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Chips und Laser feuern Bastelwut in Dresden an

Chips und Laser feuern Bastelwut in Dresden an

Teekoch-Roboter, Präzisions-Schwibbögen, lasergenerierte Kunst, iPhone-Schutzpanzer: Das Tüfteln und Basteln liegt dem Sachsen von Urzeiten an im Blut - und moderne Hightech-Werkzeuge haben diesen Basteldrang 2.0 noch beflügelt.

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Der Teekoch-Roboter wird vom Selbstprogrammierchip Arduino gesteuert.

Quelle: ObjectFab

"Das wollen wir fördern", sagt Steffen Gemkow. "Wir haben in unseren Workshops Schüler, Studenten, aber vor allem Ingenieure und Physiker, die tagsüber in den großen Chipfabriken in Dresden arbeiten und in ihrer Freizeit immer noch so viel Elan aufbringen, hier abends weiterzumachen."

Der 46-jährige Informatiker und Chef der Dresdner "ObjectFab GmbH" ist begeisterter Bastler und bietet in einer ehemaligen Schuhfabrik in Striesen Raum für Gleichgesinnte. Jetzt hat er sich mit der mobilen offenen Hightech-Werkstatt "FabLab Dresden" zusammengetan und lädt ab Samstag zum "Fabrikationslabor" ein. In der "CoFab" an der Pohlandstraße können sich Freunde des hochtechnologischen Bastelns eine Woche mit Lasern, 3D-Druckern, Mikrokontroll-Chips und Lötkolben ausprobieren und Artefakte erschaffen.

Das mobile Fabrikationslabor geht auf eine Gruppe Dresdner Enthusiasten zurück, die sich für moderne Kreativtechnologien begeistern, deren Lösungswege und Resultate nach dem Prinzip der "offenen Quellen" (Open Source) allen Interessierten frei zur Verfügung stehen. So betreiben Marc Schmidt und Matthias Röder den vereinsgetragenen "Werkstadtladen Löbtau". Sie tingeln mit der "FabLab" durch die Stadt, um den Dresdner Heimwerkern Laser und 3D-Drucker zugänglich zu machen. Gemkow gehört zu diesem lockeren Verbund, hat aber im Jahr 2000 die Firma ObjectFab gegründet. Die zwölf Leute verdienen ihr Brot damit, Banken, Versicherungen, Auto- und Chipfirmen informationstechnologisch zu beraten. Außerdem vermieten sie seit 2011 in ihrer Striesener "CoFab" tage-, wochen- oder monatsweise Arbeitsplätze an Kleinunternehmen und Selbstständige, die sich noch keinen eigenen Firmensitz leisten können. Dahinter steht ein eher flexibles Kooperationsmodell, um der modernen Arbeitswelt entgegenzukommen.

Darüber hinaus ist die Firma aber auch Gastgeber für nichtkommerzielle Projekte und Veranstaltungen, zum Beispiel für Treffen von Java-Nutzern oder Fans des in Italien geborenen offenen Chip-Projektes "Arduino". Dahinter steckt ein Mikrokontroll-Baustein, der selbst von Laien, Heimwerkern und Künstlern programmiert werden kann, die sonst nichts mit Software am Hut haben. Das Steuerprogramm wird auf einen "Arduino"-Chip aufgespielt, der dann Sensoren, Leuchtdioden, Motoren oder andere Geräte steuert. "Ich zum Beispiel trinke gerne Tee, habe aber oft vergessen, den Teebeutel aus der Tasse rauszuholen. Der Tee war dann bitter", erzählt Gemkow. "Ich habe mir deshalb mit dem Arduino den Roboter ,Teabot' programmiert. Der kümmert sich jetzt um meinen Tee - und mit bitter ist Schluss."

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 04.02.2014

hw

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