, um Ladendiebstähle und Bedrohungen einzudämmen.

Quelle: Tanja Tröger

Dresden. Dunkelblaue Jacke, Funkgerät, gelbes Logo mit einem wachsamen Auge: Eine sogenannte City-Streife soll ab 1. Dezember für mehr Sicherheit in Dresdner Innenstadt-Geschäften sorgen. Die Händler von 19 Objekten haben sich mit Hilfe des City Managements zusammengetan, um Ladendiebstähle und Bedrohungen von Mitarbeitern einzudämmen.

„Es gab mehr und mehr Vorkommnisse unterschiedlicher Art“, berichtet Gregor Hein, Prokurist bei der Oelschläger Immobilien GmbH, der die „Prager Spitze“ gehört. Dabei seien die Täter immer häufiger in Kleingruppen oder Banden aufgetreten und hätten Kunden und Mitarbeiter von Geschäften, Praxen und Büros eingeschüchtert und bedroht. Sogar die beauftragten Wachdienst-Mitarbeiter kämen teilweise nur noch ungern, weil sie Angst hätten, so Hein. Gerade am Wiener Platz sei das Sicherheitsgefühl sehr gesunken. 

Seit dem Sommer haben deshalb Einzelhändler, Immobilieneigentümer, Citymanagement, Ordnungsamts-Mitarbeiter und Polizeibeamte besprochen, wie das Problem zu lösen sei. Ergebnis: Ab kommendem Dienstag werden von Montag bis Sonnabend jeweils zehn Stunden täglich vier Security-Leute zwischen Altmarkt und Wiener Platz Streife gehen und in den Läden nach dem Rechten schauen. In der immer mit einer Person besetzten Sicherheitsleitstelle im Karstadt-Gebäude laufen alle Informationen zusammen.

Ab 1. Dezember soll die City-Streife für ein stärkeres Sicherheitsgefühl in Dresdner Innenstadt-Geschäften sorgen. Fotos: Tanja Tröger

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„Die City-Streife wird keine Schlägertruppe und keine Ersatzpolizei sein“, so Hein. Sie besteht aus geschulten Mitarbeitern von neun in Dresden tätigen Sicherheitsfirmen. Die Wachleute dürfen nur das, was jeder andere Bürger auch darf: einen in flagranti erwischten Straftäter festhalten, bis die Polizei eintrifft, oder ihn in sicherer Entfernung verfolgen und die Polizei über den jeweiligen Aufenthaltsort informieren.

Die Krux: Die City-Streife patrouilliert nur in den Geschäften, die sich auch an den Kosten beteiligen. Und die bewegen sich zwischen 10.000 und 20.000 Euro, so City Management-Chef Jürgen Wolf. Er hoffe jedoch, dass sich noch weitere Geschäfte beteiligen. „Das ist eine Frage der Solidarität.“

Zusätzlich zu den Streifengängen sollen auch die Mitarbeiter von Läden und Büros geschult werden, auf welche neuen Betrugs- und Diebstahlsvarianten sie besonders achten sollen, wie sie Beweise sichern und wie sie eine Online-Anzeige bei der Polizei aufgeben. So könne die Dunkelziffer gesenkt werden.

Die City-Streife wird zunächst für zwei Monate eingesetzt. Anschließend wollen die Initiatoren die Ergebnisse beurteilen und entscheiden, ob sie das Projekt fortsetzen. Polizei und Gemeindlicher Vollzugsdienst betrachten die Streife schon jetzt als „sinnvolle“ Ergänzung“, schließlich dürfen weder Polizisten noch Ordnungsamts-Mitarbeiter regulär in Geschäften tätig sein.

ttr

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