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Charakteristische Architektur erhalten

Dresdner Grüne diskutieren über Striesen und Blasewitz Charakteristische Architektur erhalten

Der Bagger kam und riss ein intaktes Gebäude ab. Rechtlich war das in Ordnung, das Bauwerk stand nicht unter Denkmalschutz. Die Dresdner Grünen wollen jetzt verhindern, das prägende Bauwerke in Blasewitz und Striesen dem Abriss zum Opfer fallen.

Das Ende einer Villa in Blasewitz.
 

Quelle: Archiv

Dresden..  „Wir wollen den Charakter von Striesen und Blasewitz erhalten“, sagt Thomas Löser, Sprecher für Stadtentwicklung und Bau der Grünen-Stadtratsfraktion. Das gehe nur, wenn die charakteristische Architektur in diesen Stadtteilen nicht durch austauschbare Neubauten ersetzt werde. „Es gab viele Jahre den Trend, markante und gut erhaltene Gebäude abzureißen und dafür gesichtslose Würfelhäuser zu errichten“, so der Grüne.

Rechtlich sei das kein Problem gewesen, denn die Denkmalschutzsatzung gelte nur für denkmalgeschützte Gebäude. Was aber ist mit stadtteilprägenden Bauwerken, die keine ausgewiesenen Denkmale sind? „Wir brauchen eine Erhaltungs- und Gestaltungssatzung für Striesen und Blasewitz, in der solche Fragen geregelt sind“, gibt Löser die Antwort. Der Stadtrat hat im Januar die Verwaltung beauftragt, eine Erhaltungssatzung für Blasewitz/Striesen Nordost und eine Gestaltungssatzung für Striesen/Blasewitz zu erarbeiten. „Dafür hat sich die Grünen-Fraktion starkgemacht“, so Löser, „die Verwaltung erarbeitet jetzt auf unsere Initiative hin die Satzungen.“

Darin soll geregelt werden, welche Gebäude in den Stadtteilen schützenswert sind und wie der Abriss weiterer Villen verhindert werden kann. „Ich kenne aktuell sechs Gebäude, die zum Abriss vorgesehen sind.“ Er strebe politisch an, dass für den Erhalt dieser Bauwerke gekämpft wird, erklärt Löser. Eine Erhaltungssatzung sei dabei hilfreich.

Dort, wo neu gebaut wird, müsse auf hohe städtebauliche Qualität geachtet werden. „Wir haben einen Anspruch für dieses Gebiet“, so der Baupolitiker, der durchaus Vorteile für die Investoren sieht. „Die Stadtviertel haben Vorzüge, von denen Bauherren profitieren. Es sind gefragte Gebiete, weil sie über eine unverwechselbare Struktur verfügen.“ Diese gelte es zu bewahren.

„Wir wollen einen Diskussionsprozess eröffnen“, kündigt Löser an. Am Dienstag, 14. Juni, laden die Grünen um 19 Uhr in das Grüne Büro in der Schlüterstraße 7 zur ersten Debatte ein. Es diskutieren Andrea Steinhof vom Stadtplanungsamt, Stadtplaner Daniel Woite, Grünen-Stadträtin Kerstin Harzendorf und Baupolitiker Löser.

Von Thomas Baumann-Hartwig

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