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Careers on Rail - Studenten lernen Eisenbahn: Eisenbahnbetriebslabor der TU bietet einzigartige Bedingungen

Careers on Rail - Studenten lernen Eisenbahn: Eisenbahnbetriebslabor der TU bietet einzigartige Bedingungen

Zum sechsten Mal weilten zu Wochenbeginn rund 30 Studierende aus ganz Deutschland im Eisenbahnbetriebslabor der TU Dresden, um über das Event "Careers on Rail" den Eisenbahnbetrieb von seiner praktischen Seite erleben zu können.

Die Aktion ist Teil einer besonders langjährigen und vertrauensvollen Partnerschaft zwischen der TU und der Deutschen Bahn (DB AG) und hat das vorrangige Ziel, Hochschulabsolventen frühzeitig bei der Berufsorientierung zu unterstützen.

Die Deutsche Bahn zählt inzwischen zu den Top-Aufsteigern in den führenden Arbeitgeber-Rankings. Bei "Universum" wird sie erstmals unter den zehn beliebtesten Arbeitgebern der Ingenieurstudenten geführt. Jährlich stellt die Bahn bis zu 7000 neue Mitarbeiter ein. Die Kooperation mit der Uni zahlt sich aus, im Vorjahr erhielt die DB rund 600 Bewerbungen von TU-Studenten.

Zu "Carreer on Rail" kommen vorzugsweise Studenten der Fachrichtungen Wirtschaftsingenieurwesen, Maschinenbau und Elektro- und Informationstechnik. Sie bearbeiten zwei Tage lang Fallstudien aus dem Bereich Infrastruktur und simulieren im Eisenbahnbetriebslabor unterschiedliche Berufe. So gewinnen sie Einblicke in die Tätigkeiten von Disponenten, Fahrdienstleitern, Zugmeldern und Rangierern. Sie lernen die normalen Abläufe kennen, aber auch die Arbeit bei Störungen und Abweichungen in einem Netz.

Das Eisenbahnbetriebslabor bietet dafür deutschlandweit einmalige Bedingungen. Es ist eine Versuchsanlage im Modellbahnmaßstab 1:87. Dabei handelt es sich um eine Kombination aus einer realen Modelleisenbahnanlage mit originalen modernen und historischen Stellwerken, einer Betriebs- und Stellwerkssimulation und einem innovativen Dispositionssystem. Auf den Modellbahngleisen werden Geschwindigkeiten bis zu 300 km/h, der Höchstgeschwindigkeit der neuesten ICE-Generation, gefahren.

Die Studentin der Wirtschaftswissenschaften Viviane John aus Wuppertal ist eine der diesjährigen Teilnehmer am "Career on Rail". Sie kennt den Schienenverkehr vor allem durch die Arbeit in einem Verkehrsbüro: "Das ist reine Schreibtischarbeit, ich wollte die Eisenbahnpraxis kennen lernen." Die ersten Minuten im Labor seien stressig gewesen, inzwischen habe sie aber den richtigen Überblick gewonnen. "Die relativ weite Anfahrt nach Dresden, das kann ich jetzt schon sagen, hat sich für mich gelohnt. Ich werde meinen Kommilitonen die Teilnahme an einem 'Carreers on Rail' unbedingt empfehlen", so John.

In der Regel wird das Betriebsfeld zur studentischen Ausbildung genutzt, dient aber auch zur Fortbildung von Fach- und Führungskräften im Rahmen der Reihe "Wissenstransfer für Unternehmen" und zur Forschung.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 17.09.2014

Weckbrodt, Peter

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