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Bund zahlt für Militärforschung an der TU Dresden

Bund zahlt für Militärforschung an der TU Dresden

Der Bund bezahlt verschiedene Militärprojekte an sächsischen Hochschulen. Wie aus einer Antwort von Sabine von Schorlemer (parteilos) auf eine Anfrage des Linken-Abgeordneten Gerhard Besier hervorgeht, kommen aus dem Haushalt des Bundesverteidigungsministeriums in diesem Jahr insgesamt 312 000 Euro für ein Projekt an der Universität Leipzig und zwei Untersuchungen an der TU Dresden.

In Leipzig geht es um Verschlüsselungstechnik. Dort entsteht eine Studie für 45 000 Euro zu "Möglichkeiten und Grenzen der Berechnung des diskreten Logarithmus". In Dresden wird mit Forschungsgeldern von insgesamt 267000 Euro aus dem Bundesverteidigungsministerium an zwei Projekten gearbeitet. Einmal handelt es sich um die weithin bekannte Untersuchung zu posttraumatischen Störungen bei Soldaten. Im zweiten Projekt geht es gemeinsam mit dem Bundesamt für Ausrüstung und dem Wehrwissenschaftlichen Institut für Schutztechnologien (ABC-Schutz) Münster um den Umgang mit giftigen Stoffen. Eine Kofinanzierung des Landes gebe es nicht für diese Projekte, teilte die Ministerin mit.

An der TU Dresden laufen zudem weitere Forschungsprojekte mit militärischem Hintergrund. So arbeiten Biotechniker der TU derzeit für das amerikanische Militär. Sie untersuchen die molekularen Hintergründe für die Haftung von Organismen (Kieselalgen)an Oberflächen unter Wasser und wie dies künstlich nachgeahmt werden kann. Nach Angaben der TU gibt es dafür jährlich 300 000 Dollar von der US-Air Force.

Projekte mit militärischem Hintergrund an Universitäten oder Aktivitäten von Rüstungsfirmen an Hochschulen rufen immer wieder Kritiker auf den Plan. So gab es beispielsweise bei Firmenkontaktmessen an der TU Dresden schon Protestaktionen von Studenteninitiativen. Der Anteil an den gesamten Forschungsaktivitäten der Uni ist jedoch relativ gering. 2012 liefen an der Uni 5400 Drittmittelprojekte, rund 230 Millionen Euro Drittmittel hat die Uni eingeworben in dem Jahr, teilte sie auf Anfrage mit.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 29.10.2013

Ingolf Pleil

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