Volltextsuche über das Angebot:

4 ° / -3 ° wolkig

Navigation:
Google+
Bunte Vögel: Im Dresdner Zoo leben stark bedrohte Papageien aller Art

Bunte Vögel: Im Dresdner Zoo leben stark bedrohte Papageien aller Art

Im Sommer soll es in der großen Schauvoliere am gelben Verwaltungsgebäude wieder nur so wimmeln von Papageien aller Art. Große Soldatenaras, Rotohr-aras, Hellrote Aras und Hyazintharas sollen sich dort tummeln, sagt Matthias Hendel, Kurator für Vögel im Zoo.

Neu werden die Blaulatzaras sein.

"Früher haben wir nur erwachsene Papageien in den Volieren gezeigt, Graupapageien und Grünflügelaras zum Beispiel", berichtet Hendel. Das soll jetzt anders werden. "Wir wollen mehrere bedrohte Papageienarten in der Schauvoliere präsentieren - und zwar gemeinsam mit ihren Jungen", erklärt er. Auch in freier Natur würden sich verschiedene Papageienarten gut miteinander vertragen und große Schwärme bilden. Jetzt geht es erst einmal darum, dass sich in den acht, am Verwaltungsgebäude gelegenen Zuchtvolieren junge Papageienpärchen zusammenfinden und für Nachwuchs sorgen. Immerhin fünf bis sieben Jahre dauert es, bis diese Vögel geschlechtsreif werden.

Bei den Großen Soldatenaras hat es bereits geklappt mit der Zucht. Das Pärchen - er stammt aus dem weltweit größten Vogelpark Walsrode in Niedersachsen, sie aus dem Tierpark Berlin - bekam im Winter 2012 zwei Junge. Die im tropischen Regenwald Ecuadors und Kolumbiens beheimateten Großen Soldatenaras werden 85 Zentimeter groß, ihr Gefieder ist oliv-grün.

Derweil die Soldatenaras schon in Familie leben, wartet der männliche Blaulatzara auf eine Partnerin. Er stammt aus dem Loro Parque, einem Tierpark im Norden der Kanareninsel Teneriffa. Seine Partnerin soll in den kommenden Wochen aus besagtem Weltvogelpark nach Dresden eingeflogen werden. "Weil diese Papageienart nur in einem winzigen Gebiet in Bolivien beheimatet ist, gibt es in freier Wildbahn nur noch etwa 150 Tiere", weiß Kurator Hendel. Zudem würden den Blaulatzaras durch Rodungen die Nistplätze in den Baumhöhlen weggenommen. Diese gefiederten Geschöpfe verfügen über blaue Schwingen und Schwanzfedern, der Rest des Körpers ist von gelboranger Farbe.

Seit 2011 leben außerdem zwei Rot-ohraras in Dresden. Das Weibchen stammt aus dem Zoo Dvur Kralove in Tschechien und ist mit acht Jahren bereits geschlechtsreif. Ihr Partner allerdings kam erst vor zwei Jahren zur Welt, so dass der Nachwuchs noch ein paar Jährchen auf sich warten lassen wird. Rotohraras werden nur 60 Zentimeter groß, wiegen etwa 500 Gramm und sind gleichfalls in einem kleinen Verbreitungsgebiet am Ostabhang der Anden im südlichen Bolivien zu Hause.

Zu den größten Papageien mit 90 Zentimetern Länge gehören die Hellroten Aras, von denen der Dresdner Zoo seit 1992 zwei Exemplare besaß. Das Weibchen starb jedoch 2009 kinderlos, wenig später verließ das Männchen Dresden Richtung Zoo Linz. Jetzt gibt es ein neues Pärchen. Weil das Männchen erst im vergangenen Jahr im Leipziger Zoo zur Welt kam, wird es auch hier fünf, sechs Jahre dauern, bis mit Jungtieren zu rechnen ist.

Die einzigen Papageien, die über Rufnamen verfügen, sind übrigens Ferdinand und Quak, die 2003 und 2006 geborenen Hyazintharas. Pfleger haben die beiden mit der Hand aufgezogen, weil die Eltern in den Jahren zuvor entweder die Eier mit dem Schnabel zerhackt hatten oder aber die Jungen verhungern ließen, nachdem sie geschlüpft waren. Im Juni 2012 besannen sie sich eines Besseren und kümmerten sich vorbildlich um ihr Küken, die erste Naturaufzucht in der Geschichte des Zoos.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 07.02.2013

Katrin Richter

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Lokales
  • 13. Februar

    Ob Gedenken, Täterspuren oder Menschenkette: Alle Infos finden sie in unserem Special zum 13. Februar in Dresden mehr

  • Semperopernball
    Semperopernball

    Alle Infos, alle Highlights, die schönsten Bilder - der Semperopernball in Dresden. mehr

Städtewetter
Heute -° / -° -
- -°/-° -
- -°/-° -
Wettersponsor

Das Wetter in und um Dresden präsentiert Ihnen die Toskana-Therme Bad Schandau.