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CeBIT: Dresden zeigt sich als digitale Stadt

CeBIT: Dresden zeigt sich als digitale Stadt

Für Gewerbeanmeldungen, die Beantragung von Wohnberechtigungsscheinen oder das Einreichen von Petitionen genügt seit 1. Juli 2014 in Dresden eine E-Mail - vorausgesetzt, der Absender ist bei einem der De-Mail-Anbieter registriert.

Rund 10 000 Privatpersonen und 50 Unternehmen und Institutionen nutzen diese Möglichkeit bereits, sagte Michael Breidung, Leiter des städtischen Eigenbetriebes IT-Dienstleistungen gestern während einer Pressekonferenz im Vorfeld der Computermesse CeBIT (16. bis 20. März in Hannover). Dresden will sich dort mit 15 Ausstellern auf einem sächsischen Gemeinschaftsstand als Software-Standort auf dem Weg zur digitalen Stadt präsentieren.

De-Mail erleichtere Behörden und Bürgern Verwaltungsprozesse, indem sie das Rechtsproblem behebe, dass per E-Mail eingereichte Dokumente, etwa Steuererklärungen und -bescheide, zusätzlich in Papierform vorgelegt werden müssen, erklärte Breidung. Auf der CeBIT will Deutschlands Vorzeigekommune für die De-Mail Erfahrungen aus ihrem Pilotprojekt mit der Telekom vermitteln. Eine sei, dass es wichtig ist, De-Mail in bestehende IT-Infrastrukturen der Behörden zu integrieren. Das sei in Dresden gelungen, schätzte Projektleiter Stefan Schaffrath von der T-Systems-Tochter MMS ein.

In Vorbereitung sei auch die Beantragung von Ausweisen und Pässen per De-Mail, sagte Breidung den DNN. Auf Akzeptanz komme es bei Behörden nicht an. Die müssen per Gesetz bis August 2016 flächendeckend De-Mail anbieten. Bei den Bürgern herrsche nach Diskussionen über die Sicherheit der Verschlüsselung teilweise noch Skepsis. Hier, so Breidung, seien ja vielleicht schon auf der CeBIT Verbesserungen zu erwarten.

Mit über 400 Firmen, die mehr als 10 000 Mitarbeiter beschäftigen, beflügele die Software- und IT-Branche das Wirtschaftswachstum in Dresden, erklärte Wirtschaftsbürgermeister Dirk Hilbert (FDP). Mit einer durchschnittlichen Wachstumsrate in der Beschäftigung von 7,7 Prozent liege die Software- und IT-Industrie in Sachsens Dienstleistungsbranche und auch im Industrievergleich unangefochten an der Spitze.

Frank Schönefeld vom Vorstand des Netzwerkes Silicon Saxony bekräftigte die Strategie seines Verbandes, die Gründerszene stärker einzubeziehen. Die Stadt habe mit Hochschulen und den dort angesiedelten Gründerschmieden gute Voraussetzungen, aber noch Luft nach oben, sagte Schönefeld den DNN. Von den großen IT-Unternehmen wünscht er sich, dass sie offener werden für innovative Ausgründungen eigener Mitarbeiter.

Sechs Startups, die die Stadt eingeladen hat, sich neben großen Firmen wie der Comarch AG in Hannover zu präsentieren, passen in die Zukunftsstrategie von Silicon Saxony. Sie entwickeln Software für Pflegedienste (CareSocial), optimierte Energiekonzepte (Exelonix), Spracherkennung und Dialogsteuerung von Maschinen sowie interaktives Lernen (Linguwerk), die komfortable Erfassung von Kundenanforderungen (Mind-Objects) und den besseren Einsatz von Personalressourcen in Unternehmen (Opox).

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 06.03.2015

Holger Grigutsch

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