Volltextsuche über das Angebot:

2 ° / -6 ° heiter

Navigation:
Google+
Christvesper vor der Dresdner Frauenkirche - Bischof Bohl mahnt zur Umkehr und Widerstand gegen Rechts

Christvesper vor der Dresdner Frauenkirche - Bischof Bohl mahnt zur Umkehr und Widerstand gegen Rechts

Der Bischof der evangelischen Landeskirche Sachsens, Jochen Bohl, hat angesichts der Atomkatastrophe in Japan und der Schuldenkrise die Rückkehr zum menschlichen Maß angemahnt.

Voriger Artikel
Datenausspäher vor Gericht: Dresdner Polizei schneller als Bundesbeamte
Nächster Artikel
Hunderte Weihnachtsgottesdienste in den Dresdner Kirchen an Heiligabend - auch der Weihnachtsmann kommt

Auch in diesem Jahr waren rund 17.000 Besucher zur Christvesper auf dem Neumarkt.

Quelle: Stephan Lohse

„Es wird Weihnachten, damit die Welt nicht bleibt, wie sie ist, sondern damit die Friedensbotschaft Christi und der Ruf zur Versöhnung ihr Ziel erreichen, damit die Welt verändert wird", sagte er vor rund 17.000 Menschen bei der traditionellen weihnachtlichen Vesper am Freitag vor der Dresdner Frauenkirche. „Diesem Fest geht es um die Umkehr zum Leben, um die Rückkehr zum menschlichen Maß." Statt eigensüchtig um sich selbst zu kreisen und gegeneinander um die besten Plätze zu kämpfen, sollte der Mensch dem Frieden dienen, „nach dem wir uns sehnen".

Gott wolle nicht, „dass die Starken auf Kosten der Schwachen leben, sondern dass wir einander die Lasten des Lebens tragen." Es sei nicht gut, nach mehr und immer mehr zu trachten. „Heillos sind die Folgen, wenn das Geld die Welt regiert", mahnte Bohl mit Verweis auf die Schuldenwirtschaft der Staaten, die das zusammenwachsende Europa in eine tiefe Krise stürzte. „Wohlstand auf Pump bleibt eine Illusion, Wachstum ohne Grenzen kann es nicht geben."

phpae6d17a854201112231746.jpg

Auch in diesem Jahr verfolgten wieder rund 17.000 Besucher die traditionelle Christvesper vor der Frauenkirche in Dresden.

Zur Bildergalerie
php5cd5171cf4201012231830.jpg

Mit "Oh du Fröhliche" endete die Feier.

Zur Bildergalerie

Angesichts der Verbrechen der Zwickauer Terrorzelle forderte Bohl auch Widerstand aus der Gesellschaft. Die neuen Nazis seien „eine Gefahr für das friedliche Zusammenleben in unserem Land". Von den hasserfüllten Reden im Landtag führe eine direkte Linie zu den Mordtaten. Ein Verbotsverfahren schaffe diese nicht aus der Welt. „Es kommt darauf an, dass wir Bürger uns ihnen entgegenstellen, ihrer rassistischen Weltsicht, dem Judenhass und der Verherrlichung der Untaten der Nazi-Diktatur."

Die erste Vesper dieser Art gab es 1993 - an dem kurz zuvor aus den Trümmern freigelegten Altar des spätbarocken Gotteshauses, das 1945 zerstört und mit Hilfe von Spenden aus aller Welt wieder aufgebaut wurde. Seitdem kommen jährlich tausende Besucher, um sich am Tag vor Heiligabend auf das Weihnachtsfest einzustimmen.

dpa

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Lokales
  • 13. Februar

    Ob Gedenken, Täterspuren oder Menschenkette: Alle Infos finden sie in unserem Special zum 13. Februar in Dresden mehr

  • Semperopernball
    Semperopernball

    Alle Infos, alle Highlights, die schönsten Bilder - der Semperopernball in Dresden. mehr

Städtewetter
Heute -° / -° -
- -°/-° -
- -°/-° -
Wettersponsor

Das Wetter in und um Dresden präsentiert Ihnen die Toskana-Therme Bad Schandau.