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Bürgerversammlung: Soll das Dresdner Narrenhäusel gebaut werden?

SPD lädt ein Bürgerversammlung: Soll das Dresdner Narrenhäusel gebaut werden?

Der Grundsatzbeschluss ist gefallen: Die Stadt soll die Flächen für den Wiederaufbau des Narrenhäusels an der Augustusbrücke ausschreiben. Die SPD will am Freitagabend die Bürger über die Aufbaupläne informieren. Es türmen sich aber neue Hürden auf.

So könnte das Narrenhäusel heute aussehen.
 

Quelle: Archiv

Dresden.  Der Stadtrat hat die Weichen für den Wiederaufbau des Narrenhäusels an der Augustusbrücke gestellt, die Diskussion geht aber weiter. Am Freitag um 18.30 Uhr lädt die SPD-Stadtratsfraktion zu einem Informationsabend in den Festsaal des Rathauses ein. Hauptredner ist Matthias Lerm, Stadtarchitekt in Jena und ausgewiesener Kenner der Dresdner Baukultur. Lerm ist Autor des Buches „Abschied vom alten Dresden – Verluste historischer Bausubstanz nach 1945“. Es wird aber auch der Hoffnarr Fröhlich persönlich in Gestalt des Darstellers Andreas Höffken zu Wort kommen.

„Wir wollen allen Kritikern des Wiederaufbaus ein Angebot unterbreiten und deutlich machen, worum es uns geht“, erklärte SPD-Fraktionsvorsitzender Christian Avenarius. Die SPD hatte sich für den Wiederaufbau des Narrenhäusels starkgemacht und dabei festgestellt: „Das Thema polarisiert ungemein. Es gibt glühende Befürworter und entschiedene Gegner, aber nichts dazwischen“, so der Fraktionsvorsitzende.

Das Narrenhäusel sei nur ein kleines Gebäude. In einer Stadt, die bald über 600 .000 Einwohner zählen werde, komme es aber gerade auf solche kleinen Details an, erklärte Hendrik Stalmann-Fischer, baupolitischer Sprecher der Sozialdemokraten. „Wir wollen darauf achten, dass die Stadt trotz des Wachstums ihren Charakter nicht verliert.“ Auf der Veranstaltung soll es aber nicht nur um das Narrenhäusel, sondern um das gesamte Areal am Neustädter Elbufer gehen. „Das Narrenhäusel würde die Entwicklung nicht vorwegnehmen“, ist Stalmann-Fischer überzeugt. „Es handelt sich um ein Kleinod, das das Stadtbild nachhaltig beeinflussen könnte.“

Wann das Narrenhäusel wiederaufgebaut werden kann, ist ungewiss. Das Stadtplanungsamt prüft gerade, ob für das Areal ein Bebauungsplan aufgestellt werden muss. Wenn das der Fall sein sollte, würde ein Planverfahren rund zwei Jahre dauern. „Wir gehen davon aus, dass ein einfacher Bauantrag reicht. Aber auch ein Bebauungsplanverfahren wäre für uns kein Grund, den Wiederaufbau aufzugeben“, kündigte Avenarius an.

Der Dresdner Bauunternehmer Frank Wießner will das Narrenhäusel errichten und das Gebäude nach einer Nutzungsdauer von 60 Jahren an die Stadt übertragen. Im Erdgeschoss und ersten Obergeschoss soll ein Ausflugslokal entstehen, in der zweiten Etage Büros und im dritten und vierten Stockwerk Wohnungen. Gebaut werden soll das Narrenhäusel in traditioneller Handwerkskunst, kündigte der Bauunternehmer an.

Von Thomas Baumann-Hartwig

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